Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. News https://www.deab.de News de Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. Tue, 11 Aug 2020 03:47:14 +0200 Tue, 11 Aug 2020 03:47:14 +0200 TYPO3 EXT:news news-435 Thu, 16 Jul 2020 15:04:57 +0200 Neue Unterrichtsmaterialien zum Download: FAIR macht Schule! https://www.deab.de/aktuell/detail/neue-unterrichtsmaterialien-zum-download-fair-macht-schule/ Die neu erschienene Handreichung versammelt interaktive best-practice Methoden und Ansätze rund um Fairen Handel, nachhaltigen Konsum und nachhaltige öffentliche Beschaffung für den Einsatz im Unterricht, Gruppenstunden oder Projekttagen. Seit 2014 bietet der DEAB die Aktionstage "FAIR macht Schule!"/"FAIRändere deine Stadt!" an. Die Erfahrungen aus zahlreichen Projekttagen sind nun eingeflossen in diese neue Handreichung für Lehrkräfte und Multiplikator*innen, die jetzt zum Download zur Verfügung steht.

Woher kommen die Produkte, die wir täglich konsumieren? Welchen Weg hat mein Handy hinter sich, bevor ich es benutze und welche Probleme gibt es in der Produktion? Wo und wie engagieren sich Menschen weltweit für mehr Gerechtigkeit und den Fairen Handel? Was kann ich und was können wir an der Schule tun, um uns für globale Gerechtigkeit einzusetzen? 

Diese und andere Fragen stehen im Zentrum des Projekts "FAIR macht Schule!". Das vorliegende Methodenheft bietet Lehrkräften und Multiplikator*innen die Möglichkeit, einige der Methoden und Lernparcours aus dem Projekt selbst im Unterricht einzusetzen. Neben Methoden zum Einstieg in die grundsätzliche Thematik von nachhaltigem Konsum und weltweiten Zusammenhängen von Produktion, Handel und Konsum sowie Methoden zur Auswertung und zur Entwicklung von Handlungsoptionen bilden Module zu vier beispielhaften Produktgruppen das Herzstück der Aktionstage. Die Module sind jeweils in drei Stationen unterteilt, die sich an den Bereichen Erkennen – Bewerten – Handeln orientieren.

Download

Handreichung FAIR macht Schule! 

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News Deab News Fair macht Schule News Globales Lernen
news-432 Tue, 14 Jul 2020 22:39:33 +0200 Sommer-Rundbrief für Weltläden in Baden-Württemberg https://www.deab.de/aktuell/detail/sommer-rundbrief-fuer-weltlaeden-in-baden-wuerttemberg/ Aktionen, Hinweise und Angebote der DEAB-Fairhandelsberatung für einen fairen Sommer 2020! Mit aktuellen Informationen und exklusiven Angeboten der DEAB-Fairhandelsberatung stimmen wir Sie und Euch auf einen fairen Sommer 2020 ein.

Aus dem Inhalt:

  • Exklusive Angebote zur Fairen Woche in BaWü
  • Einarbeitung neuer Mitarbeiter*innen
  • Aktuelles zur Aktion #fairwertsteuer
  • ...

Sommer-Rundbrief als PDF

 

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Publikation Fairer Handel News Deab News Fairer Handel
news-434 Tue, 14 Jul 2020 17:00:00 +0200 Stellungnahme der „Initiative Lieferkettengesetz“ zur Menschenrechts-Befragung deutscher Unternehmen https://www.deab.de/aktuell/detail/stellungnahme-der-initiative-lieferkettengesetz-zur-menschenrechts-befragung-deutscher-unternehmen/ Berlin, 14.07.2020. Anlässlich des heute von Bundesarbeitsminister Heil und Bundesentwicklungsminister Müller bekanntgegebenen Ergebnisses des „Monitorings der Bundesregierung im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte“ (NAP-Monitoring) kommentiert Johanna Kusch, Sprecherin des zivilgesellschaftlichen Bündnisses „Initiative Lieferkettengesetz“:

„Die Wirtschaftsverbände haben durch massive Lobbyarbeit in Wirtschaftsministerium und Kanzleramt die Methodik der Befragung schon im Vorfeld völlig verwässert. Trotz der niedrigen Anforderungen der Befragung schaffen es nur weniger als die Hälfte der Unternehmen, diese zu erfüllen. Dieses Ergebnis ist ein Offenbarungseid und zeigt den Stellenwert, den Menschenrechte bei den meisten deutschen Unternehmen haben. Die Bundesregierung muss nun ihrem Versprechen aus dem Koalitionsvertrag nachkommen und noch in dieser Legislaturperiode für ein nationales Lieferkettengesetz sorgen.

Die Befragung macht endgültig deutlich: Freiwillig tun die Unternehmen viel zu wenig. Deswegen muss ein Lieferkettengesetz auch klare Haftungsregeln enthalten – sonst bleibt es ein Papiertiger. Wenn ein Unternehmen keine angemessenen Sorgfaltsmaßnahmen ergriffen hat und deswegen ein Schaden eintritt, dann muss das Unternehmen dafür gerade stehen - denn dann hat es seine Sorgfaltspflicht verletzt. Verantwortlich wirtschaftende Unternehmen haben durch ein solches Gesetz nichts zu befürchten.“

Hintergrund:

Mit dem „Monitoring der Bundesregierung im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte“ (NAP-Monitoring) wollte die Bundesregierung der Frage nachgehen, ob sich deutsche Unternehmen freiwillig an menschenrechtliche Standards halten. Heute haben die Bundesarbeitsminister Heil und Bundesentwicklungsminister Müller bekanntgegebenen, dass weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen die Anforderungen aus dem Monitoring erfüllen. Für diesen Fall hat die Bundesregierung im Koalitionsvertrag angekündigt, „national gesetzlich tätig“ zu werden.

Die Initiative Lieferkettengesetz eint über 100 zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen sowie Gewerkschaften und kirchliche Akteure. Gestern hat das Bündnis eine Studie veröffentlicht, mit der sie belegt, wie die Wirtschaftsverbände die Methodik der Befragung verwässert haben.

Kontakt:

Johanna Kusch, Sprecherin „Initiative Lieferkettengesetz”, Tel.: 030 – 28 88 356 5 oder 0151-10611346, E-Mail: presse*@lieferkettengesetz.de 

Die Initiative Lieferkettengesetz wird getragen von:

Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED - Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V.

Mehr Informationen unter www.lieferkettengesetz.de

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News Deab News Lieferkettengesetz News Fairer Handel
news-430 Mon, 13 Jul 2020 18:52:00 +0200 DEAB Jahresbericht 2019 online https://www.deab.de/aktuell/detail/deab-jahresbericht-2019-online/ Wir freuen uns den Jahresbericht des Jahres 2019 präsentieren zu können Den vollständigen Jahresbericht finden Sie im Download

Downloads

Jahresbericht 2019

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Publikation Deab News Deab Dokumentiert
news-428 Thu, 09 Jul 2020 18:37:06 +0200 Stellenausschreibung: Koordination Interkulturelles Promotor*innenprogramm https://www.deab.de/aktuell/detail/stellenausschreibung-koordination-interkulturelles-promotorinnenprogramm/ Stellenausschreibung

Der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB e.V.) ist der Landesverband der entwicklungspolitischen Vereine und Organisationen in Baden-Württemberg. Zentrale Themen im DEAB sind die UN Agenda 2030 für eine global nachhaltige Entwicklung, Globale Verantwortung als Querschnittsaufgabe der Landespolitik, Globales Lernen / Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, gerechtes Wirtschaften in den planetarischen Grenzen, Fairer Handel, migrationsgesellschaftliche Öffnung und Vielfalt, Internationale Vernetzung und Kooperationen. Der DEAB ist Herausgeber der Südzeit und seit 2013 ist er Träger des Eine-Welt-Promotor*innenprogramms Baden-Württemberg.

Ab September 2020 startet der DEAB das Pilotprojekt "Interkulturelles Promotor*innenprogramm Baden-Württemberg.

Dafür sucht der DEAB zum 1. September 2020 eine

Projektkoordination

im Umfang von zunächst 60%, ab 1.1.2021 80% einer vollen Stelle, zunächst befristet bis 31.12.2021. Eine Fortsetzung des Projekts über 2021 hinaus ist vorgesehen. Der Arbeitsplatz ist in Stuttgart in der DEAB Geschäftsstelle.

Projektbeschreibung:

Fünf interkulturelle Promotor*innen sollen bei entwicklungspolitischen migrantischen diasporischen Organisationen (MDO) in Baden-Württemberg angestellt werden, um das integrationspolitische Potenzial der Eine Welt-Arbeit und der entwicklungspolitischen migrantisch-diasporischen Organisationen (MDO) als Beitrag für den sozialen Zusammenhalt in der Migrationsgesellschaft in Baden-Württemberg zu nutzen. Ziele des Programms sind u.a. das Voranbringen der migrationsgesellschaftlichen Öffnung entwicklungspolitischer Organisationen in Baden-Württemberg sowie die entwicklungspolitische Weiterqualifizierung von Aktiven in der Geflüchteten-Unterstützung. Die interkulturellen Promotor*innen arbeiten mit verschiedenen Zielgruppen und Kooperationspartnern zusammen, informieren, beraten, vernetzen, bieten Fortbildungen an und organisieren öffentliche Veranstaltungen. Der DEAB ist Träger des Programms, das vom Sozialministerium Baden-Württemberg für eine erste Pilotphase 1.9.2020 bis 31.12.2021 gefördert wird. Im Herbst 2020 wird eine Ausschreibung erfolgen, auf die sich MDO bewerben können, um Träger einer Interkulturellen Promotor*innenstelle zu werden. Am 1.1.2021 sollen die Interkulturellen Promotor*innen ihre Arbeit aufnehmen.

Aufgabenbeschreibung:

  • Administrative Abwicklung des Programms – Berichtswesen, Verwendungsnachweise, Qualitätsmanagement, Controlling, Antragstellung für die nächste Phase, Kooperationsverträge mit Trägerorganisationen
  • Aufbau eines begleitenden Fachbeirats und kontinuierliche Zusammenarbeit
  • Konzeptionelle Feinplanung des Programms in einem partizipativen Prozess
  • Organisation und Durchführung der Ausschreibung von fünf Trägerorganisationen, verteilt auf die vier Regierungsbezirke in Baden-Württemberg
  • Organisation einer projektbegleitenden Evaluation
  • Begleitung und Unterstützung der Trägerorganisationen und Promotor*innen durch Information und Beratung sowie Qualifizierungsmaßnahmen
  • Kommunikation mit Zielgruppen auf Landesebene sowie fachlicher Austausch mit Modellprojekt in NRW

Ihre Voraussetzungen:

  • Gesellschaftswissenschaftliches, pädagogisches oder sozialwissenschaftliches Studium bzw. gleichwertige Kenntnisse und Praxiserfahrung
  • Fundiertes Wissen über entwicklungspolitische Zusammenhänge
  • Erfahrungen in der Antirassismus- bzw. Antidiskriminierungsarbeit
  • Hohe interkulturelle Kompetenz und Sensibilität
  • Berufserfahrung im Projektmanagement
  • Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Vereinen und Initiativen, insbesondere aus dem entwicklungspolitischen Bereich oder der Geflüchteten-Unterstützung
  • Fähigkeit zum selbstständigen, strukturierten Arbeiten
  • Freude an der Arbeit im Team
  • Sicherer Umgang mit Internet und Office-Anwendungen

Wir bieten:

  • eine abwechslungsreiche, vielseitige und verantwortungsvolle Tätigkeit
  • ein spannendes landesweites Netzwerk entwicklungspolitisch und integrationspolitisch engagierter Menschen
  • ein kollegiales und engagiertes Team
  • flexible Arbeitszeitgestaltung
  • Bezahlung in Anlehnung an TVÖD 11 Bund


Migrationsgesellschaftliche Vielfalt ist uns wichtig. Bewerbungen von Menschen mit Migrationsbezug/PoC sind erwünscht.

Bei Fragen können Sie sich gerne an die stellvertretende DEAB Geschäftsführerin Gabriele Radeke wenden, Telefon 0711 66487328 .

Weitere Informationen über den DEAB finden Sie unter www.deab.de.

Bitte schicken Sie aussagekräftige Bewerbungsunterlagen bis spätestens 28. Juli 2020 - ausschließlich digital! - an claudia.duppel*@deab.de und gabriele.radeke*@deab.de.

Die Bewerbungsgespräche sind für Freitag, den 31. Juli 2020 geplant.

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Stellenausschreibung_Koordination_IKPP

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News Deab News IkOe
news-427 Mon, 29 Jun 2020 18:02:45 +0200 Ausschreibung: Globaler Filmherbst im Süden 2020 https://www.deab.de/aktuell/detail/ausschreibung-globaler-filmherbst-im-sueden-2020/ Herzliche Einladung zum Mitmachen beim Globalen Filmherbst im Süden 2020 in ländlichen Regionen in Süddeutschland Zeitraum: 1. Oktober – 30. November 2020 Interesse bitte bis spätestens Freitag, 10. Juli 2020 anmelden bei:
aussenstelle.stuttgart*@engagement-global.de


Liebe Akteur*innen, die an entwicklungspolitischer Filmarbeit interessiert sind, Kinobetreibende, Eine Welt Aktive und sonstige Filmbegeisterte,

der Globale Filmherbst geht in die vierte Runde. Zum ersten Mal findet der Filmherbst zu einem Themenschwerpunkt statt: Frieden und Sicherheit. Wir möchten hiermit über die Filmauswahl informieren und Sie herzlich zur Teilnahme einladen.

Auch wenn gerade niemand genau weiß, wie die Lage im Herbst sein wird, planen wir optimistisch die Durchführung des Globalen Filmherbstes im Süden und passen uns ggf. den Umständen an. Wegen der coronabedingten Hygienevorschriften möchten wir Sie gerne darauf hinweisen, bei der Auswahl geeigneter Veranstaltungsräume auch große Räume (wie Turnhallen, Kirchen) in Betracht zu ziehen, um die Abstandsregelungen einhalten zu können. Sollte es erforderlich werden, können wir Ihnen auch anbieten, die Veranstaltung digital durchzuführen. Dazu sammeln wir gerade in diesen Wochen viele Erfahrungen.

Wir haben wieder interessante Filme ausgesucht und bieten Kinos, Eine Welt Gruppen und Bildungsschaffenden an, einen dieser Filme im Zeitraum Oktober / November 2020 zu zeigen. Das Besondere ist, dass bei jedem Film der Filmemacher zum Gespräch zur Verfügung steht. Die Filmliste mit weiteren Informationen finden Sie als pdf-Datei anbei. Bitte beachten Sie in der Liste, dass die Filmemacher zum Teil konkrete Termine und Zeitfenster angegeben oder ausgeschlossen haben.

 

Filmauswahl:

Der Tod, die Waffen, das Schweigen – das Oberndorf-Syndrom, Gast: Filmemacher Wolfgang Landgraeber

Arlette: Mut ist ein Muskel, Gast: Filmemacher Florian Hoffmann

Kolumbien – Der lange Weg zum Frieden, Gast: Filmemacher Uli Stelzner

Kabul, City in the Wind, Gast: Filmemacher Aboozar Amini (wird mit Übersetzung begleitet)

Und so geht’s:

Bitte melden Sie unter aussenstelle.stuttgart*@engagement-global.de, welcher Film an welchen Tagen (und Uhrzeit) für Sie in Frage kommt. In der Regel sind es Abendveranstaltungen, eine Matinee ist ebenso möglich. Es können gerne mehrere Termine genannt und diese priorisiert werden, damit wir die Tournee besser planen können.

Deadline für die Rückmeldung: 10. Juli 2020.

Ihre Rückmeldung ist für uns zunächst eine Interessensbekundung, die definitive Zusage bekommen Sie von uns bis zum 24. Juli, nach Rücksprache mit den Filmemachern und der Zusammenstellung der Tourpläne. Bevorzugt werden Veranstaltungen in ländlichen Regionen!

Was die Konditionen betrifft:

Vor Ort können mehrere Gruppen, Vereine, das Kino oder die Kommune die Veranstaltung mitgestalten. Bitte klären Sie, wer vor Ort der Veranstalter sein wird. Wir benötigen dann eine Ansprechperson. Die Veranstalter und Veranstalterinnen vor Ort kümmern sich um den Raum, den Ablauf und die lokale Werbung. Wir möchten anregen, dass vor Ort mehrere Initiativen zusammenfinden, um die Veranstaltung zu gestalten. Neben Film und Filmgespräch sollte es die Gelegenheit geben, Möglichkeiten zum Engagement vorzustellen.

Alle Informationen zum jeweiligen Film sind im Anhang zu finden. Die Leihgebühr übernehmen die Veranstalter vor Ort. Engagement Global übernimmt die Kosten für die Filmemacher. Bitte nennen Sie uns eine passende Unterbringung, möglichst fußläufig zum Bahnhof und zum Veranstaltungsort, die wir dann für die Filmemacher buchen werden.
Für die überregionale Werbung werden die Termine auf verschiedenen Homepages veröffentlicht und ein Template für ein Filmplakat für die Werbung vor Ort erstellt.

 

Fragen
… zu den Filmen – wenn in den Informationen im Anhang nicht anders vermerkt – richten Sie bitte an: Bettina Kocher, info*@ezef.de

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Filmübersicht Globaler Filmherbst 2020

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News Deab News Filmherbst
news-426 Thu, 25 Jun 2020 17:40:00 +0200 Aktion #fairwertsteuer statt Mehrwertsteuer https://www.deab.de/aktuell/detail/fairwertsteuer-statt-mehrwertsteuer/ Weltläden geben den Überschuss der reduzierten Mehrwertsteuer an Partner*innen im Globalen Süden weiter. Die FairHandelsberatung hat dies gemeinsam mit dem Weltladen Dachverband, und dem Forum Fairer Handel in die Wege geleitet. Downloads

Handreichung zur Mehrwertsteuer Absenkung

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News Corona News Deab News Fairer Handel
news-425 Thu, 18 Jun 2020 16:34:26 +0200 PRESSEMITTEILUNG Fatale Folgen der Corona-Krise entlang der globalen Lieferketten: Initiative Lieferkettengesetz fordert von Bundesregierung Taten statt Worte  https://www.deab.de/aktuell/detail/pressemitteilung-fatale-folgen-der-corona-krise-entlang-der-globalen-lieferketten-initiative-lieferkettengesetz-fordert-von-bundesregierung-taten-statt-worte/ Aachen/Berlin, 18.06.2020. Transnationale Unternehmen wälzen die Verluste aus der Corona-Krise auf die schwächsten Glieder in den globalen Lieferketten ab – mit fatalen Folgen für die Beschäftigten im globalen Süden. Das zeigt das aktuelle Briefing der „Initiative Lieferkettengesetz“ am Beispiel des Textilsektors, das heute veröffentlicht wurde. Das zivilgesellschaftliche Bündnis fordert von der Bundesregierung, deutsche Unternehmen noch in dieser Legislaturperiode per Gesetz zur Achtung von Menschenrechts- und Umweltstandards zu verpflichten.

„Die Krise trifft uns in Deutschland schwer. Doch noch viel härter trifft es Menschen am Anfang der Lieferketten, die keine soziale Absicherung haben. Die Bundesregierung darf nicht zulassen, dass deutsche Unternehmen das auch noch befeuern. Statt auf ‚Moral Distancing‘ zu setzen, muss sie jetzt ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag erfüllen und Unternehmen zu verantwortungsvollem Handeln verpflichten!“, fordert Johannes Heeg, Sprecher der Initiative Lieferkettengesetz.

Die Initiative Lieferkettengesetz kritisiert in ihrem Briefing den Umgang zahlreicher deutscher und europäischer Modekonzerne mit ihren Zulieferern in Bangladesch, Pakistan, Kambodscha oder Myanmar: Seit Beginn der Corona-Krise haben die Unternehmen aus dem globalen Norden Bestellungen in Milliardenhöhe storniert und verweigern zum Teil die Zahlung selbst für bereits produzierte Textilien.

„Die rücksichtslose Krisenreaktion einiger Modekonzerne ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern trägt auch zur Verletzung sozialer Menschenrechte bei“, kritisiert Armin Paasch, Referent für Wirtschaft und Menschenrechte bei MISEREOR. „Viele Unternehmen erhalten derzeit zurecht staatliche Hilfen. Doch wer Hilfe vom Staat annimmt, sollte auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Stattdessen versuchen Unternehmensverbände aber, die Corona-Krise zur Verhinderung eines Lieferkettengesetzes zu instrumentalisieren.“

Dr. Miriam Saage-Maaß, Leiterin des Programmbereichs „Wirtschaft und Menschenreche“ des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) in Berlin, betont: „Eine krisenfestere Gestaltung der globalen Lieferketten ist gerade in aller Munde. Die Maßnahmen dürfen sich jedoch nicht auf den Schutz vor Lieferengpässen und die Sicherstellung der Versorgung mit medizinischen Gütern beschränken. Es muss auch für besseren Schutz der Menschenrechte und der Umwelt entlang der Wertschöpfungsketten gesorgt werden.“

Maren Leifker, Referentin für Wirtschaft und Menschenrechte bei Brot für die Welt, kommentiert: „Zur Bewältigung der Corona-Krise ist internationale Solidarität notwendig. Deutschland steht als wirtschaftsstarke Nation jetzt in der Verantwortung, mit einem Lieferkettengesetz zur nachhaltigeren und gerechteren Gestaltung globaler Geschäftsbeziehungen beizutragen.“

MISEREOR, ECCHR und Brot für die Welt gehören zu den 18 Trägerorganisationen der Initiative Lieferkettengesetz. Diese eint 99 zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen sowie Gewerkschaften und kirchliche Akteure. Im September 2019 haben sie sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen und treten gemeinsam dafür ein, deutsche Unternehmen zum Schutz von Menschenrechten und Umweltstandards in ihren globalen Geschäften zu verpflichten.

Weiterführende Informationen:

    Das Briefing „Globale Lieferketten in der Corona-Krise – Menschenrechte auf dem Abstellgleis?“ finden Sie hier: lieferkettengesetz.de/wp-content/uploads/2020/06/Briefing-Juni-2020_Lieferketten-und-Corona_final.pdf

Kontakt:

    Johannes Heeg, Sprecher „Initiative Lieferkettengesetz”: Tel.: 0151-10611346 , E-Mail: presse@lieferkettengesetz.de
    Ralph Allgaier, Pressesprecher MISEREOR: Tel.: 0241-442-529, E-Mail: ralph.allgaier@misereor.de
    Anabel Bermejo, Pressesprecherin ECCHR: Tel.: 030-69819797, E-Mail: presse@ecchr.de
    Renate Vacker, Pressesprecherin Brot für die Welt: Tel.: 0174 302 0158, renate.vacker@brot-fuer-die-welt.de


Die Initiative Lieferkettengesetz wird getragen von:

Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V.

Mehr Informationen unter www.lieferkettengesetz.de.

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News Corona News Deab News Lieferkettengesetz
news-397 Thu, 18 Jun 2020 10:36:00 +0200 Neues Corona-Update für Weltläden https://www.deab.de/aktuell/detail/corona-update-fuer-weltlaeden/ Wie richtig umgehen mit der Corona-Pandemie? Landesspezifische Informationen für Weltladenteams - zusammengestellt von der DEAB-Fairhandelsberatung Die Arbeit von Weltläden steht in dieser Zeit vor besonderen Herausforderungen.
In unseren "CORONA-UPDATES" haben wir wichtige Informationen mit vielen relevanten Details für Weltläden in Baden-Württemberg zusammengetragen.

Themeübersicht:

  • NEU! Mitgliederversammlungen in Zeiten von Corona
  • NEU! Aktuelle, öffentliche Corona-Hilfen
  • NEU! Wie Umgehen mit der MwSt-Senkung?
  • Jetzt neue Mitstreiter*innen gewinnen!
  • Online Präsenz aktuell halten!
  • Unsere Stimme für globale Verantwortung
  • Neue Angebote des Welladen-Dachverband
  • Digitale Kommunikationsmöglichkeiten für Weltladen-Teams
  • Praxisbeispiele aus Baden-Württemberg
  • Antrag auf Kurzarbeitergeld
  • Anspruch auf Kinder-Notbetreuung
  • Angebote der Lieferanten
  • Moralisch unbedenklich? Gedanken und Argumente zu Ladenöffnungen, Anträgen, Widersprüchen,...
  • Hygienemaßnahmen im Weltladen
  • ...

Zu den Corona-Updates für Weltläden

Update No.8 vom 18.Juni 2020

Update No.7 vom 09.Juni 2020

Update No.6 vom 14.Mai 2020

Update No.5 vom 30.April 2020

Update No.4 vom 30.April 2020

Update No.3 vom 23.April 2020

Update No.2 vom 09.April 2020

Update No.1 vom 02.April 2020

Unbedingt, möchten wir Euch und Sie auf die umfangreichen Corona-Seiten des Weltladen Dachverbandes, mit vielen weiteren, nützlichen Hinweisen und Praxis-Tipps, hinweisen:

https://www.weltladen.de/fuer-weltlaeden/

 

Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch diese Zeit!

Die DEAB-Fairhandelsberater*innen

 

 

 

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Publikation Fairer Handel News Corona News Deab News Fairer Handel
news-424 Mon, 08 Jun 2020 17:53:12 +0200 Die Neue Südzeit ist da! https://www.deab.de/aktuell/detail/die-neue-suedzeit-ist-da-4/ Südzeit 85: Gesundheit weltweit 

„Die größte Sorge ist nicht das Virus“, sagt Dr. Gisela Schneider, Difäm, mit Blick auf Afrika. Wie geht es den Menschen in der Corona-Krise weltweit, welche Aspekte beeinflussen die Gesundheit und welche Rolle spielen private Stiftungen? Und warum schreibt der DEAB einen offenen Brief an die Landesregierung Baden-Württemberg? Südzeit gibt Antworten.  

Wie geht es euch? Über die Situation der Partner im Globalen Süden
Afrika: Die größte Sorge ist nicht das Virus
Die heimlichen Macher: Private Stiftungen im Gesundheitswesen
Wir sind gefährdet: Berichte indigener Gemeinschaften 
Medizin allein genügt nicht – wir müssen endlich nachhaltig handeln!
Randnotizen: Gesundheit digital 
Solidarität gefragt: Eine Krise jagt die nächste - wo bleiben dauerhafte Lösungen?

Weitere Themen

Der Faire Handel: Mit Empathie und Kreativität in der Krise
Das Geld ist knapp: Daran sind auch die Studiengebühren schuld!
Asylpolitik: Sea-Watch wird fünf. Ein Resümee
Nur keine Angst: Stephan Bruckmeier im Gespräch
Zutaten für ein Picknick – ganz fair 
Landespolitik: Die Krise trifft nicht alle gleich- offener Brief für mehr globale Solidarität

…. und viele weitere Informationen rund um globale Gerechtigkeit

Lesen Sie Südzeit beim Picknick im Grünen, am Frühstückstisch oder auf dem Sofa. Egal wo: Lassen Sie sich inspirieren und empfehlen Sie uns weiter. 
Sie kennen Südzeit noch nicht? Dann lernen Sie uns kennen! Hier gibt es Informationen: www.suedzeit.de

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News Deab
news-422 Mon, 08 Jun 2020 17:34:52 +0200 Unteilbar: SoGehtSolidarisch - Aufruf https://www.deab.de/aktuell/detail/unteilbar-sogehtsolidarisch-aufruf/ Der DEAB unterstützt mit mehr als 130 zivilgesellschaftlichen Organisationen bundesweit den den Unteilbar Aufruf. "Die Corona-Pandemie trifft uns alle, doch bei weitem nicht alle gleich. Was vorher ungerecht war, wird jetzt noch ungerechter. Umso wichtiger ist es, klar und deutlich für eine soziale, klimagerechte und antirassistische Gesellschaft einzutreten. Denn jetzt wird entschieden, wer die Kosten der globalen Krise trägt, wer danach stärker wird und wer schwächer.

Am Sonntag, den 14. Juni 2020, werden wir in Berlin, Leipzig, Chemnitz, Erfurt und anderen Orten verantwortungsbewusst und mit Rücksicht protestieren. Und auch im Netz zeigen wir: #SoGehtSolidarisch

Unseren Aufruf haben bereits über 130 Organisationen unterzeichnet, darunter: das Deutsche Kinderhilfswerk, Women In Exile, ver.di Berlin-Brandenburg und Sachsen, Medico International, der Deutsche Mieterbund, Fridays for Future Erfurt, der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, Sea Watch und viele andere.

Wir knüpfen ein #unteilbares Band der Solidarität - und das geht nur gemeinsam. Sei dabei!"

Links

Unteilbar: SoGehtSolidarisch Aufruf

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News Deab
news-421 Thu, 28 May 2020 17:43:40 +0200 Vom Rohstoffabbau bis zum Recycling –  Neue Bildungsbroschüre der Handy-Aktion Baden-Württemberg https://www.deab.de/aktuell/detail/vom-rohstoffabbau-bis-zum-recycling-neue-bildungsbroschuere-der-handy-aktion-baden-wuerttemberg/
In einer neuen Broschüre stellt die Handy-Aktion Baden-Württemberg Bildungsangebote und Materialien rund um die Wertschöpfungskette von Smartphones & Co. vor. Die Broschüre richtet sich an interessierte Multiplikator*innen in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit.


Gedruckte Exemplare können per Mail bestellt werden. 

Neben den in der Broschüre zur Verfügung stehenden Bildungsmaterialien und –angeboten entwickelt die Handy-Aktion aktuell digitale Formate und Angebote.

Weitere Informationen zur Handy-Aktion unter www.handy-aktion.de 

Download

Vom Rohstoffabbau bis zum Recycling

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News Deab Dokumentiert News Globales Lernen
news-420 Tue, 26 May 2020 15:32:48 +0200 Zwischenbilanz zum Nationalen Aktionsplan Bildung für Nachhaltige Entwicklung erschienen https://www.deab.de/aktuell/detail/zwischenbilanz-zum-nationalen-aktionsplan-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung/ Knapp zweieinhalb Jahre nach der Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) ist in diesem Monat die erste Zwischenbilanz zu dessen Umsetzungsstand erscheinen. Mit dieser Zwischenbilanz soll aufgezeigt werden, inwieweit es bereits gelungen ist, BNE im deutschen Bildungssystem zu verankern, und wo es noch weiterer Anstrengungen bedarf. 

Die Publikation der Nationalen Plattform Bildung für Nachhaltige Entwicklung beim Bundesministerium für Bildung und Forschung kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.

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News Deab News Future Fashion News Fair macht Schule News Globales Lernen
news-418 Fri, 15 May 2020 16:52:58 +0200 Naturfreunde Global: Solidarisch durch die Krise!  https://www.deab.de/aktuell/detail/naturfreunde-global-solidarisch-durch-die-krise/ Wie das senegalesische Frauennetzwerk „Koom-koomu Njaboot Gi“ die große Last trägt und Verantwortung übernimmt. Peinda Faye, in Rastatt auch bekannt als zivilgesellschaftliche Mitarbeiterin in der Kommunalen Klimapartnerschaft mit Saint-Louis in Senegal und Präsidentin des dortigen Frauennetzwerkes, schreibt zur Corona-Krise:

„Ich sehe, dass das Virus sich immer mehr verbreitet. Die Situation gerät wirklich aus dem Ruder.“ 
NaturFreunde Global ruft die Mitglieder zur Solidarität auf: „Das Coronavirus hält die Welt in Atem. Das öffentliche und wirtschaftliche Leben ist auf ein Minimum reduziert, die Gesundheitssysteme sind gefordert und stoßen in immer mehr Ländern an ihre Grenzen.
Die Coronavirus-Pandemie bringt viel Schmerz und Leid – nicht nur in unserer Umgebung, sondern weltweit. Jetzt gilt es, die Schwächsten in unserer Gesellschaft zu unterstützen, zusammenzuhalten und Solidarität zu beweisen. Diese Solidarität darf nicht an den nationalen Grenzen Halt machen.“ 
Die Frauen des Frauennetzwerks „koom-koomu Njaboot Gi“ in Saint-Louis in Senegal, die uns seit vielen Jahren durch eine enge Zusammenarbeit bekannt sind, konzentrieren ihre Arbeit jetzt darauf, die Familien der Schülerinnen des Ausbildungszentrums und der Kindertagesstätte mit dem Notwendigsten zu versorgen, um sich vor dem Corona Virus zu schützen. 

Am 23. März rief Senegal den Ausnahmezustand aus. Über Italien kommend begann sich das Virus im Land auszubreiten. Im Ausbildungszentrum, das mit Spenden in der Region Saint-Louis gebaut werden konnte, lernen die Mädchen abwechselnd max. 20 am Tag, weil die Krankheit die Schulstunden krass reduziert hat. Hier werden sie auf die Schwere der Krankheit aufmerksam gemacht, damit sie ihrerseits ihre Familien warnen können. 

Die Präsidentin Peinda Faye schreibt uns auf Nachfrage: „Was das Ausbildungszentrums und seine begrenzten Mittel betrifft, fahren wir mit Hilfe eines Mietwagens zu den Familien unserer Schülerinnen und Frauen, um ihnen Desinfektionsmittel (Chlorreiniger, hydroalkoholisches Gel, Seife...) zu übergeben. Wir geben ihnen ebenfalls Schutzhandschuhe und Schutzmasken, aber auch Lebensmittel, da viele Wirtschaftszweige nicht mehr richtig funktionieren (Transport, Handel...). 
Wir machen auch Werbeplakate "Wir werden Covid-19 für immer besiegen" und verteilen sie in der ganzen Stadt, um die Bevölkerung zu sensibilisieren. Es ist äußerst wichtig, dass alle zu Hause bleiben, aber dafür müssen ihnen die Mittel zur Verfügung gestellt werden, weshalb es notwendig ist, alles in die Wege zu leiten und diese Pandemie einzudämmen.“ Dazu sind die Frauen fest entschlossen.

„Das Zentrum bildet auch Multiplikatoren aus, die auf die Bevölkerung zugehen um sie zu informieren und stärker zu sensibilisieren. Wie Sie wissen, haben die Bewohner*innen dieser sehr armen Gegend nicht immer Zugang zu Fernsehen und Informationen. Die Bevölkerung ist daher sehr exponiert und verfügt über keine Möglichkeiten, die Krankheit allein zu bekämpfen. In diesem Sinne will das Zentrum seinen Beitrag zur Sicherung und zum Schutz unserer Frauen, unserer Schülerinnen und unserer Enkelkinder in der Kindertagesstätte leisten.“

Wir, die Mitglieder von „NaturFreunde Global“ verschließen die Augen nicht , auch nicht vor der anwachsend dramatischen Situation in Afrika, einem Kontinent, wo vielerorts medizinische Versorgung und Krankenhäuser ebenso fehlen wie sanitäre Einrichtungen. Seit mehr als 10 Jahren arbeiten wir eng mit dem Frauennetzwerk zusammen.
Wir rufen deshalb zu Spenden auf, damit das senegalesische Frauennetzwerk erfolgreich diese wichtige Arbeit im Kampf gegen das Corona-Virus machen kann.  
 

Jetzt ist die Zeit, zu handeln und Solidarität zu leben!
 

Links

Spendenaufruf von Naturfreunde Global

Die Naturfreunde Global sind Mitglied im Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. 

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News Corona
news-417 Wed, 13 May 2020 12:25:21 +0200 FAIR macht Schule - digitales Angebot https://www.deab.de/aktuell/detail/fair-macht-schule-digitales-angebot/ Ein digitales Gruppenpuzzle rund um Handlungsmöglichkeiten für sozial-ökologischen Wandel Unter dem Titel „FAIR macht Schule!“/„FAIRändere deine Stadt!“ bietet der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) Aktionstage für Schulen und Jugendgruppen an, bei denen sich die Jugendlichen mit Themen rund um nachhaltigen Konsum und Sozial- und Umweltstandards bei Unternehmen und in der kommunalen Beschaffung auseinandersetzen. Angesichts der aktuellen Situation bieten wir eine kürzere Variante der Aktionstage nun auch in digitalem Format an.
Anhand der Methode des Gruppenpuzzles setzen sich die Schüler*innen mit Handlungsdimensionen für globale Gerechtigkeit und Verantwortung in den Wertschöpfungsketten verschiedener Produkte auseinander. Fragestellungen des digitalen Workshops sind: Wie wirkt sich unser Konsum in anderen Teilen der Welt aus? Wer kann etwas verändern? Was können wir individuell tun, was muss sich aber auch in politischen Rahmenbedingungen verändern, um mehr globale Gerechtigkeit zu erreichen? Der Schwerpunkt liegt dabei auch darauf, den Jugendlichen Möglichkeiten zu eröffnen sich aktiv an Prozessen des Wandels beteiligen.                                                                                                                                    
Auf einen Blick                                                                                                                    
Das Angebot richtet sich an Schulklassen und Projektgruppen aller Schularten ab Klasse 9/10 sowie an Jugendgruppen in Baden-Württemberg. 

Vorbereitung: 
    • Vorbereitungsgespräch mit den Referent*innen und der Lehrkraft
    • Schüler*innen lesen zur Vorbereitung Texte und schauen einen kurzen Film (Materialien werden zur Verfügung    gestellt)
    • Lehrkraft teilt vorab Kleingruppen für das Gruppenpuzzle ein
      
Workshop:
    • Dauer: min. eine Doppelstunde (90 Minuten)
    • Voraussetzung: Schüler*innen dürfen ein Videokonferenztool nutzen, das auch Kleingruppenarbeit ermöglicht (z.B. ZOOM oder Microsoft Teams) und haben Zugang zu internetfähigem Computer/Tablet

Kontakt für Anfragen:
Mirjam Hitzelberger, mirjam.hitzelberger*@deab.de

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News Fair macht Schule News Globales Lernen
news-416 Tue, 12 May 2020 09:14:03 +0200 Offener Brief an die Landesregierung: Studiengebühren treffen internationale Studierende besonders hart https://www.deab.de/aktuell/detail/offener-brief-an-die-landesregierung-studiengebuehren-treffen-internationale-studierende-besonders-hart/ Der DEAB hat gemeinsam mit Bündnispartnern einen Offenen Brief an die Landesregierung verfasst, um auf die Notlage von Nicht-EU-Studierenden in Zeiten von Corona hinzuweisen und geeignete Hilfsmaßnahmen vorzuschlagen, darunter die Aussetzung der Studiengebühren von 1500 Euro pro Semester. Der Brief im Wortlaut findet sich hier.  Die Antwort des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst auf den Brief finden Sie hier. Ein Brief an die Kanzler*innen aller baden-württembergischer Hochschulen erhält darüber hinaus die Information, dass Hochschulen Studierende in Härtefällen und auf Antrag von den Studiengebühren befreien können. Eine zentrale Regelung vonseiten des Ministeriums gibt es demnach nicht, was wir sehr bedauerlich finden.

Links

Offener Brief 

Antwort Sozialministerium

 

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News Deab News Landespolitik
news-415 Thu, 07 May 2020 14:12:19 +0200 Kampagnenvideo der Initiative Lieferkettengesetz online https://www.deab.de/aktuell/detail/kampagnenvideo-der-initiative-lieferkettengesetz-online/ Das lang ersehnte Kampagnenvideo zur Initiative Lieferkettengesetz ist nun endlich online. In 3 1/2 Minuten wird klar und deutlich gemacht warum es in Deutschland ein Lieferkettengesetz geben muss.

Link:

Hier ist das Video zu finden. 

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News Deab News Lieferkettengesetz
news-414 Thu, 07 May 2020 11:25:42 +0200 Offener Brief an die Landesregierung: "Globale Solidarität - Wege zu einer neuen Normalität" https://www.deab.de/aktuell/detail/offener-brief-an-die-landesregierung-globale-solidaritaet-wege-zu-einer-neuen-normalitaet/ In einem offenen Brief wendet sich der DEAB an Mandatsträger*innen im Landtag und in den Kommunen in Baden-Württemberg:

Die Krise trifft uns alle, aber nicht alle gleich.

Die Pandemie wirft ein grelles Licht auf bestehende Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten, in unserer eigenen Gesellschaft, aber noch viel mehr global betrachtet: Wer arm ist, auf zu engem Raum wohnt, von prekären Arbeitsverhältnissen lebt, keinen Zugang zu einem funktionierenden Gesundheitssystem hat usw.,den trifft die Krise mit ungebremster Wucht. Wo der Klimawandel die Lebensgrundlagen zerstört, Raubbau an der Natur unseren ressourcenintensiven Lebensstil nährt, Regierungen ihrer Verantwortung nicht gerecht werden, Menschenrechte nicht beachtet werden, dort ist man dem Virus bzw. den negativen Folgen der Schutzmaßnahmen noch viel mehr ausgeliefert.

Globale Solidarität

Wir beobachten in dieser Krise jedoch auch eine wachsende Solidarität, ein bewusstes Hinschauen, wo Menschen besonders betroffen sind. Kreative Formen der Unterstützung sind gefragt und beflügeln viele Menschen – in Nachbarschaften, Kommunen, Pflegeheimen, Wirtschaftsbetrieben, Kultureinrichtungen,Vereinen, Schulen usw. - weltweit! Auch zahlreiche Initiativen in denArbeitsbereichen Eine Welt und Nachhaltigkeit suchen über alle Grenzen hinweg Mittel und Wege, ihren Partnern in Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas in dieser Krise solidarische Unterstützung zukommen zu lassen. Durch langjährige Zusammenarbeit und persönliche Beziehungen erfahren sie schnell, was gebraucht wird, was zu tun ist, und mobilisieren Unterstützung.

Links

Hier geht es zum vollständigen Offenen Brief:

"Globale Solidarität - Wege zu einer neuen Normalität" 

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News Corona News Deab News Landespolitik
news-413 Wed, 06 May 2020 15:03:46 +0200 Pressemitteilung: "Eine Regulierung ohne Sanktionen ist keine Regulierung" https://www.deab.de/aktuell/detail/pressemitteilung-eine-regulierung-ohne-sanktionen-ist-keine-regulierung/ EU-Kommissar Reynders kündigt einen Entwurf für ein EU-Lieferkettengesetz an. Berlin, 30.04.2020: Anlässlich der Ankündigung von EU-Justizkommissar Didier Reynders, 2021 einen Gesetzesentwurf für ein europäisches Lieferkettengesetz vorlegen zu wollen, kommentiert Johanna Kusch, Sprecherin der „Initiative Lieferkettengesetz“:

„Die Ankündigung ist ein starkes Zeichen, dass verbindliche Regeln, die Unternehmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards verpflichten, das Gebot der Stunde sind. Gerade die Corona-Krise führt uns die Notwendigkeit vor Augen, Lieferbeziehungen verantwortungsbewusst und resilient zu gestalteten. Die Bundesregierung muss jetzt mit einem eigenen Beschluss für ein deutsches Lieferkettengesetz Farbe bekennen und im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft den Prozess zu einer europaweiten Regelung voranbringen.“

Hintergrund:

In einem Online-Seminar des Europäischen Parlaments hatte EU-Justizkommissar Didier Reynders am 29.04.2020 eine neue Studie der EU-Kommission vorgestellt, die die Notwendigkeit verbindlicher Regeln für Unternehmen unterstreicht. In diesem Zusammenhang kündigte Reynders für 2021 einen Gesetzesentwurf für ein Lieferkettengesetz auf europäischer Ebene an. Dieses solle Unternehmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards in ihren Wertschöpfungsketten verpflichten und öffentlich-rechtliche Sanktionen ebenso wie Klagemöglichkeiten für Betroffene vorsehen. „Eine Regulierung ohne Sanktionen ist keine Regulierung“, so Reynders. Das Gesetz müsse Teil des Green Deal der Europäischen Union und leitend für den Wideraufbau der Wirtschaft nach der Corona-Krise sein. Seitens der Bundesregierung sicherten in der Online-Konferenz Vertreter*innen des Entwicklungs- und Arbeitsministeriums ihre Unterstützung für den Prozess zu. Mit einem ambitionierten Lieferkettengesetz in Deutschland, über das laut Koalitionsvertrag in diesem Jahr entschieden werden soll, würde die Bundesregierung die Debatte um Standards auf europäischer Ebene entscheidend prägen und die Basis für eine Vorreiterrolle hiesiger Unternehmen bereiten.   

Kontakt:

Johanna Kusch, Sprecherin „Initiative Lieferkettengesetz”: Tel.: 030-2888 3565 , E-Mail: presse@lieferkettengesetz.de  

Die Initiative Lieferkettengesetz:

Die Initiative Lieferkettengesetz eint aktuell 94 zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen sowie Gewerkschaften und kirchliche Akteure, die sich für ein Lieferkettengesetz in Deutschland einsetzen. Sie wird getragen von:

Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V. 

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news-412 Mon, 04 May 2020 17:55:00 +0200 Ndwenga e.V.: Ein Hilferuf aus Kinshasa https://www.deab.de/aktuell/detail/ndwenga-ev-ein-hilferuf-aus-kinshasa/ Jetzt, da leichte Lockerungsmaßnahmen in Deutschland stattfinden, werden erst die Auswirkungen der Coronakrise in Afrika sichtbar. Die meisten Krankheitsfälle in der demokratischen Republik Kongo konnten bei Menschen, die sich in Asien oder in Europa aufgehalten hatten, zurückverfolgt werden. Am 17.  April 2020 zählte man zum Beispiel 307 Infizierte, 25 Tote und 26 geheilte. Das Land am Äquator zählt, wie die Bundesrepublik Deutschland ca. 82 Millionen Einwohner und ist mit 2.344.858 km²  ungefähr 6 Mal größer als die BRD.

Der Staat ist aber nicht so reich wie Deutschland und auch nicht so gut organisiert. So ist die Situation in dieser Zeit der Kontaktsperre besonders schwer für die Menschen, die zu Hause bleiben müssen und kein Einkommen haben. Wie die Lehrenden und Mitarbeiter der Ndwenga Schule in Kinshasa zum Beispiel.

Es ist üblich in der DR Kongo Schulgeld für die Bildung der Kinder zu zahlen, so auch an der Ndwenga Schule. Mit diesem Geld werden alle Ausgaben der Schule bestritten, die Instandhaltungskosten sowie die Gehälter der Lehrerschaft und der weiteren Mitarbeiter (Hausmeister, etc.) 

Da die Schule geschlossen ist, wird kein Schulgeld bezahlt und dadurch bekommen die Mitarbeiter keine Gehälter und haben kein Geld für den Monat. Da viele Menschen von der Hand in den Mund leben, haben die wenigsten Familien Ersparnisse, auf die sie in der Zeit der Krise zurückgreifen könnten.

So erreichte den Fellbacher Verein Ndwenga e.V. ein Hilferuf aus Kinshasa. Der Koordinator der ONEP (Organisme Ndwenga pour l´Éducation et le développement intégral de la population) Jean Claude Mpembele, der 2017 als Mitglied einer Delegation aus Kinshasa, Fellbach besuchte, rief die Geschäftsstelle von Ndwenga e,V.  in Fellbach an, schilderte die schwierige Situation des Schulpersonals und bat um Unterstützung.

Eine außerordentliche Vorstandssitzung fand Mitte April 2020 statt. Außerordentlich war diese Sitzung aus 2 Gründen. Einmal, weil sie kaum eine Woche nach der ordentlichen Sitzung stattfand und weil sie auf Grund der Kontakteinschränkungen zum ersten Mal als Videokonferenz via Whatsapp abgehalten wurde. Hauptthema dieser Besprechung war die Anfrage aus Kinshasa und das weitere Vorgehen in der Zeit von Corona.

Die Summe aller Gehälter für die knapp 50 Angestellte der Schule) beträgt 9.500,00 US $ im Monat und so entschied sich der Vorstand nachdem die Vorstandsmitglieder diskutiert hatten, die Hälfte dieser Summe als eine einmalige und außergewöhnliche Unterstützung nach Kinshasa zu schicken. Eine Auslandsüberweisung wurde bei der Bank am Württemberg in Auftrag gegeben. Wir rechnen mit der Dauer von einer Woche, bis das Geld vor Ort sein wird und den Menschen in ihren täglichen Ausgaben helfen kann.

Ein weiteres Thema des Videogesprächs war der Umgang mit den geplanten Veranstaltungen. Ndwenga e.V. plante für den 25. 06.2020 im Nachgang der Fiesta (die bereits abgesagt wurde) die 4. Fellbacher Friedenskonferenz, die sich um das Thema Sport und seinen Beitrag zum Frieden drehen sollte. Am 25.07.2020 plante Ndwenga e.V. ein Freundschaftsfußballturnier für das sich bereits 4 Mannschaften angemeldet hatten und unter der Schirmherrschaft von Timo Hildebrand und der Unterstützung des Amts für Teilhabe und das Forum der Kulturen Stuttgart auf dem Max-Graser-Stadion in Fellbach stattfinden sollte. Nun wird in Absprache mit der Stadt Fellbach überlegt, ob diese Veranstaltungen überhaupt stattfinden können.

Trotz dieser außerordentlichen Ausgabe hofft Ndwenga e.V., seine restlichen Vorhaben noch durchführen zu können. Aber diese Unterstützung war einfach wichtig für das Überleben unserer Mitarbeiter/Partner vor Ort.

Auch in Deutschland beteiligt sich Ndwenga e.V. an einem sozialen Projekt  und unterstützt  zusammen mit der Initiative "Kulturen_unterwegs" die Produktion von Gesichtsmasken. 

Ndwenga e.V. ist Mitglied im Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. 

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News Corona
news-411 Thu, 30 Apr 2020 14:24:46 +0200 AMICA: „Ich kann nicht mehr atmen“ - Frauenrechte im Libanon zwischen Wirtschaftskollaps, Gewalt und Gesundheitskrise https://www.deab.de/aktuell/detail/amica-ich-kann-nicht-mehr-atmen-frauenrechte-im-libanon-zwischen-wirtschaftskollaps-gewalt-und-gesundheitskrise/ Vor der Corona-Krise konnte Salma* ihrem gewalttätigen Vater zumindest ein paar Stunden pro Tag entkommen, wenn sie zur Arbeit ging, „um auf andere Gedanken zu kommen und ein bisschen zu atmen.“ Seit der Ausgangssperre, sagt sie, „kann ich nicht mehr atmen.“ Viele Frauen haben derzeit keinen Ausweg aus dem Teufelskreis der häuslichen Gewalt. Im Schatten der Pandemie steigt deren Zahl, weltweit. Auch im Libanon. Seit Anfang März ist das Not-Telefon unserer libanesischen Partnerorganisation im Dauereinsatz. AMICA arbeitet mit einer Frauenorganisation in der Bekaa-Ebene, nahe der syrischen Grenze zusammen. In einem psychosozialen Beratungszentrum werden Syrerinnen und Libanesinnen unterstützt, die von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind. 


Corona im Libanon: Eine Krise neben vielen anderen


Die Gesundheitskrise trifft die ganze Welt. Doch in einem Land wie dem Libanon, das ohnehin von Krisen gebeutelt ist, trifft sie die Menschen besonders hart. Das Land erlebt seit Jahren das Zusammenspiel von Wirtschafts- Finanz- und Staatskrise. Die seit letzten Herbst anhaltenden Proteste gegen Korruption und Staatsversagen wurden durch die Corona-Epidemie jäh unterbrochen. Obwohl die libanesische Regierung auf COVID19 vergleichsweise rasch mit strikten Ausgangssperren reagierte und die offiziellen Fallzahlen derzeit noch vergleichsweise niedrig sind, hätte die weitere Ausbreitung des Virus verheerende Folgen: Wirtschaftlich ist das Land schon jetzt bankrott, das Gesundheitssystem marode.


Begründete Ängste in den informellen Geflüchteten-Camps


In den informellen Siedlungen der Bekaa-Ebene, wo hunderttausende Menschen aus Syrien vor dem Krieg Schutz suchen, ist die Situation besonders schlimm. Aktuell gibt es zu möglichen Infektionen keine verlässliche Auskunft. Auf engstem Raum leben die Menschen hier, Abstand und überlebenswichtige Hygienemaßnahmen lassen sich in den Camps ohne sanitäre Anlagen nicht einmal im Ansatz umsetzen. Erschwerend kommt hinzu, dass es sich um informelle Siedlungen handelt, für die weder flächendeckende humanitäre Hilfe noch koordinierte Präventionsmaßnahmen zur Verfügung stehen. NGOs, die Hygieneartikel und medizinische Ausrüstung verteilen wollen, brauchen vorab eine Genehmigung von der örtlichen Polizei, damit sie sich in den Camps überhaupt bewegen können, berichten unsere Partnerinnen. 


Erprobt im Umgang mit Krisen: Die Arbeit unserer Partnerinnen zwischen Corona-Epidemie und häuslicher Gewalt 


Auch unsere Partnerinnen sind von den Ausgangssperren betroffen. Doch sie tun alles dafür, die nun dringender denn je benötigte Unterstützung für gewaltbetroffene Frauen aufrecht zu halten und auch jene Frauen zu erreichen, die in den informellen Siedlungen der Bekaa-Ebene leben. Sie bieten psychologische und rechtliche Beratungsgespräche über Telefon, Video und die sozialen Medien an. „Im März haben wir einen deutlichen Anstieg der Kontaktaufnahme von Frauen über die sozialen Medien bemerkt. Es scheint der einfachere Zugang für Frauen während der Ausgangssperre zu sein als von zu Hause aus telefonisch bei uns um Hilfe zu bitten. Wir arbeiten verstärkt daran, die Kommunikationskanäle und Beratungsangebote über die sozialen Netzwerke auszubauen.“ Unsere Partnerorganisation berichtet, dass viele Frauen verunsichert sind und depressiver wirken als zuvor. Und sie verzeichnen einen deutlichen Anstieg der Hilfe-Gesuche von Frauen, die zum ersten Mal mit der Organisation Kontakt aufnehmen. Über sog. „Focal Points“ in den informellen Siedlungen halten unsere Partnerinnen zudem regelmäßig Kontakt mit einem Netzwerk von NGOs und internationalen Organisationen. Auf diesem Weg erfahren sie von Frauen, die Unterstützung benötigen und kontaktieren die Betroffenen in den ansonsten isolierten Camps. Landesweit sind sie zudem mit einer Kampagne zur Gesundheitsaufklärung aktiv und verteilen Flyer in Apotheken, Arztpraxen und in den Camps. Dabei geht es auch um Aufklärung über die Folgen der Corona-Krise für Frauen. Es müsse darum gehen, den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen und die verletzlichsten Gruppen der Gesellschaft zu schützen, gerade jetzt, so unsere Partnerinnen. 


Die Pandemie hat im Libanon eine Zeit lang die anderen Krisen überdeckt, aber nicht abgelöst. Seit einigen Tagen werden die Proteste gegen die Regierung in mehreren Städten des Landes wieder aufgenommen, trotz Corona. Neben Kritik an Korruption und Bankenkrise werden dabei, wie schon bei den Protesten im Oktober 2019, Stimmen zum desolaten Gesundheitswesen und zur Frauenrechtssituationen zu hören sein.  

*Name geändert

Artikel von Hannah Riede, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei AMICA e.V

AMICA -  für Frauen und Mädchen in Krisengebieten

AMICA e.V. ist eine Frauenrechtsorganisation, die sich für von Gewalt betroffene Frauen einsetzt. AMICA e.V. arbeitet mit Projektpartnerinnen vor Ort zusammen und unterstützt diese im Aufbau eigenständiger nachhaltiger Strukturen. 

AMICA e.V. ist Mitglied im Dachverband Entwicklungspolitk Baden-Württemberg e.V.

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News Corona News Deab
news-410 Thu, 30 Apr 2020 14:03:05 +0200 Anlässslich des 1. Mai: Broschüre Arbeitskreis Solidarität mit Brasilianischen Gewerkschaften https://www.deab.de/aktuell/detail/anlaessslich-des-1-mai-broschuere-arbeitskreis-solidaritaet-mit-brasilianischen-gewerkschaften/ Der Arbeitskreis Solidarität mit Brasilianischen Gewerkschaften ist Mitglied des Eine Welt Forum Mannheim. Er hat informative Artikel über die aktuelle Arbeit von Gewerkschaften in Brasilien in einer Broschüre gebündelt. In dieser Broschüre wird nicht nur von den erschwerten Bedingungen in Anbetracht der Corona Krise berichtet. Auch politische und ökonomische Entwicklungen außerhalb der Coronakrise werden aufbereitet. Die Broschüre bietet Einblicke in die solidarische Zusammenrbeit von Gewerkschaftler*innen in Deutschland und Brasilien. Wir veröffentlichen diese Broschüre hier mit Hinblick auf den bevorstehenden Arbeiter*innenkamptag am ersten Mai. Allen Streikenden wünschen wir einen solidarischen und erfolgreichen ersten Mai. 

Downloads

Broschüre des AK Solidarität mit Brasilianischen Gewerkschaften

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News Corona News Lieferkettengesetz
news-409 Wed, 29 Apr 2020 15:56:43 +0200 Oikocredit: "Covid 19 in Indien- ein Subkontinent steht still" https://www.deab.de/aktuell/detail/oikocredit-covid-19-in-indien-ein-subkontinent-steht-still/ Sarah Gekeler aus dem Oikocredit Förderkreis Baden-Württemberg Vorstand berichtet über die Situation in Indien. Mit Indien bin ich eng verbunden – persönlich und beruflich. Gemeinsam mit meinem Mann leite ich ein gemeinnütziges deutsch-indisches Unternehmen, das im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit junge Entrepreneure berät. Daher bekomme ich auch die aktuellen Corona-Entwicklungen in Indien hautnah mit.

Als Mitglied im ehrenamtlichen Vorstand des Oikocredit Förderkreises Baden-Württemberg schaue ich nochmals aufmerksamer auf die aktuellen Entwicklungen von Covid-19 in Ländern des Globalen Südens. Mit fast 175 Mio. Euro – etwa 16% der gesamten Anlagegelder - hat Oikocredit in Indien das meiste Geld investiert. Dort hat sich das wirtschaftliche Leben in den letzten Wochen extrem verändert.

Ein Land wird heruntergefahren

Als ich Mitte März mit einem der letzten regulären Flüge von Kalkutta nach Deutschland kam, war in Indien noch „business as usual“. Nur wenige Tage später verhängte die indische Regierung eine landesweite Ausgangssperre.  Die Inder*innen sollten ihre Wohnungen nicht mehr verlassen. Seither steht der Subkontinent mit rund 1,4 Milliarden Menschen – was einem Fünftel der Weltbevölkerung entspricht – still. Trotz vergleichsweise geringer Infektionsraten war dieser drastische Schritt wichtig. Das indische Gesundheitssystem wäre einer exponentiellen Infektionsrate einfach nicht gewachsen, denn nur 1% Infizierte entsprechen schon fast 14 Millionen Menschen.

Oikocredit stützt kleinbäuerliche Landwirtschaft in Indien. Solarbetriebene Bewässerungsanlagen werden immer wichtiger.

Durch den Shutdown der Wirtschaft, die überwiegend informell organisiert ist, verloren jedoch Millionen von Menschen ihre Einkommensquelle und somit das Geld für ihr täglich Brot und ihre Miete. Wanderarbeiter*innen, die aus den großen Städten zurück in ihre Heimatdörfer wollten, hatten zum Beispiel ein Problem. Züge fuhren nicht mehr, an den Busbahnhöfen drängten sich Menschenmassen. Soziale Abstandsregeln? Fehlanzeige. Auch mache ich mir Sorgen darum, wie es um die besonders Schutzbedürftigen bestellt sein wird: Menschen, die auf der Straße leben, Kinder, deren einzige Mahlzeit das Schulessen ist, Kleinbäuer*innen, denen das Geld fehlt, um Ende April die neue landwirtschaftliche Saison zu beginnen.

Lösungsansätze im Kleinen

Unterstützung tut not. Durch unsere Arbeit können mein Mann und ich gezielt und lokal helfen. Mit dem Deutschen Generalkonsulat in Kalkutta haben wir beispielsweise eine „Community Kitchen“, also eine Art Gemeinschaftsküche, zur Versorgung der ländlichen Bevölkerung ins Leben gerufen. Anderswo nähen Kleinbäuerinnen, mit denen wir eng zusammenarbeiten, wiederverwendbare Atemmasken und verteilen Desinfektionsmittel. Auch Oikocredit ist nicht untätig. So hat Maanaveeya, die indische Oikocredit Tochter, zwei Millionen Indische Rupien (ca. 24.000 Euro) an einen regionalen Corona-Hilfsfonds gespendet, der Maßnahmen gegen die Virusausbreitung finanziert. Diese kommen vor allem auch einkommensschwachen Familien zu Gute.

All das ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, doch er gibt mir Hoffnung, dass man in jeder Situation anderen Menschen helfen kann. Es ist klar, dass viele Menschen in Indien auch künftig Unterstützung benötigen werden, um die wirtschaftlichen Folgen der Ausgangssperre zu bewältigen. Hier bedarf es langfristiger Unterstützung, die nachhaltige, wirtschaftliche Perspektiven schafft. Das macht Oikocredit seit seiner Gründung und wird auch in Indien sicher ein wichtiger Partner für viele Unternehmen sein.

Bericht von Sarah Gekeler von Oikocredit. 

Erstmals erschienen als Blogpost auf Oikocredit.

Link 

Originaler Post auf Oikocredit

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News Corona
news-408 Fri, 24 Apr 2020 12:53:10 +0200 Weltsichten Interview: Covid-19 in Afrika "Es wird kein zweites Italien geben" https://www.deab.de/aktuell/detail/weltsichten-interview-covid-19-in-afrika-es-wird-kein-zweites-italien-geben/ Das folgende Interview mit Dr. Gisela Schneider von unserem Mitglied DiFÄM erschien erstmals online auf welt-sichten.org, dem Magazin für globale Entwicklung und Ökumenische Zusammenarbeit. 

Das Interview führte Sebastian Drescher.

Afrika ist bislang noch nicht so stark von der Corona-Pandemie betroffen wie Europa oder die USA. Woran liegt das?

Viele afrikanische Länder haben sehr früh reagiert. Sie haben Schulen und Universitäten geschlossen und den Flugverkehr eingeschränkt. In Sierra Leone hat die Regierung bereits ab Ende Januar alle Einreisenden aus China für zwei Wochen in Quarantäne geschickt. Das hat offenbar dazu beigetragen, dass das Land hat bis heute keinen einzigen Corona-Fall gemeldet hat. Man kann hoffen, dass diese Maßnahmen die Ausbreitung etwas verlangsamen.  

Die Zahl der Infizierten ist jüngst aber auch in vielen afrikanischen Ländern angestiegen. Erwarten Sie einen ähnlichen Verlauf wie in Europa? 

Es ist davon auszugehen, dass sich das Virus ausbreitet. Aber es wird sich anders auswirken als in Europa, weil die Bevölkerung in Afrika jünger ist. Rund 50 Prozent der Afrikaner sind unter 25, nur rund sechs Prozent sind über 65 Jahre alt. Die Risikogruppe der älteren Menschen ist im Verhältnis viel kleiner. Und die Älteren leben nicht wie bei uns Zimmer an Zimmer in Seniorenheimen, sondern meist in ihrem familiären Umfeld, das sie auch schützen kann. Ich glaube deshalb, dass es in Afrika kein zweites Italien geben wird.

Sind die Maßnahmen, die jetzt in Europa zur Eindämmung des Virus verordnet werden, auch für afrikanische Länder sinnvoll?

 Social distancing ist schwierig. In den Slums in Nairobi oder Lagos leben die Menschen eng zusammen. Da funktioniert das mit den zwei Meter Abstand halten nicht. Das Wichtigste ist, dass sich die Menschen die Hände waschen können. Man kann Handwaschanlagen bereitstellen oder Brunnen bohren, um die Wasserversorgung zu verbessern. Damit hat man schon viel gewonnen.

Können Infizierte, die schwer an Covid 19 erkranken, überhaupt versorgt werden?

Solange keine Beatmung nötig ist, können Patienten teilweise mit Sauerstoff versorgt werden. Das Problem ist, dass es nur in ganz wenigen Kliniken Beatmungsgeräte gibt. Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf können also nicht wie in Europa zwei Wochen lang beatmet werden, bis eine Lungenentzündung ausgeheilt ist. Es werden Menschen sterben, auch Jüngere. Aber in Afrika ist das leider Alltag. Dort sterben viele Menschen in mittlerem Alter weil sie nach einem akuten Nierenversagen keine Dialyse bekommen oder weil kaum eine Klinik einen Herzinfarkt behandeln kann. Man sollte sich deshalb nicht nur auf den Kampf gegen das Coronavirus konzentrieren, sondern das gesamte Gesundheitssystem stärken. Sonst machen wir die gleichen Fehler wie zuvor bei anderen Epidemien auch.  

Der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, warnt, Afrika müsse sich wegen Corona auf das Schlimmste einstellen. Diese Einschätzung teilen Sie also nicht?

Natürlich muss sich der Kontinent auf die Pandemie einstellen. Aber die Menschen haben schon so viel erlebt und bewältigt: die Ausbreitung von HIV in den 1990ern, später die Ebola-Epidemie in Westafrika. Sie haben die Fähigkeit entwickelt, auch mit solchen schweren Krisen umzugehen. Das müssen wir gerade erst lernen.

Was können wir in Europa denn von den Afrikanern im Umgang mit solchen Seuchen lernen?

Als das hier alles vor einigen Tagen richtig losging, hat man eine starke Panikreaktion erlebt, die sich zum Beispiel in egoistischen Hamsterkäufen gezeigt hat. Als ich vor einigen Jahren während der Ebola-Krise in Westafrika war, wurden komplette Dörfer unter Quarantäne gestellt. Da haben sich die Menschen gegenseitig geholfen und füreinander gekocht. Auch die Spiritualität ist dort eine große Ressource, aus der viele Hoffnung schöpfen.  

Wie reagieren Ihre afrikanischen Partnerorganisationen auf die Krise?

Unsere Partner aus Liberia und der Demokratischen Republik Kongo haben uns geschrieben, dass sie wissen, was wir gerade durchmachen, und dass sie an uns denken. Mit Blick auf ihre eigene Lage  reagieren sie eher besonnen. Viele sagen, wir haben Ebola überstanden, jetzt überstehen wir auch Corona, bei dem die Sterblichkeit ja viel geringer ist als bei Ebola. Unsere Partner machen sich aber  Sorgen über die Versorgung mit Medikamenten.

Warum das? 

Die Reisebeschränkungen und vor allem die Einstellung des Flugverkehrs sind ein großes Problem. Ein Großteil der Medikamente für den afrikanischen Markt kommt aus China und Indien. Diese Versorgung ist jetzt gefährdet. Selbst während der Ebola-Epidemie 2014 wurde der Flugverkehr nach Liberia nicht komplett eingeschränkt, weil sonst keine Helfer oder Medikamente ins Land gekommen wären. Man muss sich sehr gut überlegen, welche Maßnahmen sinnvoll sind und wie lange man sie aufrecht halten kann. Sonst werden in Afrika viel mehr Menschen an den Kollateralschäden der Krise sterben als an dem Virus selbst.

 

„welt-sichten“ wird herausgegeben vom Verein zur Förderung der entwicklungspolitischen Publizistik e.V. (VFEP). Diesen Verein haben protestantische und katholische Entwicklungswerke aus Deutschland und der Schweiz im Jahr 2003 gegründet, um gemeinsam das entwicklungspolitische Bewusstsein zu fördern. Das geschieht vor allem mit einer unabhängigen Zeitschrift sowie mit weiteren Publikationen und Bildungsveranstaltungen.

welt-sichten hilft, die Zusammenhänge besser zu verstehen – ob gedruckt als Zeitschrift oder online mit der Internetseite www.welt-sichten.org. Das Themenspektrum reicht von Weltwirtschaft und Entwicklungspolitik über Klimawandel und Umweltschutz bis zu Friedensfragen und der Rolle von Religionen. Autorinnen und Autoren aus aller Welt kommen zu Wort, in Streitgesprächen und Kommentaren greift das Magazin kontroverse Debatten auf.

 

Das Deutsche Institut für Ärztliche Mission e.V. (Difäm) ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit über 100 Jahren für Gesundheit in der Einen Welt einsetzt. 

Als Organisation für weltweite christliche Gesundheitsarbeit stärkt Difäm Gesundheitsdienste durch die Zusammenarbeit mit Partnern in Kirchen, Gesundheitseinrichtungen und Nichtregierungs-Organisationen. Difäm ist Mitglied im Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) e.V.

Links

Originales Interview

Mehr Berichte zu den Auswirkungen der Pandemie in verschiedenen Ländern finden Sie in dem Corona-Dossier von welt-sichten

 

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news-405 Tue, 21 Apr 2020 13:35:00 +0200 Digitale Stadtrundgänge - Future Fashion on Tour https://www.deab.de/aktuell/detail/digitale-stadtrundgaenge-future-fashion-on-tour/ Wo kann ich stylische öko-faire Klamotten kaufen? Welchen Textilsiegeln kann ich wirklich trauen? Und was kann ich mit meiner Kleidung machen, die ich nicht mehr trage? Diese und andere Fragen werden auf den Stadtrundgängen des Projekts Future Fashion in Stuttgart und Ulm beantwortet. Ab sofort gibt es die Stadtrundgänge auch in einer digitalen Version, mit der man auch von zuhause aus auf den Spuren Fairer Mode in Ulm und Stuttgart wandeln kann. Verschiedene Video- und Audiodateien erklären anschaulich Hintergründe zur globalen Modeproduktion und zeigen vor Ort Alternativen zu Fast Fashion auf. 

Hier geht es zum digitalen Stadtrundgang für Stuttgart und Ulm

Auch in Tübingen gibt es mit dem Actionbound "Der Mode auf der Spur" bereits ein digitales, pädagogisches Angebot. In einer digitalen Schnitzeljagd erfahren Teilnehmer*innen mehr über die textile Lieferkette, die Situation der Arbeiter*innen in den Produktionsländern und lernen lokale Initiativen und Geschäfte kennen, die versuchen einen anderen Weg zu gehen. Weitere Informationen gibt es beim Entwicklungspädagogischen Informationszentrum Reutlingen (EPiZ).

 

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news-401 Wed, 15 Apr 2020 16:46:56 +0200 Zeit der Solidarität - auch nach Corona, Aufruf der agl e.V. https://www.deab.de/aktuell/detail/zeit-der-solidaritaet-auch-nach-corona-aufruf-der-agl-ev/ Die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland hat in einem Aufruf an Politiker*innen in Bund, Ländern und Kommunen appelliert, sich für globale Solidarität und die Unterstützung von Eine Welt-Initiativen einzusetzen.

„Die Corona-Krise ist auch eine Zeit der Solidarität und jetzt ist der Moment, in dem der Einsatz dafür wichtig ist, damit das auch in Post-Corona-Zeiten so bleibt“, sagte Udo Schlüter, agl-Vorstandsvorsitzender.

Dabei geht es um ein Engagement auf unterschiedlichen Ebenen, das von globaler Entwicklungspolitik über die Hilfe für Geflüchtete und nachhaltigem Wiederaufbau bis zu bürgerschaftlichem Engagement in den Kiezen und Bildungsprojekten des Globalen Lernens reicht, so Simon Ramirez-Voltaire von der agl-Geschäftsführung.

In ihrem Schreiben plädiert die agl für die Stärkung globaler Solidarität und Klimaschutz auch in Post-Corona-Zeiten und führt aus, warum Eine Welt-Initiativen bei der Bewältigung der Corona-Krise unverzichtbar sind. Sie benennt sieben aktuell wichtige Bereiche: Die Stärkung der Entwicklungspolitik von Staat und Zivilgesellschaft, die Fortführung von Projekten in Ländern des Südens auch unter erschwerten Bedingungen, sofortige Hilfe für Geflüchtete und Evakuierung der griechischen Lager, Stärkung entwicklungspolitischer Bildungsarbeit und des Globalen Lernens für das globale Engagement von Bürger*innen, sozial-ökologischer Wiederaufbau, Zugang zu Wirtschaftshilfen für entwicklungspolitische Vereine und Weltläden, administrative Flexibilität bei geförderten Projekten angesichts der Krisensituation.

Links:

Das Schreiben finden sie hier

Zeit der Solidarität - auch nach Corona

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news-400 Wed, 15 Apr 2020 15:00:02 +0200 Moria - Die Corona Eindämmung darf nicht auf dem Rücken von fliehenden Menschen ausgetragen werden https://www.deab.de/aktuell/detail/moria-die-corona-eindaemmung-darf-nicht-auf-dem-ruecken-von-fliehenden-menschen-ausgetragen-werden/ Die Zahl der Covid-19 Neuinfektionen muss abflachen, das ist aktuell das oberste Ziel der europäischen Regierungen. Während sich die Kommissionspräsidentin der Europäischen Union, Ursula von der Leyen, beim Händewaschen zeigt um den europäischen Bürger*innen als Vorbild voranzugehen, leben mehr als 20.000 Schutzsuchende unter katastrophalen Bedingungen im Camp Moria auf der griechischen Insel Lesvos. Das Camp Moria, das eigentlich für maximal 3000 Menschen Platz hat, ist aktuell mit ca. 20.000 Menschen mehr als 6-fach überbelegt. Die Menschen haben dort keinen Zugang zu Wasser oder Seife.Vorsorgliche Schutzmaßnahmen vor Covid-19 wie regelmäßiges Händewaschen und Social-Distancing die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen werden, sind in Moria nicht möglich.

Die Vereinten Nationen haben vor bis 2030 die Sustainable Development Goals (SDG) für alle Menschen umzusetzen. Das sechste dieser Ziele fordert den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen weltweit. Durch die Aufrechterhaltung der Lagersituation und der unmenschlichen Zustände in Moria verwehrt die EU, als größter gemeinsamer Wirtschaftsraum und Friedensnobelpreisträgerin, den Menschen in den griechischen Lagern diesen Zugang zu sauberem Wasser. Internationale NGOs, darunter Ärzte ohne Grenzen, kritisieren die Situation in Moria deutlich und warnen vor einer drohenden Katastrophe. Denn das Credo in Zeiten von Corona  ist ziemlich deutlich. Solange es kein Medikament oder Impfstoff gibt  gilt: Hände waschen, zu Hause bleiben und Abstand halten.Unter den aktuellen Umständen im Lager ist es den Menschen in Camps wie Moria unmöglich diese Empfehlungen auf so engem Raum umzusetzen. Ärzte ohne Grenzen schreibt in einer Pressemitteilung vom 02.04.2020 dazu: 

„Einen Ausbruch von Covid-19 in den überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln einzudämmen wäre unmöglich. In einigen Teilen des Lagers Moria auf Lesbos müssen sich 1.300 Menschen den Zugang zu Wasser an einem Hahn teilen, und es gibt keine Seife. Familien müssen zu fünft oder sechst auf drei Quadratmetern schlafen“. 

Auch die medizinische Versorgung in Moria ist katastrophal. Die 20.000 in Moria lebenden Menschen haben Zugang zu 3 Ärzt*innen, 2 Hebammen und 8 Krankenpfleger*innen. Ärzte ohne Grenzen berichtet von Suizidversuchen von Kinder; die schon lange im Camp leben. 

Geflüchtete organisieren sich im Camp selbst zur Coronaprävention

Die Menschen im Camp fühlen sich alleine gelassen. Daher nimmt eine Gruppe von Geflüchteten die Dinge selbst in die Hand: Sie gründen ein Corona Awareness Team; das über das Virus und mögliche Schutzmaßnahmen informiert. Sie beraten andere Geflüchtete und hängen mehrsprachige Schilder zu Sicherheitsmaßnahmen auf. Eine Weitere Gruppe von Geflüchteten, hauptsächlich Frauen aus Afghanistan, näht für besonders gefährdete Bewohner*innen Atemschutzmasken aus gespendeten Materialien. 

Zeitgleich argumentieren Europäische Regierungsvertreter*innen, dass aufgrund von der Ausbreitung der Pandemie die Verteilung von Geflüchteten auf andere Mitgliedsstaaten nicht möglich sei. Hatte Deutschland Anfang März noch verkündet mindestens 1500 der 8000 unbegleiteten oftmals stark traumatisierten Kinder aufzunehmen so stilisiert sich die Bundesregierung aktuell als humanitär wenn sie davon spricht 50 Kinder in Deutschland.

Quellen:

 

Arps, J.O. (27.03.2020) „Wenn sich eine Krankheit ausbreitet, sind wir verloren“  Analyse und Kritik. zuletzt abgerufen hier: https://wirkommen.akweb.de/2020/03/wie-die-bewohnerinnen-des-fluechtlingslagers-moria-gegen-das-corona-risiko-kaempfen/

Bähr, S. (28.03.2020) Mit Corona allein Gelassen. Neues Deutschland. zuletzt abgerufen hier: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1134827.moria-auf-lesbos-mit-corona-allein-gelassen.html

Ladurner, U. (04.04.2020) Sie waren schon als Gesunde nicht willkommen. Die Zeit. zuletzt abgerufen hier: https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-04/fluechtlingslager-moria-lesbos-griechenland-zustaende-coronavirus-solidaritaet

Mondays for Humanity (31.03.2020) Wird Moria zum Corona Friedhof?Der Freitag. zuletzt abgerufen hier: https://www.freitag.de/autoren/mondaysforhumanity/wird-moria-zum-corona-friedhof

Schulte, U. (08.04.2020) Humanität in kleinen Dosen. taz. zuletzt abgerufen hier: https://taz.de/Aufnahme-von-Fluechtlingskindern/!5677566/

Schülke-Gill, B. (18.03.2020) Ärzte ohne Grenzen: „Die EU muss diese Menschen so schnell wie möglich aus Moria herausbringen“. Deutsche Welle. zuletzt abgerufen hier: https://www.dw.com/de/%C3%A4rzte-ohne-grenzen-die-eu-muss-diese-menschen-so-schnell-wie-m%C3%B6glich-aus-moria-herausbringen/a-52825358

Seebrücke (18.03.2020) Leave no one behind!- Griechische Lager jetzt evakuieren. Seebrücke zuletzt abgerufen hier: https://seebruecke.org/press/leave-no-one-behind-griechische-lager-jetzt-evakuieren/

Seebrücke (19.03.2020) Humanitäre Korridoren müssen offen bleiben. Seebrücke. zuletzt abgerufen hier: https://seebruecke.org/press/humanitaere-korridore-muessen-offen-bleiben/

Suhr, F. (28.03.2020) Moria ist COVID-19 hilflos ausgeliefert. Statista. zuletzt abgerufen hier: https://de.statista.com/infografik/21169/daten-und-fakten-zum-fluechtlingslager-moria-auf-lesbos/

Ärzte ohne Grenzen (02.04.2020) Covid-19: Von der Leyen muss dringend Evakuierungen aus griechischen Lagern umsetzen. Ärzte ohne Grenzen zuletzt abgerufen hier: https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/griechenland-evakuierung-moria

Informiert bleiben: 

Moria Corona Awareness Team auf Facebook: https://www.facebook.com/MoriaCoronaAwarenessTeam/

Seebrücke: https://seebruecke.org/

 

Text von Tamara Moumna, DEAB Referentin für die Webseite und Social Media

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news-399 Wed, 15 Apr 2020 14:08:52 +0200 PRESSEMITTEILUNG Schuldendienstzahlungen bis Ende 2021 aussetzen! https://www.deab.de/aktuell/detail/pressemitteilungschuldendienstzahlungen-bis-ende-2021-aussetzen/ Berlin, 15. April 2020 – Anlässlich der gerade virtuell stattfindenden Frühjahrstagung von IWF und Weltbank fordert VENRO einen umfassenden Schuldenerlass.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat entschieden, den Schuldendienst der 25 ärmsten Länder für die kommenden sechs Monate auszusetzen. VENRO begrüßt diesen Schritt – allerdings reicht diese Entscheidung noch nicht aus.

„Der Erlass des an den IWF fälligen Schuldendienstes sollte über diese sechs Monate hinaus bis mindestens Ende 2020, besser noch bis Ende 2021, verlängert werden“, erklärt Dr. Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. „Die Bundesregierung sollte sich zudem dafür einsetzen, dass der Erlass nicht nur für 25 Staaten gilt, sondern auf alle 76 ärmsten Länder ausgeweitet wird.“

Viele der ärmsten Länder standen schon vor der Corona-Krise vor der Überschuldung. Der Einbruch der Weltwirtschaft und damit rückgängige Exporte der stark exportabhängigen rohstoffreichen Länder werden diesen Trend noch verschärfen. Fabrikschließungen und Ausgangsbeschränkungen hindern Millionen von Tagelöhner_innen, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern daran, ihr dringend benötigtes Einkommen zu sichern. Private Absicherung ist den allerwenigsten möglich. Die Gesundheitssysteme in den Ländern sind ohnehin schon schwach und unterfinanziert.  

Die ärmsten Länder benötigen deshalb dringend mehr Geld, um die medizinische Grundversorgung vor allem für die ärmsten und marginalisierten Bevölkerungsgruppen zu sichern. „Die Bundesregierung muss selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Sie sollte die fälligen Schuldendienstzahlungen bis Ende 2021 für kritisch verschuldete Entwicklungsländer streichen und damit Forderungen aus Schuldnerländern, wie etwa von afrikanischen Finanzministern geäußert, unterstützen. Zudem sollte sie die Länder dazu ermutigen, ihre Zahlungen auch bei anderen Gläubigern einzustellen“, so Bornhorst.

Kontakt für Rückfragen:


Silvan Rehfeld, Referent Kommunikation, Tel. 030/263 929 924, E-Mail s.rehfeld*@venro.org

VENRO (www.venro.org) ist der Bundesverband entwicklungspolitischer und humanitärer Nichtregierungsorganisationen (NRO). Ihm gehören rund 140 deutsche NRO an, die in der privaten oder kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit, der Humanitären Hilfe sowie der entwicklungspolitischen Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit tätig sind.

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news-398 Tue, 14 Apr 2020 13:23:29 +0200 Was eine Pandemie mit Mode zu tun hat – Auswirkungen der Corona-Krise auf Textilarbeiter*innen weltweit https://www.deab.de/aktuell/detail/was-eine-pandemie-mit-mode-zu-tun-hat-auswirkungen-der-corona-krise-auf-textilarbeiterinnen-weltweit/ Die Auswirkungen der aktuellen Corona-Krise auf unser Leben, unseren Alltag, aber auch die Wirtschaft sind massiv. Während hierzulande der Staat milliardenschwere Hilfspakete auflegt, um Arbeitnehmer*innen durch die Krise zu bringen und Unternehmen zu retten, verliert man schnell aus dem Blick, welche Auswirkungen die Pandemie auf Arbeiter*innen in den ersten Stufen globaler Lieferketten haben. In der Textilindustrie sehen sich Arbeiter*innen angesichts ausbleibender Bestellungen mit fristlosen Kündigungen oder unbezahltem Zwangsurlaub konfrontiert. Dabei verdeutlicht die aktuelle Krise auch grundsätzlich die Probleme in der textilen Lieferkette. 

Schon Ende Februar warnten erste Berichte vor massiven Auswirkungen der Pandemie auf die Arbeiter*innen in Textilfabriken, z.B. in Kambodscha, Bangladesch, Indien und Myanmar. Seitdem Europa und die USA Schritt für Schritt das öffentliche Leben einschränken und Geschäfte nach und nach schließen mussten, macht sich dies auch in den Produktionsländern bemerkbar. 

Die Verträge zwischen Zulieferern und Modeunternehmen sind oft so gestaltet, dass die Unternehmen erst bis zu drei Monate nach Lieferung bezahlen und sich in Verträgen gegen sogenannte höhere Gewalt absichern. Mit dieser Begründung stornieren derzeit zahlreiche große Modefirmen kurzfristig ihre Bestellungen und weigern sie sich nun auch, bereits entstandene Kosten in der Produktion zu übernehmen. In einer Industrie, die ohnehin schon unter massivem Zeit- und Preisdruck arbeitet und in der Arbeiter*innen oft Löhne erhalten, die nicht zum Leben reichen, kommt dies einer Katastrophe gleich. Auf den bereits entstandenen Kosten bleiben die Zulieferer und letztlich die Arbeiter*innen sitzen, die ihren Lohn nicht mehr erhalten und ohne Entschädigung entlassen werden. Da sie jahrelang nur niedrigste Löhne erhalten haben, ist es den Arbeiter*innen in der Regel nicht möglich, etwas zur Seite zu legen. In Bangladesch wurden Gewerkschaften zufolge schon rund 1 Million Arbeiter*innen entlassen oder größtenteils ohne Bezahlung beurlaubt. Dort, wo noch weitergearbeitet wird, fürchten Arbeiter*innen, dass sich das Virus in den überfüllten Fabriken und ohne entsprechende Schutzmaßnahmen schnell verbreiten wird. 

Wie geht es weiter?

Die Frage danach, wie diese Situation international und solidarisch gelöst werden kann, bleibt bei all den (wichtigen) Diskussionen über Soforthilfen, Kurzarbeit und andere nationale Maßnahmen, um die Krise abzufedern, noch unbeantwortet. Gewerkschaften aus den Produktionsländern appellieren an die Modeunternehmen aus Europa und den USA, ihre Bestellungen nicht zu stornieren und zu einem Hilfsfonds für Arbeiter*innen beizutragen. Kalpona Akter, Gründerin des Bangladesh Center for Workers‘ Solidarity (BCWS) fordert Unternehmen auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und ihre Zahlungen nicht zu verweigern, damit die Arbeiter*innen auch trotz Entlassungen wenigsten die ihnen gesetzlich zustehende Entschädigung erhalten. Auch die Kampagne für Saubere Kleidung schließt sich dem Appell an die großen Modefirmen an und fordert, dass diese Verantwortung für die Arbeiter*innen in ihren Lieferketten übernehmen.

Die aktuelle Situation führt uns nochmals dramatisch vor Augen, wie wichtig Transparenz und unternehmerische Sorgfaltspflichten für Menschenrechtsschutz entlang der Lieferkette sind. Es wird klar: Es muss sich langfristig etwas ändern und die Rechte und der Schutz der Arbeiter*innen müssen nachhaltig gestärkt werden. Ein sogenanntes Lieferkettengesetz, das Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet, die Menschenrechte und die Umwelt in ihren Lieferketten zu schützen, kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Die Petition kann auch online unterzeichnet werden: www.lieferkettengesetz.de

Die Frauenrechtsorganisation FEMNET hat darüber hinaus einen Corona-Nothilfefonds für Arbeiter*innen in Indien und Bangladesch eingerichtet Hier geht es zu: Informationen und Möglichkeiten zur Spende.


Weiterlesen: 


    • Seit Mitte März dokumentiert die internationale Kampagne für Saubere Kleidung in einem Blog, wie sich die Situation für die Arbeiter*innen entwickelt (https://cleanclothes.org/news/2020/live-blog-on-how-the-coronavirus-influences-workers-in-supply-chains – in Englisch) 
    • Paper des Center for Global Workers‘ Rights (Pennsylvania State University) mit einer Umfrage unter Zulieferern in Bangladesch (März 2020): https://www.workersrights.org/wp-content/uploads/2020/03/Abandoned-Penn-State-WRC-Report-March-27-2020.pdf
    • Das European Centre for Constitutional and Human Rights (ECCHR) hat ein Policy Paper zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Krisenzeiten am Beispiel der aktuellen Situation in der Textilindustrie veröffentlicht (https://www.ecchr.eu/fileadmin/Publikationen/ECCHR_PP_SUPPLYCHAINS_COVID_EN.pdf – in Englisch). 
    • Artikel von Gisela Burkhardt, Vorstandsvorsitzende von FEMNET: https://saubere-kleidung.de/2020/03/solidaritaet-mit-naeherinnen-corona-pandemie/


    Presseberichte: 


        ◦ Artikel bei Spiegel Online (06.04.2020):(https://www.spiegel.de/wirtschaft/modeindustrie-die-vergessenen-der-corona-krise-a-3107caba-803a-40a9-b3bd-004db5b4ef81)
        ◦ Artikel bei DW (04.04.2020): (https://www.dw.com/de/der-globalisierte-corona-schock-in-der-textilindustrie/a-53003975)
        ◦ Artikel von Tansy Hoskins (Autorin von „Das antikapitalistische Buch der Mode“) im Huckmag (30.03.2020, in Englisch): https://www.huckmag.com/art-and-culture/style/covid-19-poses-an-existential-threat-to-fast-fashion-industry/
          

Text von Mirjam Hitzelberger, DEAB Referentin für "Future Fashion" und "Fair Macht Schule". 

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news-396 Thu, 02 Apr 2020 17:44:14 +0200 Weltladen-Dachverband startet aktion #fairsorgung https://www.deab.de/aktuell/detail/pm-weltladen-dachverband-startet-aktion-fairsorgung/ Der DEAB begrüßt die Aktion #fairsorgung des Weltladen Dachverbandes. Denn in Zeiten wie diesen ist nachhaltiger Konsum wichtiger denn je. Hier gibt es Infomationen wie Sie die Weltläden und dadurch Produzent*innen im Globalen Süden trotz Corona unterstützen können. Gemeinsam mit rund 30 Lieferanten des Fairen Handels hat der Weltladen-Dachverband die „aktion #fairsorgung“ gestartet. Ziel ist es, die schlimmsten wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise auf alle Partner des Fairen Handels abzumildern und die Versorgung der Bevölkerung mit fair gehandelten Produkten zu gewährleisten.

Dafür bieten einzelne, lokale Weltläden kreative Verkaufsmöglichkeiten an. Außerdem können Kund*innen bei Bestellungen im Online-Shop der anerkannten Fair-Handels-Lieferanten den lokalen Weltladen unterstützen.

Weitere Informationen finden Sie direkt unter:
www.aktion-fairsorgung.de
Machen Sie mit - Fairer Handel verbindet!

aktion #fairsorgung lokal:


Weltläden entwickeln kreative Verkaufsmöglichkeiten 

Zum Schutz vor dem Coronavirus sind viele Weltläden geschlossen oder haben nur eingeschränkt geöffnet. Die meisten Weltläden haben nun kreative Verkaufsmöglichkeiten entwickelt, damit die Kund*innen weiterhin fair gehandelte Produkte kaufen und so auch die Handelspartner weltweit unterstützen können.

Viele Weltläden haben von jetzt auf gleich einen Lieferdienst eingerichtet. Er versorgt Kund*innen weiterhin mit ihren Lieblingsprodukten wie Kaffee, Tee oder Schokolade. Gleichzeitig trägt er dazu bei, dass die Läden ihren Lagerbestand verkleinern und verderbliche sowie saisonale Artikel rechtzeitig verkaufen können. Die Bestell- und Zahlungsmodalitäten sind je nach Weltladen unterschiedlich. Andere Läden haben ihre Verkaufsaktivitäten auf die örtlichen Wochenmärkte verlegt.


Insbesondere als Oster-Geschenk eignen sich jetzt gekaufte und später eingelöste Gutscheine, die einige Weltläden nun anbieten. Schauen Sie auf der Website Ihres Weltladens nach, ob dieser noch geöffnet hat bzw. welche alternativen Verkaufsmöglichkeiten er anbietet. Hier finden Sie den Weltladen in Ihrer Nähe.

aktion #fairsorgung online: 

Online einkaufen und Weltläden unterstützen 

Sie möchten weiterhin fair gehandelte Produkte einkaufen und gleichzeitig Ihren lokalen Weltladen und die Handelspartner weltweit in der Coronakrise unterstützen?

Diese Lieferanten geben bei Bestellungen in ihren Online-Shops einen Teil des Umsatzes an den Weltladen weiter, den Sie bei der Bestellung angeben. Die Liste wird kontinuierlich erweitert.

www.aktion-fairsorgung.de/online

 

Der Text stammt aus dem Newsletter des Weltladen Dachverbandes. 

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