Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. News https://www.deab.de News de Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. Sat, 30 May 2020 08:52:07 +0200 Sat, 30 May 2020 08:52:07 +0200 TYPO3 EXT:news news-421 Thu, 28 May 2020 17:43:40 +0200 Vom Rohstoffabbau bis zum Recycling –  Neue Bildungsbroschüre der Handy-Aktion Baden-Württemberg https://www.deab.de/aktuell/detail/vom-rohstoffabbau-bis-zum-recycling-neue-bildungsbroschuere-der-handy-aktion-baden-wuerttemberg/
In einer neuen Broschüre stellt die Handy-Aktion Baden-Württemberg Bildungsangebote und Materialien rund um die Wertschöpfungskette von Smartphones & Co. vor. Die Broschüre richtet sich an interessierte Multiplikator*innen in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit.


Gedruckte Exemplare können per Mail bestellt werden. 

Neben den in der Broschüre zur Verfügung stehenden Bildungsmaterialien und –angeboten entwickelt die Handy-Aktion aktuell digitale Formate und Angebote.

Weitere Informationen zur Handy-Aktion unter www.handy-aktion.de 

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Vom Rohstoffabbau bis zum Recycling

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News Deab Dokumentiert News Globales Lernen
news-420 Tue, 26 May 2020 15:32:48 +0200 Zwischenbilanz zum Nationalen Aktionsplan Bildung für Nachhaltige Entwicklung erschienen https://www.deab.de/aktuell/detail/zwischenbilanz-zum-nationalen-aktionsplan-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung/ Knapp zweieinhalb Jahre nach der Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) ist in diesem Monat die erste Zwischenbilanz zu dessen Umsetzungsstand erscheinen. Mit dieser Zwischenbilanz soll aufgezeigt werden, inwieweit es bereits gelungen ist, BNE im deutschen Bildungssystem zu verankern, und wo es noch weiterer Anstrengungen bedarf. 

Die Publikation der Nationalen Plattform Bildung für Nachhaltige Entwicklung beim Bundesministerium für Bildung und Forschung kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.

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News Deab News Future Fashion News Fair macht Schule News Globales Lernen
news-418 Fri, 15 May 2020 16:52:58 +0200 Naturfreunde Global: Solidarisch durch die Krise!  https://www.deab.de/aktuell/detail/naturfreunde-global-solidarisch-durch-die-krise/ Wie das senegalesische Frauennetzwerk „Koom-koomu Njaboot Gi“ die große Last trägt und Verantwortung übernimmt. Peinda Faye, in Rastatt auch bekannt als zivilgesellschaftliche Mitarbeiterin in der Kommunalen Klimapartnerschaft mit Saint-Louis in Senegal und Präsidentin des dortigen Frauennetzwerkes, schreibt zur Corona-Krise:

„Ich sehe, dass das Virus sich immer mehr verbreitet. Die Situation gerät wirklich aus dem Ruder.“ 
NaturFreunde Global ruft die Mitglieder zur Solidarität auf: „Das Coronavirus hält die Welt in Atem. Das öffentliche und wirtschaftliche Leben ist auf ein Minimum reduziert, die Gesundheitssysteme sind gefordert und stoßen in immer mehr Ländern an ihre Grenzen.
Die Coronavirus-Pandemie bringt viel Schmerz und Leid – nicht nur in unserer Umgebung, sondern weltweit. Jetzt gilt es, die Schwächsten in unserer Gesellschaft zu unterstützen, zusammenzuhalten und Solidarität zu beweisen. Diese Solidarität darf nicht an den nationalen Grenzen Halt machen.“ 
Die Frauen des Frauennetzwerks „koom-koomu Njaboot Gi“ in Saint-Louis in Senegal, die uns seit vielen Jahren durch eine enge Zusammenarbeit bekannt sind, konzentrieren ihre Arbeit jetzt darauf, die Familien der Schülerinnen des Ausbildungszentrums und der Kindertagesstätte mit dem Notwendigsten zu versorgen, um sich vor dem Corona Virus zu schützen. 

Am 23. März rief Senegal den Ausnahmezustand aus. Über Italien kommend begann sich das Virus im Land auszubreiten. Im Ausbildungszentrum, das mit Spenden in der Region Saint-Louis gebaut werden konnte, lernen die Mädchen abwechselnd max. 20 am Tag, weil die Krankheit die Schulstunden krass reduziert hat. Hier werden sie auf die Schwere der Krankheit aufmerksam gemacht, damit sie ihrerseits ihre Familien warnen können. 

Die Präsidentin Peinda Faye schreibt uns auf Nachfrage: „Was das Ausbildungszentrums und seine begrenzten Mittel betrifft, fahren wir mit Hilfe eines Mietwagens zu den Familien unserer Schülerinnen und Frauen, um ihnen Desinfektionsmittel (Chlorreiniger, hydroalkoholisches Gel, Seife...) zu übergeben. Wir geben ihnen ebenfalls Schutzhandschuhe und Schutzmasken, aber auch Lebensmittel, da viele Wirtschaftszweige nicht mehr richtig funktionieren (Transport, Handel...). 
Wir machen auch Werbeplakate "Wir werden Covid-19 für immer besiegen" und verteilen sie in der ganzen Stadt, um die Bevölkerung zu sensibilisieren. Es ist äußerst wichtig, dass alle zu Hause bleiben, aber dafür müssen ihnen die Mittel zur Verfügung gestellt werden, weshalb es notwendig ist, alles in die Wege zu leiten und diese Pandemie einzudämmen.“ Dazu sind die Frauen fest entschlossen.

„Das Zentrum bildet auch Multiplikatoren aus, die auf die Bevölkerung zugehen um sie zu informieren und stärker zu sensibilisieren. Wie Sie wissen, haben die Bewohner*innen dieser sehr armen Gegend nicht immer Zugang zu Fernsehen und Informationen. Die Bevölkerung ist daher sehr exponiert und verfügt über keine Möglichkeiten, die Krankheit allein zu bekämpfen. In diesem Sinne will das Zentrum seinen Beitrag zur Sicherung und zum Schutz unserer Frauen, unserer Schülerinnen und unserer Enkelkinder in der Kindertagesstätte leisten.“

Wir, die Mitglieder von „NaturFreunde Global“ verschließen die Augen nicht , auch nicht vor der anwachsend dramatischen Situation in Afrika, einem Kontinent, wo vielerorts medizinische Versorgung und Krankenhäuser ebenso fehlen wie sanitäre Einrichtungen. Seit mehr als 10 Jahren arbeiten wir eng mit dem Frauennetzwerk zusammen.
Wir rufen deshalb zu Spenden auf, damit das senegalesische Frauennetzwerk erfolgreich diese wichtige Arbeit im Kampf gegen das Corona-Virus machen kann.  
 

Jetzt ist die Zeit, zu handeln und Solidarität zu leben!
 

Links

Spendenaufruf von Naturfreunde Global

Die Naturfreunde Global sind Mitglied im Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. 

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News Corona
news-397 Fri, 15 May 2020 10:36:00 +0200 Neues Corona-Update für Weltläden https://www.deab.de/aktuell/detail/corona-update-fuer-weltlaeden/ Wie richtig umgehen mit der Corona-Pandemie? Landesspezifische Informationen für Weltladenteams - zusammengestellt von der DEAB-Fairhandelsberatung Die Arbeit von Weltläden steht in dieser Zeit vor besonderen Herausforderungen.
In unseren "CORONA-UPDATES" haben wir wichtige Informationen mit vielen relevanten Details für Weltläden in Baden-Württemberg zusammengetragen.

Themeübersicht:

  • NEU! Jetzt neue Mitstreiter*innen gewinnen!
  • NEU! Online Präsenz aktuell halten!
  • NEU! Unsere Stimme für globale Verantwortung
  • NEU! Neue Angebote des Welladen-Dachverband
  • Digitale Kommunikationsmöglichkeiten für Weltladen-Teams
  • Praxisbeispiele aus Baden-Württemberg
  • Tipps zum Weltladentag
  • Soforthilfe Corona - Antragstellung für Weltläden in Baden-Württemberg
  • Antrag auf Kurzarbeitergeld
  • Anspruch auf Kinder-Notbetreuung
  • Behördliche Anordnungen
  • Angebote der Lieferanten
  • Verkauf von Handwerksprodukten
  • Moralisch unbedenklich? Gedanken und Argumente zu Ladenöffnungen, Anträgen, Widersprüchen,...
  • Hygienemaßnahmen im Weltladen
  • ...

Zu den Corona-Updates für Weltläden

Update No.6 vom 14.Mai 2020

Update No.5 vom 30.April 2020

Update No.4 vom 30.April 2020

Update No.3 vom 23.April 2020

Update No.2 vom 09.April 2020

Update No.1 vom 02.April 2020

Unbedingt, möchten wir Euch und Sie auf die umfangreichen Corona-Seiten des Weltladen Dachverbandes, mit vielen weiteren, nützlichen Hinweisen und Praxis-Tipps, hinweisen:

https://www.weltladen.de/fuer-weltlaeden/

 

Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch diese Zeit!

Die DEAB-Fairhandelsberater*innen

 

 

 

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Publikation Fairer Handel News Corona News Deab News Fairer Handel
news-417 Wed, 13 May 2020 12:25:21 +0200 FAIR macht Schule - digitales Angebot https://www.deab.de/aktuell/detail/fair-macht-schule-digitales-angebot/ Ein digitales Gruppenpuzzle rund um Handlungsmöglichkeiten für sozial-ökologischen Wandel Unter dem Titel „FAIR macht Schule!“/„FAIRändere deine Stadt!“ bietet der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) Aktionstage für Schulen und Jugendgruppen an, bei denen sich die Jugendlichen mit Themen rund um nachhaltigen Konsum und Sozial- und Umweltstandards bei Unternehmen und in der kommunalen Beschaffung auseinandersetzen. Angesichts der aktuellen Situation bieten wir eine kürzere Variante der Aktionstage nun auch in digitalem Format an.
Anhand der Methode des Gruppenpuzzles setzen sich die Schüler*innen mit Handlungsdimensionen für globale Gerechtigkeit und Verantwortung in den Wertschöpfungsketten verschiedener Produkte auseinander. Fragestellungen des digitalen Workshops sind: Wie wirkt sich unser Konsum in anderen Teilen der Welt aus? Wer kann etwas verändern? Was können wir individuell tun, was muss sich aber auch in politischen Rahmenbedingungen verändern, um mehr globale Gerechtigkeit zu erreichen? Der Schwerpunkt liegt dabei auch darauf, den Jugendlichen Möglichkeiten zu eröffnen sich aktiv an Prozessen des Wandels beteiligen.                                                                                                                                    
Auf einen Blick                                                                                                                    
Das Angebot richtet sich an Schulklassen und Projektgruppen aller Schularten ab Klasse 9/10 sowie an Jugendgruppen in Baden-Württemberg. 

Vorbereitung: 
    • Vorbereitungsgespräch mit den Referent*innen und der Lehrkraft
    • Schüler*innen lesen zur Vorbereitung Texte und schauen einen kurzen Film (Materialien werden zur Verfügung    gestellt)
    • Lehrkraft teilt vorab Kleingruppen für das Gruppenpuzzle ein
      
Workshop:
    • Dauer: min. eine Doppelstunde (90 Minuten)
    • Voraussetzung: Schüler*innen dürfen ein Videokonferenztool nutzen, das auch Kleingruppenarbeit ermöglicht (z.B. ZOOM oder Microsoft Teams) und haben Zugang zu internetfähigem Computer/Tablet

Kontakt für Anfragen:
Mirjam Hitzelberger, mirjam.hitzelberger*@deab.de

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News Fair macht Schule News Globales Lernen
news-416 Tue, 12 May 2020 09:14:03 +0200 Offener Brief an die Landesregierung: Studiengebühren treffen internationale Studierende besonders hart https://www.deab.de/aktuell/detail/offener-brief-an-die-landesregierung-studiengebuehren-treffen-internationale-studierende-besonders-hart/ Der DEAB hat gemeinsam mit Bündnispartnern einen Offenen Brief an die Landesregierung verfasst, um auf die Notlage von Nicht-EU-Studierenden in Zeiten von Corona hinzuweisen und geeignete Hilfsmaßnahmen vorzuschlagen, darunter die Aussetzung der Studiengebühren von 1500 Euro pro Semester. Der Brief im Wortlaut findet sich hier.  Die Antwort des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst auf den Brief finden Sie hier. Ein Brief an die Kanzler*innen aller baden-württembergischer Hochschulen erhält darüber hinaus die Information, dass Hochschulen Studierende in Härtefällen und auf Antrag von den Studiengebühren befreien können. Eine zentrale Regelung vonseiten des Ministeriums gibt es demnach nicht, was wir sehr bedauerlich finden.

Links

Offener Brief 

Antwort Sozialministerium

 

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News Deab News Landespolitik
news-415 Thu, 07 May 2020 14:12:19 +0200 Kampagnenvideo der Initiative Lieferkettengesetz online https://www.deab.de/aktuell/detail/kampagnenvideo-der-initiative-lieferkettengesetz-online/ Das lang ersehnte Kampagnenvideo zur Initiative Lieferkettengesetz ist nun endlich online. In 3 1/2 Minuten wird klar und deutlich gemacht warum es in Deutschland ein Lieferkettengesetz geben muss.

Link:

Hier ist das Video zu finden. 

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News Deab News Lieferkettengesetz
news-414 Thu, 07 May 2020 11:25:42 +0200 Offener Brief an die Landesregierung: "Globale Solidarität - Wege zu einer neuen Normalität" https://www.deab.de/aktuell/detail/offener-brief-an-die-landesregierung-globale-solidaritaet-wege-zu-einer-neuen-normalitaet/ In einem offenen Brief wendet sich der DEAB an Mandatsträger*innen im Landtag und in den Kommunen in Baden-Württemberg:

Die Krise trifft uns alle, aber nicht alle gleich.

Die Pandemie wirft ein grelles Licht auf bestehende Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten, in unserer eigenen Gesellschaft, aber noch viel mehr global betrachtet: Wer arm ist, auf zu engem Raum wohnt, von prekären Arbeitsverhältnissen lebt, keinen Zugang zu einem funktionierenden Gesundheitssystem hat usw.,den trifft die Krise mit ungebremster Wucht. Wo der Klimawandel die Lebensgrundlagen zerstört, Raubbau an der Natur unseren ressourcenintensiven Lebensstil nährt, Regierungen ihrer Verantwortung nicht gerecht werden, Menschenrechte nicht beachtet werden, dort ist man dem Virus bzw. den negativen Folgen der Schutzmaßnahmen noch viel mehr ausgeliefert.

Globale Solidarität

Wir beobachten in dieser Krise jedoch auch eine wachsende Solidarität, ein bewusstes Hinschauen, wo Menschen besonders betroffen sind. Kreative Formen der Unterstützung sind gefragt und beflügeln viele Menschen – in Nachbarschaften, Kommunen, Pflegeheimen, Wirtschaftsbetrieben, Kultureinrichtungen,Vereinen, Schulen usw. - weltweit! Auch zahlreiche Initiativen in denArbeitsbereichen Eine Welt und Nachhaltigkeit suchen über alle Grenzen hinweg Mittel und Wege, ihren Partnern in Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas in dieser Krise solidarische Unterstützung zukommen zu lassen. Durch langjährige Zusammenarbeit und persönliche Beziehungen erfahren sie schnell, was gebraucht wird, was zu tun ist, und mobilisieren Unterstützung.

Links

Hier geht es zum vollständigen Offenen Brief:

"Globale Solidarität - Wege zu einer neuen Normalität" 

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News Corona News Deab News Landespolitik
news-413 Wed, 06 May 2020 15:03:46 +0200 Pressemitteilung: "Eine Regulierung ohne Sanktionen ist keine Regulierung" https://www.deab.de/aktuell/detail/pressemitteilung-eine-regulierung-ohne-sanktionen-ist-keine-regulierung/ EU-Kommissar Reynders kündigt einen Entwurf für ein EU-Lieferkettengesetz an. Berlin, 30.04.2020: Anlässlich der Ankündigung von EU-Justizkommissar Didier Reynders, 2021 einen Gesetzesentwurf für ein europäisches Lieferkettengesetz vorlegen zu wollen, kommentiert Johanna Kusch, Sprecherin der „Initiative Lieferkettengesetz“:

„Die Ankündigung ist ein starkes Zeichen, dass verbindliche Regeln, die Unternehmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards verpflichten, das Gebot der Stunde sind. Gerade die Corona-Krise führt uns die Notwendigkeit vor Augen, Lieferbeziehungen verantwortungsbewusst und resilient zu gestalteten. Die Bundesregierung muss jetzt mit einem eigenen Beschluss für ein deutsches Lieferkettengesetz Farbe bekennen und im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft den Prozess zu einer europaweiten Regelung voranbringen.“

Hintergrund:

In einem Online-Seminar des Europäischen Parlaments hatte EU-Justizkommissar Didier Reynders am 29.04.2020 eine neue Studie der EU-Kommission vorgestellt, die die Notwendigkeit verbindlicher Regeln für Unternehmen unterstreicht. In diesem Zusammenhang kündigte Reynders für 2021 einen Gesetzesentwurf für ein Lieferkettengesetz auf europäischer Ebene an. Dieses solle Unternehmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards in ihren Wertschöpfungsketten verpflichten und öffentlich-rechtliche Sanktionen ebenso wie Klagemöglichkeiten für Betroffene vorsehen. „Eine Regulierung ohne Sanktionen ist keine Regulierung“, so Reynders. Das Gesetz müsse Teil des Green Deal der Europäischen Union und leitend für den Wideraufbau der Wirtschaft nach der Corona-Krise sein. Seitens der Bundesregierung sicherten in der Online-Konferenz Vertreter*innen des Entwicklungs- und Arbeitsministeriums ihre Unterstützung für den Prozess zu. Mit einem ambitionierten Lieferkettengesetz in Deutschland, über das laut Koalitionsvertrag in diesem Jahr entschieden werden soll, würde die Bundesregierung die Debatte um Standards auf europäischer Ebene entscheidend prägen und die Basis für eine Vorreiterrolle hiesiger Unternehmen bereiten.   

Kontakt:

Johanna Kusch, Sprecherin „Initiative Lieferkettengesetz”: Tel.: 030-2888 3565 , E-Mail: presse@lieferkettengesetz.de  

Die Initiative Lieferkettengesetz:

Die Initiative Lieferkettengesetz eint aktuell 94 zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen sowie Gewerkschaften und kirchliche Akteure, die sich für ein Lieferkettengesetz in Deutschland einsetzen. Sie wird getragen von:

Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V. 

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News Deab News Lieferkettengesetz News Landespolitik
news-412 Mon, 04 May 2020 17:55:00 +0200 Ndwenga e.V.: Ein Hilferuf aus Kinshasa https://www.deab.de/aktuell/detail/ndwenga-ev-ein-hilferuf-aus-kinshasa/ Jetzt, da leichte Lockerungsmaßnahmen in Deutschland stattfinden, werden erst die Auswirkungen der Coronakrise in Afrika sichtbar. Die meisten Krankheitsfälle in der demokratischen Republik Kongo konnten bei Menschen, die sich in Asien oder in Europa aufgehalten hatten, zurückverfolgt werden. Am 17.  April 2020 zählte man zum Beispiel 307 Infizierte, 25 Tote und 26 geheilte. Das Land am Äquator zählt, wie die Bundesrepublik Deutschland ca. 82 Millionen Einwohner und ist mit 2.344.858 km²  ungefähr 6 Mal größer als die BRD.

Der Staat ist aber nicht so reich wie Deutschland und auch nicht so gut organisiert. So ist die Situation in dieser Zeit der Kontaktsperre besonders schwer für die Menschen, die zu Hause bleiben müssen und kein Einkommen haben. Wie die Lehrenden und Mitarbeiter der Ndwenga Schule in Kinshasa zum Beispiel.

Es ist üblich in der DR Kongo Schulgeld für die Bildung der Kinder zu zahlen, so auch an der Ndwenga Schule. Mit diesem Geld werden alle Ausgaben der Schule bestritten, die Instandhaltungskosten sowie die Gehälter der Lehrerschaft und der weiteren Mitarbeiter (Hausmeister, etc.) 

Da die Schule geschlossen ist, wird kein Schulgeld bezahlt und dadurch bekommen die Mitarbeiter keine Gehälter und haben kein Geld für den Monat. Da viele Menschen von der Hand in den Mund leben, haben die wenigsten Familien Ersparnisse, auf die sie in der Zeit der Krise zurückgreifen könnten.

So erreichte den Fellbacher Verein Ndwenga e.V. ein Hilferuf aus Kinshasa. Der Koordinator der ONEP (Organisme Ndwenga pour l´Éducation et le développement intégral de la population) Jean Claude Mpembele, der 2017 als Mitglied einer Delegation aus Kinshasa, Fellbach besuchte, rief die Geschäftsstelle von Ndwenga e,V.  in Fellbach an, schilderte die schwierige Situation des Schulpersonals und bat um Unterstützung.

Eine außerordentliche Vorstandssitzung fand Mitte April 2020 statt. Außerordentlich war diese Sitzung aus 2 Gründen. Einmal, weil sie kaum eine Woche nach der ordentlichen Sitzung stattfand und weil sie auf Grund der Kontakteinschränkungen zum ersten Mal als Videokonferenz via Whatsapp abgehalten wurde. Hauptthema dieser Besprechung war die Anfrage aus Kinshasa und das weitere Vorgehen in der Zeit von Corona.

Die Summe aller Gehälter für die knapp 50 Angestellte der Schule) beträgt 9.500,00 US $ im Monat und so entschied sich der Vorstand nachdem die Vorstandsmitglieder diskutiert hatten, die Hälfte dieser Summe als eine einmalige und außergewöhnliche Unterstützung nach Kinshasa zu schicken. Eine Auslandsüberweisung wurde bei der Bank am Württemberg in Auftrag gegeben. Wir rechnen mit der Dauer von einer Woche, bis das Geld vor Ort sein wird und den Menschen in ihren täglichen Ausgaben helfen kann.

Ein weiteres Thema des Videogesprächs war der Umgang mit den geplanten Veranstaltungen. Ndwenga e.V. plante für den 25. 06.2020 im Nachgang der Fiesta (die bereits abgesagt wurde) die 4. Fellbacher Friedenskonferenz, die sich um das Thema Sport und seinen Beitrag zum Frieden drehen sollte. Am 25.07.2020 plante Ndwenga e.V. ein Freundschaftsfußballturnier für das sich bereits 4 Mannschaften angemeldet hatten und unter der Schirmherrschaft von Timo Hildebrand und der Unterstützung des Amts für Teilhabe und das Forum der Kulturen Stuttgart auf dem Max-Graser-Stadion in Fellbach stattfinden sollte. Nun wird in Absprache mit der Stadt Fellbach überlegt, ob diese Veranstaltungen überhaupt stattfinden können.

Trotz dieser außerordentlichen Ausgabe hofft Ndwenga e.V., seine restlichen Vorhaben noch durchführen zu können. Aber diese Unterstützung war einfach wichtig für das Überleben unserer Mitarbeiter/Partner vor Ort.

Auch in Deutschland beteiligt sich Ndwenga e.V. an einem sozialen Projekt  und unterstützt  zusammen mit der Initiative "Kulturen_unterwegs" die Produktion von Gesichtsmasken. 

Ndwenga e.V. ist Mitglied im Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. 

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News Corona
news-411 Thu, 30 Apr 2020 14:24:46 +0200 AMICA: „Ich kann nicht mehr atmen“ - Frauenrechte im Libanon zwischen Wirtschaftskollaps, Gewalt und Gesundheitskrise https://www.deab.de/aktuell/detail/amica-ich-kann-nicht-mehr-atmen-frauenrechte-im-libanon-zwischen-wirtschaftskollaps-gewalt-und-gesundheitskrise/ Vor der Corona-Krise konnte Salma* ihrem gewalttätigen Vater zumindest ein paar Stunden pro Tag entkommen, wenn sie zur Arbeit ging, „um auf andere Gedanken zu kommen und ein bisschen zu atmen.“ Seit der Ausgangssperre, sagt sie, „kann ich nicht mehr atmen.“ Viele Frauen haben derzeit keinen Ausweg aus dem Teufelskreis der häuslichen Gewalt. Im Schatten der Pandemie steigt deren Zahl, weltweit. Auch im Libanon. Seit Anfang März ist das Not-Telefon unserer libanesischen Partnerorganisation im Dauereinsatz. AMICA arbeitet mit einer Frauenorganisation in der Bekaa-Ebene, nahe der syrischen Grenze zusammen. In einem psychosozialen Beratungszentrum werden Syrerinnen und Libanesinnen unterstützt, die von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind. 


Corona im Libanon: Eine Krise neben vielen anderen


Die Gesundheitskrise trifft die ganze Welt. Doch in einem Land wie dem Libanon, das ohnehin von Krisen gebeutelt ist, trifft sie die Menschen besonders hart. Das Land erlebt seit Jahren das Zusammenspiel von Wirtschafts- Finanz- und Staatskrise. Die seit letzten Herbst anhaltenden Proteste gegen Korruption und Staatsversagen wurden durch die Corona-Epidemie jäh unterbrochen. Obwohl die libanesische Regierung auf COVID19 vergleichsweise rasch mit strikten Ausgangssperren reagierte und die offiziellen Fallzahlen derzeit noch vergleichsweise niedrig sind, hätte die weitere Ausbreitung des Virus verheerende Folgen: Wirtschaftlich ist das Land schon jetzt bankrott, das Gesundheitssystem marode.


Begründete Ängste in den informellen Geflüchteten-Camps


In den informellen Siedlungen der Bekaa-Ebene, wo hunderttausende Menschen aus Syrien vor dem Krieg Schutz suchen, ist die Situation besonders schlimm. Aktuell gibt es zu möglichen Infektionen keine verlässliche Auskunft. Auf engstem Raum leben die Menschen hier, Abstand und überlebenswichtige Hygienemaßnahmen lassen sich in den Camps ohne sanitäre Anlagen nicht einmal im Ansatz umsetzen. Erschwerend kommt hinzu, dass es sich um informelle Siedlungen handelt, für die weder flächendeckende humanitäre Hilfe noch koordinierte Präventionsmaßnahmen zur Verfügung stehen. NGOs, die Hygieneartikel und medizinische Ausrüstung verteilen wollen, brauchen vorab eine Genehmigung von der örtlichen Polizei, damit sie sich in den Camps überhaupt bewegen können, berichten unsere Partnerinnen. 


Erprobt im Umgang mit Krisen: Die Arbeit unserer Partnerinnen zwischen Corona-Epidemie und häuslicher Gewalt 


Auch unsere Partnerinnen sind von den Ausgangssperren betroffen. Doch sie tun alles dafür, die nun dringender denn je benötigte Unterstützung für gewaltbetroffene Frauen aufrecht zu halten und auch jene Frauen zu erreichen, die in den informellen Siedlungen der Bekaa-Ebene leben. Sie bieten psychologische und rechtliche Beratungsgespräche über Telefon, Video und die sozialen Medien an. „Im März haben wir einen deutlichen Anstieg der Kontaktaufnahme von Frauen über die sozialen Medien bemerkt. Es scheint der einfachere Zugang für Frauen während der Ausgangssperre zu sein als von zu Hause aus telefonisch bei uns um Hilfe zu bitten. Wir arbeiten verstärkt daran, die Kommunikationskanäle und Beratungsangebote über die sozialen Netzwerke auszubauen.“ Unsere Partnerorganisation berichtet, dass viele Frauen verunsichert sind und depressiver wirken als zuvor. Und sie verzeichnen einen deutlichen Anstieg der Hilfe-Gesuche von Frauen, die zum ersten Mal mit der Organisation Kontakt aufnehmen. Über sog. „Focal Points“ in den informellen Siedlungen halten unsere Partnerinnen zudem regelmäßig Kontakt mit einem Netzwerk von NGOs und internationalen Organisationen. Auf diesem Weg erfahren sie von Frauen, die Unterstützung benötigen und kontaktieren die Betroffenen in den ansonsten isolierten Camps. Landesweit sind sie zudem mit einer Kampagne zur Gesundheitsaufklärung aktiv und verteilen Flyer in Apotheken, Arztpraxen und in den Camps. Dabei geht es auch um Aufklärung über die Folgen der Corona-Krise für Frauen. Es müsse darum gehen, den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen und die verletzlichsten Gruppen der Gesellschaft zu schützen, gerade jetzt, so unsere Partnerinnen. 


Die Pandemie hat im Libanon eine Zeit lang die anderen Krisen überdeckt, aber nicht abgelöst. Seit einigen Tagen werden die Proteste gegen die Regierung in mehreren Städten des Landes wieder aufgenommen, trotz Corona. Neben Kritik an Korruption und Bankenkrise werden dabei, wie schon bei den Protesten im Oktober 2019, Stimmen zum desolaten Gesundheitswesen und zur Frauenrechtssituationen zu hören sein.  

*Name geändert

Artikel von Hannah Riede, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei AMICA e.V

AMICA -  für Frauen und Mädchen in Krisengebieten

AMICA e.V. ist eine Frauenrechtsorganisation, die sich für von Gewalt betroffene Frauen einsetzt. AMICA e.V. arbeitet mit Projektpartnerinnen vor Ort zusammen und unterstützt diese im Aufbau eigenständiger nachhaltiger Strukturen. 

AMICA e.V. ist Mitglied im Dachverband Entwicklungspolitk Baden-Württemberg e.V.

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News Corona News Deab
news-410 Thu, 30 Apr 2020 14:03:05 +0200 Anlässslich des 1. Mai: Broschüre Arbeitskreis Solidarität mit Brasilianischen Gewerkschaften https://www.deab.de/aktuell/detail/anlaessslich-des-1-mai-broschuere-arbeitskreis-solidaritaet-mit-brasilianischen-gewerkschaften/ Der Arbeitskreis Solidarität mit Brasilianischen Gewerkschaften ist Mitglied des Eine Welt Forum Mannheim. Er hat informative Artikel über die aktuelle Arbeit von Gewerkschaften in Brasilien in einer Broschüre gebündelt. In dieser Broschüre wird nicht nur von den erschwerten Bedingungen in Anbetracht der Corona Krise berichtet. Auch politische und ökonomische Entwicklungen außerhalb der Coronakrise werden aufbereitet. Die Broschüre bietet Einblicke in die solidarische Zusammenrbeit von Gewerkschaftler*innen in Deutschland und Brasilien. Wir veröffentlichen diese Broschüre hier mit Hinblick auf den bevorstehenden Arbeiter*innenkamptag am ersten Mai. Allen Streikenden wünschen wir einen solidarischen und erfolgreichen ersten Mai. 

Downloads

Broschüre des AK Solidarität mit Brasilianischen Gewerkschaften

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News Corona News Lieferkettengesetz
news-409 Wed, 29 Apr 2020 15:56:43 +0200 Oikocredit: "Covid 19 in Indien- ein Subkontinent steht still" https://www.deab.de/aktuell/detail/oikocredit-covid-19-in-indien-ein-subkontinent-steht-still/ Sarah Gekeler aus dem Oikocredit Förderkreis Baden-Württemberg Vorstand berichtet über die Situation in Indien. Mit Indien bin ich eng verbunden – persönlich und beruflich. Gemeinsam mit meinem Mann leite ich ein gemeinnütziges deutsch-indisches Unternehmen, das im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit junge Entrepreneure berät. Daher bekomme ich auch die aktuellen Corona-Entwicklungen in Indien hautnah mit.

Als Mitglied im ehrenamtlichen Vorstand des Oikocredit Förderkreises Baden-Württemberg schaue ich nochmals aufmerksamer auf die aktuellen Entwicklungen von Covid-19 in Ländern des Globalen Südens. Mit fast 175 Mio. Euro – etwa 16% der gesamten Anlagegelder - hat Oikocredit in Indien das meiste Geld investiert. Dort hat sich das wirtschaftliche Leben in den letzten Wochen extrem verändert.

Ein Land wird heruntergefahren

Als ich Mitte März mit einem der letzten regulären Flüge von Kalkutta nach Deutschland kam, war in Indien noch „business as usual“. Nur wenige Tage später verhängte die indische Regierung eine landesweite Ausgangssperre.  Die Inder*innen sollten ihre Wohnungen nicht mehr verlassen. Seither steht der Subkontinent mit rund 1,4 Milliarden Menschen – was einem Fünftel der Weltbevölkerung entspricht – still. Trotz vergleichsweise geringer Infektionsraten war dieser drastische Schritt wichtig. Das indische Gesundheitssystem wäre einer exponentiellen Infektionsrate einfach nicht gewachsen, denn nur 1% Infizierte entsprechen schon fast 14 Millionen Menschen.

Oikocredit stützt kleinbäuerliche Landwirtschaft in Indien. Solarbetriebene Bewässerungsanlagen werden immer wichtiger.

Durch den Shutdown der Wirtschaft, die überwiegend informell organisiert ist, verloren jedoch Millionen von Menschen ihre Einkommensquelle und somit das Geld für ihr täglich Brot und ihre Miete. Wanderarbeiter*innen, die aus den großen Städten zurück in ihre Heimatdörfer wollten, hatten zum Beispiel ein Problem. Züge fuhren nicht mehr, an den Busbahnhöfen drängten sich Menschenmassen. Soziale Abstandsregeln? Fehlanzeige. Auch mache ich mir Sorgen darum, wie es um die besonders Schutzbedürftigen bestellt sein wird: Menschen, die auf der Straße leben, Kinder, deren einzige Mahlzeit das Schulessen ist, Kleinbäuer*innen, denen das Geld fehlt, um Ende April die neue landwirtschaftliche Saison zu beginnen.

Lösungsansätze im Kleinen

Unterstützung tut not. Durch unsere Arbeit können mein Mann und ich gezielt und lokal helfen. Mit dem Deutschen Generalkonsulat in Kalkutta haben wir beispielsweise eine „Community Kitchen“, also eine Art Gemeinschaftsküche, zur Versorgung der ländlichen Bevölkerung ins Leben gerufen. Anderswo nähen Kleinbäuerinnen, mit denen wir eng zusammenarbeiten, wiederverwendbare Atemmasken und verteilen Desinfektionsmittel. Auch Oikocredit ist nicht untätig. So hat Maanaveeya, die indische Oikocredit Tochter, zwei Millionen Indische Rupien (ca. 24.000 Euro) an einen regionalen Corona-Hilfsfonds gespendet, der Maßnahmen gegen die Virusausbreitung finanziert. Diese kommen vor allem auch einkommensschwachen Familien zu Gute.

All das ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, doch er gibt mir Hoffnung, dass man in jeder Situation anderen Menschen helfen kann. Es ist klar, dass viele Menschen in Indien auch künftig Unterstützung benötigen werden, um die wirtschaftlichen Folgen der Ausgangssperre zu bewältigen. Hier bedarf es langfristiger Unterstützung, die nachhaltige, wirtschaftliche Perspektiven schafft. Das macht Oikocredit seit seiner Gründung und wird auch in Indien sicher ein wichtiger Partner für viele Unternehmen sein.

Bericht von Sarah Gekeler von Oikocredit. 

Erstmals erschienen als Blogpost auf Oikocredit.

Link 

Originaler Post auf Oikocredit

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News Corona
news-408 Fri, 24 Apr 2020 12:53:10 +0200 Weltsichten Interview: Covid-19 in Afrika "Es wird kein zweites Italien geben" https://www.deab.de/aktuell/detail/weltsichten-interview-covid-19-in-afrika-es-wird-kein-zweites-italien-geben/ Das folgende Interview mit Dr. Gisela Schneider von unserem Mitglied DiFÄM erschien erstmals online auf welt-sichten.org, dem Magazin für globale Entwicklung und Ökumenische Zusammenarbeit. 

Das Interview führte Sebastian Drescher.

Afrika ist bislang noch nicht so stark von der Corona-Pandemie betroffen wie Europa oder die USA. Woran liegt das?

Viele afrikanische Länder haben sehr früh reagiert. Sie haben Schulen und Universitäten geschlossen und den Flugverkehr eingeschränkt. In Sierra Leone hat die Regierung bereits ab Ende Januar alle Einreisenden aus China für zwei Wochen in Quarantäne geschickt. Das hat offenbar dazu beigetragen, dass das Land hat bis heute keinen einzigen Corona-Fall gemeldet hat. Man kann hoffen, dass diese Maßnahmen die Ausbreitung etwas verlangsamen.  

Die Zahl der Infizierten ist jüngst aber auch in vielen afrikanischen Ländern angestiegen. Erwarten Sie einen ähnlichen Verlauf wie in Europa? 

Es ist davon auszugehen, dass sich das Virus ausbreitet. Aber es wird sich anders auswirken als in Europa, weil die Bevölkerung in Afrika jünger ist. Rund 50 Prozent der Afrikaner sind unter 25, nur rund sechs Prozent sind über 65 Jahre alt. Die Risikogruppe der älteren Menschen ist im Verhältnis viel kleiner. Und die Älteren leben nicht wie bei uns Zimmer an Zimmer in Seniorenheimen, sondern meist in ihrem familiären Umfeld, das sie auch schützen kann. Ich glaube deshalb, dass es in Afrika kein zweites Italien geben wird.

Sind die Maßnahmen, die jetzt in Europa zur Eindämmung des Virus verordnet werden, auch für afrikanische Länder sinnvoll?

 Social distancing ist schwierig. In den Slums in Nairobi oder Lagos leben die Menschen eng zusammen. Da funktioniert das mit den zwei Meter Abstand halten nicht. Das Wichtigste ist, dass sich die Menschen die Hände waschen können. Man kann Handwaschanlagen bereitstellen oder Brunnen bohren, um die Wasserversorgung zu verbessern. Damit hat man schon viel gewonnen.

Können Infizierte, die schwer an Covid 19 erkranken, überhaupt versorgt werden?

Solange keine Beatmung nötig ist, können Patienten teilweise mit Sauerstoff versorgt werden. Das Problem ist, dass es nur in ganz wenigen Kliniken Beatmungsgeräte gibt. Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf können also nicht wie in Europa zwei Wochen lang beatmet werden, bis eine Lungenentzündung ausgeheilt ist. Es werden Menschen sterben, auch Jüngere. Aber in Afrika ist das leider Alltag. Dort sterben viele Menschen in mittlerem Alter weil sie nach einem akuten Nierenversagen keine Dialyse bekommen oder weil kaum eine Klinik einen Herzinfarkt behandeln kann. Man sollte sich deshalb nicht nur auf den Kampf gegen das Coronavirus konzentrieren, sondern das gesamte Gesundheitssystem stärken. Sonst machen wir die gleichen Fehler wie zuvor bei anderen Epidemien auch.  

Der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, warnt, Afrika müsse sich wegen Corona auf das Schlimmste einstellen. Diese Einschätzung teilen Sie also nicht?

Natürlich muss sich der Kontinent auf die Pandemie einstellen. Aber die Menschen haben schon so viel erlebt und bewältigt: die Ausbreitung von HIV in den 1990ern, später die Ebola-Epidemie in Westafrika. Sie haben die Fähigkeit entwickelt, auch mit solchen schweren Krisen umzugehen. Das müssen wir gerade erst lernen.

Was können wir in Europa denn von den Afrikanern im Umgang mit solchen Seuchen lernen?

Als das hier alles vor einigen Tagen richtig losging, hat man eine starke Panikreaktion erlebt, die sich zum Beispiel in egoistischen Hamsterkäufen gezeigt hat. Als ich vor einigen Jahren während der Ebola-Krise in Westafrika war, wurden komplette Dörfer unter Quarantäne gestellt. Da haben sich die Menschen gegenseitig geholfen und füreinander gekocht. Auch die Spiritualität ist dort eine große Ressource, aus der viele Hoffnung schöpfen.  

Wie reagieren Ihre afrikanischen Partnerorganisationen auf die Krise?

Unsere Partner aus Liberia und der Demokratischen Republik Kongo haben uns geschrieben, dass sie wissen, was wir gerade durchmachen, und dass sie an uns denken. Mit Blick auf ihre eigene Lage  reagieren sie eher besonnen. Viele sagen, wir haben Ebola überstanden, jetzt überstehen wir auch Corona, bei dem die Sterblichkeit ja viel geringer ist als bei Ebola. Unsere Partner machen sich aber  Sorgen über die Versorgung mit Medikamenten.

Warum das? 

Die Reisebeschränkungen und vor allem die Einstellung des Flugverkehrs sind ein großes Problem. Ein Großteil der Medikamente für den afrikanischen Markt kommt aus China und Indien. Diese Versorgung ist jetzt gefährdet. Selbst während der Ebola-Epidemie 2014 wurde der Flugverkehr nach Liberia nicht komplett eingeschränkt, weil sonst keine Helfer oder Medikamente ins Land gekommen wären. Man muss sich sehr gut überlegen, welche Maßnahmen sinnvoll sind und wie lange man sie aufrecht halten kann. Sonst werden in Afrika viel mehr Menschen an den Kollateralschäden der Krise sterben als an dem Virus selbst.

 

„welt-sichten“ wird herausgegeben vom Verein zur Förderung der entwicklungspolitischen Publizistik e.V. (VFEP). Diesen Verein haben protestantische und katholische Entwicklungswerke aus Deutschland und der Schweiz im Jahr 2003 gegründet, um gemeinsam das entwicklungspolitische Bewusstsein zu fördern. Das geschieht vor allem mit einer unabhängigen Zeitschrift sowie mit weiteren Publikationen und Bildungsveranstaltungen.

welt-sichten hilft, die Zusammenhänge besser zu verstehen – ob gedruckt als Zeitschrift oder online mit der Internetseite www.welt-sichten.org. Das Themenspektrum reicht von Weltwirtschaft und Entwicklungspolitik über Klimawandel und Umweltschutz bis zu Friedensfragen und der Rolle von Religionen. Autorinnen und Autoren aus aller Welt kommen zu Wort, in Streitgesprächen und Kommentaren greift das Magazin kontroverse Debatten auf.

 

Das Deutsche Institut für Ärztliche Mission e.V. (Difäm) ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit über 100 Jahren für Gesundheit in der Einen Welt einsetzt. 

Als Organisation für weltweite christliche Gesundheitsarbeit stärkt Difäm Gesundheitsdienste durch die Zusammenarbeit mit Partnern in Kirchen, Gesundheitseinrichtungen und Nichtregierungs-Organisationen. Difäm ist Mitglied im Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) e.V.

Links

Originales Interview

Mehr Berichte zu den Auswirkungen der Pandemie in verschiedenen Ländern finden Sie in dem Corona-Dossier von welt-sichten

 

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news-405 Tue, 21 Apr 2020 13:35:00 +0200 Digitale Stadtrundgänge - Future Fashion on Tour https://www.deab.de/aktuell/detail/digitale-stadtrundgaenge-future-fashion-on-tour/ Wo kann ich stylische öko-faire Klamotten kaufen? Welchen Textilsiegeln kann ich wirklich trauen? Und was kann ich mit meiner Kleidung machen, die ich nicht mehr trage? Diese und andere Fragen werden auf den Stadtrundgängen des Projekts Future Fashion in Stuttgart und Ulm beantwortet. Ab sofort gibt es die Stadtrundgänge auch in einer digitalen Version, mit der man auch von zuhause aus auf den Spuren Fairer Mode in Ulm und Stuttgart wandeln kann. Verschiedene Video- und Audiodateien erklären anschaulich Hintergründe zur globalen Modeproduktion und zeigen vor Ort Alternativen zu Fast Fashion auf. 

Hier geht es zum digitalen Stadtrundgang für Stuttgart und Ulm

Auch in Tübingen gibt es mit dem Actionbound "Der Mode auf der Spur" bereits ein digitales, pädagogisches Angebot. In einer digitalen Schnitzeljagd erfahren Teilnehmer*innen mehr über die textile Lieferkette, die Situation der Arbeiter*innen in den Produktionsländern und lernen lokale Initiativen und Geschäfte kennen, die versuchen einen anderen Weg zu gehen. Weitere Informationen gibt es beim Entwicklungspädagogischen Informationszentrum Reutlingen (EPiZ).

 

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news-401 Wed, 15 Apr 2020 16:46:56 +0200 Zeit der Solidarität - auch nach Corona, Aufruf der agl e.V. https://www.deab.de/aktuell/detail/zeit-der-solidaritaet-auch-nach-corona-aufruf-der-agl-ev/ Die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland hat in einem Aufruf an Politiker*innen in Bund, Ländern und Kommunen appelliert, sich für globale Solidarität und die Unterstützung von Eine Welt-Initiativen einzusetzen.

„Die Corona-Krise ist auch eine Zeit der Solidarität und jetzt ist der Moment, in dem der Einsatz dafür wichtig ist, damit das auch in Post-Corona-Zeiten so bleibt“, sagte Udo Schlüter, agl-Vorstandsvorsitzender.

Dabei geht es um ein Engagement auf unterschiedlichen Ebenen, das von globaler Entwicklungspolitik über die Hilfe für Geflüchtete und nachhaltigem Wiederaufbau bis zu bürgerschaftlichem Engagement in den Kiezen und Bildungsprojekten des Globalen Lernens reicht, so Simon Ramirez-Voltaire von der agl-Geschäftsführung.

In ihrem Schreiben plädiert die agl für die Stärkung globaler Solidarität und Klimaschutz auch in Post-Corona-Zeiten und führt aus, warum Eine Welt-Initiativen bei der Bewältigung der Corona-Krise unverzichtbar sind. Sie benennt sieben aktuell wichtige Bereiche: Die Stärkung der Entwicklungspolitik von Staat und Zivilgesellschaft, die Fortführung von Projekten in Ländern des Südens auch unter erschwerten Bedingungen, sofortige Hilfe für Geflüchtete und Evakuierung der griechischen Lager, Stärkung entwicklungspolitischer Bildungsarbeit und des Globalen Lernens für das globale Engagement von Bürger*innen, sozial-ökologischer Wiederaufbau, Zugang zu Wirtschaftshilfen für entwicklungspolitische Vereine und Weltläden, administrative Flexibilität bei geförderten Projekten angesichts der Krisensituation.

Links:

Das Schreiben finden sie hier

Zeit der Solidarität - auch nach Corona

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news-400 Wed, 15 Apr 2020 15:00:02 +0200 Moria - Die Corona Eindämmung darf nicht auf dem Rücken von fliehenden Menschen ausgetragen werden https://www.deab.de/aktuell/detail/moria-die-corona-eindaemmung-darf-nicht-auf-dem-ruecken-von-fliehenden-menschen-ausgetragen-werden/ Die Zahl der Covid-19 Neuinfektionen muss abflachen, das ist aktuell das oberste Ziel der europäischen Regierungen. Während sich die Kommissionspräsidentin der Europäischen Union, Ursula von der Leyen, beim Händewaschen zeigt um den europäischen Bürger*innen als Vorbild voranzugehen, leben mehr als 20.000 Schutzsuchende unter katastrophalen Bedingungen im Camp Moria auf der griechischen Insel Lesvos. Das Camp Moria, das eigentlich für maximal 3000 Menschen Platz hat, ist aktuell mit ca. 20.000 Menschen mehr als 6-fach überbelegt. Die Menschen haben dort keinen Zugang zu Wasser oder Seife.Vorsorgliche Schutzmaßnahmen vor Covid-19 wie regelmäßiges Händewaschen und Social-Distancing die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen werden, sind in Moria nicht möglich.

Die Vereinten Nationen haben vor bis 2030 die Sustainable Development Goals (SDG) für alle Menschen umzusetzen. Das sechste dieser Ziele fordert den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen weltweit. Durch die Aufrechterhaltung der Lagersituation und der unmenschlichen Zustände in Moria verwehrt die EU, als größter gemeinsamer Wirtschaftsraum und Friedensnobelpreisträgerin, den Menschen in den griechischen Lagern diesen Zugang zu sauberem Wasser. Internationale NGOs, darunter Ärzte ohne Grenzen, kritisieren die Situation in Moria deutlich und warnen vor einer drohenden Katastrophe. Denn das Credo in Zeiten von Corona  ist ziemlich deutlich. Solange es kein Medikament oder Impfstoff gibt  gilt: Hände waschen, zu Hause bleiben und Abstand halten.Unter den aktuellen Umständen im Lager ist es den Menschen in Camps wie Moria unmöglich diese Empfehlungen auf so engem Raum umzusetzen. Ärzte ohne Grenzen schreibt in einer Pressemitteilung vom 02.04.2020 dazu: 

„Einen Ausbruch von Covid-19 in den überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln einzudämmen wäre unmöglich. In einigen Teilen des Lagers Moria auf Lesbos müssen sich 1.300 Menschen den Zugang zu Wasser an einem Hahn teilen, und es gibt keine Seife. Familien müssen zu fünft oder sechst auf drei Quadratmetern schlafen“. 

Auch die medizinische Versorgung in Moria ist katastrophal. Die 20.000 in Moria lebenden Menschen haben Zugang zu 3 Ärzt*innen, 2 Hebammen und 8 Krankenpfleger*innen. Ärzte ohne Grenzen berichtet von Suizidversuchen von Kinder; die schon lange im Camp leben. 

Geflüchtete organisieren sich im Camp selbst zur Coronaprävention

Die Menschen im Camp fühlen sich alleine gelassen. Daher nimmt eine Gruppe von Geflüchteten die Dinge selbst in die Hand: Sie gründen ein Corona Awareness Team; das über das Virus und mögliche Schutzmaßnahmen informiert. Sie beraten andere Geflüchtete und hängen mehrsprachige Schilder zu Sicherheitsmaßnahmen auf. Eine Weitere Gruppe von Geflüchteten, hauptsächlich Frauen aus Afghanistan, näht für besonders gefährdete Bewohner*innen Atemschutzmasken aus gespendeten Materialien. 

Zeitgleich argumentieren Europäische Regierungsvertreter*innen, dass aufgrund von der Ausbreitung der Pandemie die Verteilung von Geflüchteten auf andere Mitgliedsstaaten nicht möglich sei. Hatte Deutschland Anfang März noch verkündet mindestens 1500 der 8000 unbegleiteten oftmals stark traumatisierten Kinder aufzunehmen so stilisiert sich die Bundesregierung aktuell als humanitär wenn sie davon spricht 50 Kinder in Deutschland.

Quellen:

 

Arps, J.O. (27.03.2020) „Wenn sich eine Krankheit ausbreitet, sind wir verloren“  Analyse und Kritik. zuletzt abgerufen hier: https://wirkommen.akweb.de/2020/03/wie-die-bewohnerinnen-des-fluechtlingslagers-moria-gegen-das-corona-risiko-kaempfen/

Bähr, S. (28.03.2020) Mit Corona allein Gelassen. Neues Deutschland. zuletzt abgerufen hier: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1134827.moria-auf-lesbos-mit-corona-allein-gelassen.html

Ladurner, U. (04.04.2020) Sie waren schon als Gesunde nicht willkommen. Die Zeit. zuletzt abgerufen hier: https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-04/fluechtlingslager-moria-lesbos-griechenland-zustaende-coronavirus-solidaritaet

Mondays for Humanity (31.03.2020) Wird Moria zum Corona Friedhof?Der Freitag. zuletzt abgerufen hier: https://www.freitag.de/autoren/mondaysforhumanity/wird-moria-zum-corona-friedhof

Schulte, U. (08.04.2020) Humanität in kleinen Dosen. taz. zuletzt abgerufen hier: https://taz.de/Aufnahme-von-Fluechtlingskindern/!5677566/

Schülke-Gill, B. (18.03.2020) Ärzte ohne Grenzen: „Die EU muss diese Menschen so schnell wie möglich aus Moria herausbringen“. Deutsche Welle. zuletzt abgerufen hier: https://www.dw.com/de/%C3%A4rzte-ohne-grenzen-die-eu-muss-diese-menschen-so-schnell-wie-m%C3%B6glich-aus-moria-herausbringen/a-52825358

Seebrücke (18.03.2020) Leave no one behind!- Griechische Lager jetzt evakuieren. Seebrücke zuletzt abgerufen hier: https://seebruecke.org/press/leave-no-one-behind-griechische-lager-jetzt-evakuieren/

Seebrücke (19.03.2020) Humanitäre Korridoren müssen offen bleiben. Seebrücke. zuletzt abgerufen hier: https://seebruecke.org/press/humanitaere-korridore-muessen-offen-bleiben/

Suhr, F. (28.03.2020) Moria ist COVID-19 hilflos ausgeliefert. Statista. zuletzt abgerufen hier: https://de.statista.com/infografik/21169/daten-und-fakten-zum-fluechtlingslager-moria-auf-lesbos/

Ärzte ohne Grenzen (02.04.2020) Covid-19: Von der Leyen muss dringend Evakuierungen aus griechischen Lagern umsetzen. Ärzte ohne Grenzen zuletzt abgerufen hier: https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/griechenland-evakuierung-moria

Informiert bleiben: 

Moria Corona Awareness Team auf Facebook: https://www.facebook.com/MoriaCoronaAwarenessTeam/

Seebrücke: https://seebruecke.org/

 

Text von Tamara Moumna, DEAB Referentin für die Webseite und Social Media

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news-399 Wed, 15 Apr 2020 14:08:52 +0200 PRESSEMITTEILUNG Schuldendienstzahlungen bis Ende 2021 aussetzen! https://www.deab.de/aktuell/detail/pressemitteilungschuldendienstzahlungen-bis-ende-2021-aussetzen/ Berlin, 15. April 2020 – Anlässlich der gerade virtuell stattfindenden Frühjahrstagung von IWF und Weltbank fordert VENRO einen umfassenden Schuldenerlass.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat entschieden, den Schuldendienst der 25 ärmsten Länder für die kommenden sechs Monate auszusetzen. VENRO begrüßt diesen Schritt – allerdings reicht diese Entscheidung noch nicht aus.

„Der Erlass des an den IWF fälligen Schuldendienstes sollte über diese sechs Monate hinaus bis mindestens Ende 2020, besser noch bis Ende 2021, verlängert werden“, erklärt Dr. Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. „Die Bundesregierung sollte sich zudem dafür einsetzen, dass der Erlass nicht nur für 25 Staaten gilt, sondern auf alle 76 ärmsten Länder ausgeweitet wird.“

Viele der ärmsten Länder standen schon vor der Corona-Krise vor der Überschuldung. Der Einbruch der Weltwirtschaft und damit rückgängige Exporte der stark exportabhängigen rohstoffreichen Länder werden diesen Trend noch verschärfen. Fabrikschließungen und Ausgangsbeschränkungen hindern Millionen von Tagelöhner_innen, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern daran, ihr dringend benötigtes Einkommen zu sichern. Private Absicherung ist den allerwenigsten möglich. Die Gesundheitssysteme in den Ländern sind ohnehin schon schwach und unterfinanziert.  

Die ärmsten Länder benötigen deshalb dringend mehr Geld, um die medizinische Grundversorgung vor allem für die ärmsten und marginalisierten Bevölkerungsgruppen zu sichern. „Die Bundesregierung muss selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Sie sollte die fälligen Schuldendienstzahlungen bis Ende 2021 für kritisch verschuldete Entwicklungsländer streichen und damit Forderungen aus Schuldnerländern, wie etwa von afrikanischen Finanzministern geäußert, unterstützen. Zudem sollte sie die Länder dazu ermutigen, ihre Zahlungen auch bei anderen Gläubigern einzustellen“, so Bornhorst.

Kontakt für Rückfragen:


Silvan Rehfeld, Referent Kommunikation, Tel. 030/263 929 924, E-Mail s.rehfeld*@venro.org

VENRO (www.venro.org) ist der Bundesverband entwicklungspolitischer und humanitärer Nichtregierungsorganisationen (NRO). Ihm gehören rund 140 deutsche NRO an, die in der privaten oder kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit, der Humanitären Hilfe sowie der entwicklungspolitischen Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit tätig sind.

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news-398 Tue, 14 Apr 2020 13:23:29 +0200 Was eine Pandemie mit Mode zu tun hat – Auswirkungen der Corona-Krise auf Textilarbeiter*innen weltweit https://www.deab.de/aktuell/detail/was-eine-pandemie-mit-mode-zu-tun-hat-auswirkungen-der-corona-krise-auf-textilarbeiterinnen-weltweit/ Die Auswirkungen der aktuellen Corona-Krise auf unser Leben, unseren Alltag, aber auch die Wirtschaft sind massiv. Während hierzulande der Staat milliardenschwere Hilfspakete auflegt, um Arbeitnehmer*innen durch die Krise zu bringen und Unternehmen zu retten, verliert man schnell aus dem Blick, welche Auswirkungen die Pandemie auf Arbeiter*innen in den ersten Stufen globaler Lieferketten haben. In der Textilindustrie sehen sich Arbeiter*innen angesichts ausbleibender Bestellungen mit fristlosen Kündigungen oder unbezahltem Zwangsurlaub konfrontiert. Dabei verdeutlicht die aktuelle Krise auch grundsätzlich die Probleme in der textilen Lieferkette. 

Schon Ende Februar warnten erste Berichte vor massiven Auswirkungen der Pandemie auf die Arbeiter*innen in Textilfabriken, z.B. in Kambodscha, Bangladesch, Indien und Myanmar. Seitdem Europa und die USA Schritt für Schritt das öffentliche Leben einschränken und Geschäfte nach und nach schließen mussten, macht sich dies auch in den Produktionsländern bemerkbar. 

Die Verträge zwischen Zulieferern und Modeunternehmen sind oft so gestaltet, dass die Unternehmen erst bis zu drei Monate nach Lieferung bezahlen und sich in Verträgen gegen sogenannte höhere Gewalt absichern. Mit dieser Begründung stornieren derzeit zahlreiche große Modefirmen kurzfristig ihre Bestellungen und weigern sie sich nun auch, bereits entstandene Kosten in der Produktion zu übernehmen. In einer Industrie, die ohnehin schon unter massivem Zeit- und Preisdruck arbeitet und in der Arbeiter*innen oft Löhne erhalten, die nicht zum Leben reichen, kommt dies einer Katastrophe gleich. Auf den bereits entstandenen Kosten bleiben die Zulieferer und letztlich die Arbeiter*innen sitzen, die ihren Lohn nicht mehr erhalten und ohne Entschädigung entlassen werden. Da sie jahrelang nur niedrigste Löhne erhalten haben, ist es den Arbeiter*innen in der Regel nicht möglich, etwas zur Seite zu legen. In Bangladesch wurden Gewerkschaften zufolge schon rund 1 Million Arbeiter*innen entlassen oder größtenteils ohne Bezahlung beurlaubt. Dort, wo noch weitergearbeitet wird, fürchten Arbeiter*innen, dass sich das Virus in den überfüllten Fabriken und ohne entsprechende Schutzmaßnahmen schnell verbreiten wird. 

Wie geht es weiter?

Die Frage danach, wie diese Situation international und solidarisch gelöst werden kann, bleibt bei all den (wichtigen) Diskussionen über Soforthilfen, Kurzarbeit und andere nationale Maßnahmen, um die Krise abzufedern, noch unbeantwortet. Gewerkschaften aus den Produktionsländern appellieren an die Modeunternehmen aus Europa und den USA, ihre Bestellungen nicht zu stornieren und zu einem Hilfsfonds für Arbeiter*innen beizutragen. Kalpona Akter, Gründerin des Bangladesh Center for Workers‘ Solidarity (BCWS) fordert Unternehmen auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und ihre Zahlungen nicht zu verweigern, damit die Arbeiter*innen auch trotz Entlassungen wenigsten die ihnen gesetzlich zustehende Entschädigung erhalten. Auch die Kampagne für Saubere Kleidung schließt sich dem Appell an die großen Modefirmen an und fordert, dass diese Verantwortung für die Arbeiter*innen in ihren Lieferketten übernehmen.

Die aktuelle Situation führt uns nochmals dramatisch vor Augen, wie wichtig Transparenz und unternehmerische Sorgfaltspflichten für Menschenrechtsschutz entlang der Lieferkette sind. Es wird klar: Es muss sich langfristig etwas ändern und die Rechte und der Schutz der Arbeiter*innen müssen nachhaltig gestärkt werden. Ein sogenanntes Lieferkettengesetz, das Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet, die Menschenrechte und die Umwelt in ihren Lieferketten zu schützen, kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Die Petition kann auch online unterzeichnet werden: www.lieferkettengesetz.de

Die Frauenrechtsorganisation FEMNET hat darüber hinaus einen Corona-Nothilfefonds für Arbeiter*innen in Indien und Bangladesch eingerichtet Hier geht es zu: Informationen und Möglichkeiten zur Spende.


Weiterlesen: 


    • Seit Mitte März dokumentiert die internationale Kampagne für Saubere Kleidung in einem Blog, wie sich die Situation für die Arbeiter*innen entwickelt (https://cleanclothes.org/news/2020/live-blog-on-how-the-coronavirus-influences-workers-in-supply-chains – in Englisch) 
    • Paper des Center for Global Workers‘ Rights (Pennsylvania State University) mit einer Umfrage unter Zulieferern in Bangladesch (März 2020): https://www.workersrights.org/wp-content/uploads/2020/03/Abandoned-Penn-State-WRC-Report-March-27-2020.pdf
    • Das European Centre for Constitutional and Human Rights (ECCHR) hat ein Policy Paper zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Krisenzeiten am Beispiel der aktuellen Situation in der Textilindustrie veröffentlicht (https://www.ecchr.eu/fileadmin/Publikationen/ECCHR_PP_SUPPLYCHAINS_COVID_EN.pdf – in Englisch). 
    • Artikel von Gisela Burkhardt, Vorstandsvorsitzende von FEMNET: https://saubere-kleidung.de/2020/03/solidaritaet-mit-naeherinnen-corona-pandemie/


    Presseberichte: 


        ◦ Artikel bei Spiegel Online (06.04.2020):(https://www.spiegel.de/wirtschaft/modeindustrie-die-vergessenen-der-corona-krise-a-3107caba-803a-40a9-b3bd-004db5b4ef81)
        ◦ Artikel bei DW (04.04.2020): (https://www.dw.com/de/der-globalisierte-corona-schock-in-der-textilindustrie/a-53003975)
        ◦ Artikel von Tansy Hoskins (Autorin von „Das antikapitalistische Buch der Mode“) im Huckmag (30.03.2020, in Englisch): https://www.huckmag.com/art-and-culture/style/covid-19-poses-an-existential-threat-to-fast-fashion-industry/
          

Text von Mirjam Hitzelberger, DEAB Referentin für "Future Fashion" und "Fair Macht Schule". 

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news-396 Thu, 02 Apr 2020 17:44:14 +0200 Weltladen-Dachverband startet aktion #fairsorgung https://www.deab.de/aktuell/detail/pm-weltladen-dachverband-startet-aktion-fairsorgung/ Der DEAB begrüßt die Aktion #fairsorgung des Weltladen Dachverbandes. Denn in Zeiten wie diesen ist nachhaltiger Konsum wichtiger denn je. Hier gibt es Infomationen wie Sie die Weltläden und dadurch Produzent*innen im Globalen Süden trotz Corona unterstützen können. Gemeinsam mit rund 30 Lieferanten des Fairen Handels hat der Weltladen-Dachverband die „aktion #fairsorgung“ gestartet. Ziel ist es, die schlimmsten wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise auf alle Partner des Fairen Handels abzumildern und die Versorgung der Bevölkerung mit fair gehandelten Produkten zu gewährleisten.

Dafür bieten einzelne, lokale Weltläden kreative Verkaufsmöglichkeiten an. Außerdem können Kund*innen bei Bestellungen im Online-Shop der anerkannten Fair-Handels-Lieferanten den lokalen Weltladen unterstützen.

Weitere Informationen finden Sie direkt unter:
www.aktion-fairsorgung.de
Machen Sie mit - Fairer Handel verbindet!

aktion #fairsorgung lokal:


Weltläden entwickeln kreative Verkaufsmöglichkeiten 

Zum Schutz vor dem Coronavirus sind viele Weltläden geschlossen oder haben nur eingeschränkt geöffnet. Die meisten Weltläden haben nun kreative Verkaufsmöglichkeiten entwickelt, damit die Kund*innen weiterhin fair gehandelte Produkte kaufen und so auch die Handelspartner weltweit unterstützen können.

Viele Weltläden haben von jetzt auf gleich einen Lieferdienst eingerichtet. Er versorgt Kund*innen weiterhin mit ihren Lieblingsprodukten wie Kaffee, Tee oder Schokolade. Gleichzeitig trägt er dazu bei, dass die Läden ihren Lagerbestand verkleinern und verderbliche sowie saisonale Artikel rechtzeitig verkaufen können. Die Bestell- und Zahlungsmodalitäten sind je nach Weltladen unterschiedlich. Andere Läden haben ihre Verkaufsaktivitäten auf die örtlichen Wochenmärkte verlegt.


Insbesondere als Oster-Geschenk eignen sich jetzt gekaufte und später eingelöste Gutscheine, die einige Weltläden nun anbieten. Schauen Sie auf der Website Ihres Weltladens nach, ob dieser noch geöffnet hat bzw. welche alternativen Verkaufsmöglichkeiten er anbietet. Hier finden Sie den Weltladen in Ihrer Nähe.

aktion #fairsorgung online: 

Online einkaufen und Weltläden unterstützen 

Sie möchten weiterhin fair gehandelte Produkte einkaufen und gleichzeitig Ihren lokalen Weltladen und die Handelspartner weltweit in der Coronakrise unterstützen?

Diese Lieferanten geben bei Bestellungen in ihren Online-Shops einen Teil des Umsatzes an den Weltladen weiter, den Sie bei der Bestellung angeben. Die Liste wird kontinuierlich erweitert.

www.aktion-fairsorgung.de/online

 

Der Text stammt aus dem Newsletter des Weltladen Dachverbandes. 

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news-404 Thu, 02 Apr 2020 10:33:00 +0200 MiGlobe Austauschtreffen: Digital https://www.deab.de/aktuell/detail/miglobe-austauschtreffen-digital/ Ein regulär geplantes MiGlobe Baden-Württemberg Austauschtreffen war wegen des Corona Virus nicht möglich, stattdessen trafen sich die MiGlobe Beraterinnen und Berater und das Projektteam am 21. März 2020 zum ersten Mal seit Projektbeginn digital per Videokonferenz. Drei mal im Jahr tauschen sich die MiGlobe Beraterinnen und Berater aus Baden-Württemberg zu aktuellen Beratungsprozessen, ihrer Arbeit mit Kommunen und zu Beratungsschwerpunkten aus dem Bereich der kommunalen Entwicklungspolitik aus. Leider kam dieses Jahr der Corona Virus dazwischen und das erste Seminar vom 21-22. März 2020 konnte nicht wie geplant in Karlsruhe stattfinden. Stattdessen fasste MiGlobe Baden-Württemberg kurzfristig den Beschluss das Seminar online zu veranstalten, über ein Videokonferenztool: Das Webinar war ein voller Erfolg. Nach fünf Stunden Videokonferenz waren alle positiv gestimmt, dass selbst in diesen schwierigen Zeiten eine Zusammenarbeit im Team gut möglich ist und MiGlobe Kommunen weiterhin bei der Umsetzung Ihrer Ideen der kommunalen Entwicklungspolitik beratend zur Seite stehen kann.

Ursprünglich hatten sich zu dem Seminar in Karlsruhe 12 der Beraterinnen und Berater angemeldet. Teilgenommen haben schließlich 14 der 15 Beraterinnen und Berater, live zugeschaltet aus ganz Baden-Württemberg. Eine Beraterin hat sogar aus Peru trotz 6 Stunden Zeitverschiebung an dem Webinar teilgenommen.

Wir freuen uns sehr, dass die produktive Zusammenarbeit dank digitalen Tools so reibungslos funktioniert.

Trotz der aktuellen Situation sind wir weiterhin für interessierte Kommunen erreichbar. MiGlobe begleitet Sie gerne auf ihrem Weg der interkulturellen Öffnung der kommunalen Entwicklungspolitik.

Kontakt:

Tamara Moumna, Projektreferentin MiGlobe beim DEAB: 

Telefon: 0711 66 48 97 71

Email: tamara.moumna*@deab.de 

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news-395 Fri, 20 Mar 2020 10:18:41 +0100 Aktionen von jungen Menschen gegen Gewinne ohne Gewissen – Bericht vom Aktionswochenende in Heilbronn https://www.deab.de/aktuell/detail/aktionen-von-jungen-menschen-gegen-gewinne-ohne-gewissen-bericht-vom-aktionswochenende-in-heilbronn/ In Südafrika forderten 2012 Arbeiter*innen einer Platin-Mine bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Ihr Streik wurde brutal von der Polizei niedergeschlagen. 34 Menschen wurden erschossen. Hauptkunde des Minenbetreibers war damals BASF. Der deutsche Chemiekonzern verwendet das Platin, um Katalysatoren für die Autoindustrie zu beschichten. Als wichtigster Abnehmer hätte BASF eine Verpflichtung gehabt, die menschenunwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen vor Ort zu skandalisieren und Veränderungen zu bewirken. Diese Verpflichtung ist in Deutschland jedoch nicht in einem Gesetz festgeschrieben, stattdessen plädiert die Bundesregierung auf die Freiwilligkeit der Unternehmen. Ein Gesetz, das Menschenrechte und Umweltschutz in der Produktionskette nicht dem guten Willen von Unternehmen überlässt, fordert nun ein starkes zivilgesellschaftliches Bündnis. Vom 6. bis zum 7. März versammelten sich deshalb junge Menschen in Heilbronn, um zu überlegen wie sich die Forderung nach einem Lieferkettengesetz in die Welt und auf die Straße tragen lässt. Denn, wie in dem Vortrag von Uwe Kleinert (Werkstatt Ökonomie) klar wurde, ist jetzt der politische Moment dazu. Nach ausgiebigem inhaltlichen und methodischen Input starteten die Jugendlichen am Samstagnachmittag damit, sich aktiv zu überlegen, wie eine Umsetzung von Aktionen aussehen könnte. Während sich die eine Gruppe damit beschäftigte, Vorlagen für Mails und Briefe an Schulen zu schreiben, beschäftige sich eine weitere damit, was ein gutes Aktionsbild ist und welche Ziele eine Aktion in der Öffentlichkeit verfolgen muss. Eine weitere Gruppe legte direkt los und machte auf die schlechten Arbeitsbedingungen in der Produktion von H&M aufmerksam. Input darüber, wie eine gelungene Aktion aussehen könnte, gab es am Vormittag in Workshops zu AdBusting, Aktionen im öffentlichen Raum und zum Hand Print Konzept.

Allen gemeinsam war die Überzeugung, dass es für echte Veränderungen nicht nur auf individuelle Entscheidungen ankommen kann. Denn natürlich ist faire Schokolade besser als nicht-faire, aber warum ist die nicht-faire das Standardprodukt, während die faire Schokolade gekennzeichnet ist? Könnte es nicht anders herum sein? Diesen Gedanken formulierte Marie Heitfeld (Germanwatch), indem sie uns das Konzept des Hand Print vorstellte. Darin geht es nicht primär darum, den individuellen Fußabdruck durch bewussten Konsum zu verkleinern, sondern darum, Gestaltungsräume zu nutzen, um die Strukturen, in denen individuelles Handeln stattfindet, zu verändern.

Denn die Entscheidung ob Menschenrechte und Umweltschutzstandards eingehalten werden, ist keine, die der Freiwilligkeit von Unternehmen überlassen werden kann. Und auch keine, die sich auf das Individuum zwischen H&M und Weltladen abladen lässt.

Mehr Infos zur bundesweiten Kampagne für ein Lieferkettengesetz und zu dem oben genannten Fallbeispiel finden sich hier.

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news-394 Mon, 16 Mar 2020 13:51:26 +0100 Corona: ABSAGE aller DEAB Veranstaltungen https://www.deab.de/aktuell/detail/corona-absage-aller-veranstaltungen/ Liebe Eine-Welt-Aktive, Liebe Freund*innen des DEAB,

leider müssen auch wir unsere Veranstaltungen bis einschließlich 30.04.2020 absagen. Wir hoffen sehr, dass wir dadurch unseren Beitrag zur Eindämmung des Corona Virus leisten können. 

Sobald Termine nachgeholt werden informieren wir natürlich umgehend auf unserer Webseite und unserem Facebook Kanal darüber.

Wir wünschen uns und Euch/Ihnen allen eine gesunde Zeit!

 

Herzliche Grüße

das Team der DEAB Geschäftstelle 

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news-393 Tue, 10 Mar 2020 17:02:05 +0100 Pressemitteilung: Merkel und Altmaier stoppen Vorstoß für Lieferkettengesetz – Menschenrechte und Umweltschutz können nicht länger warten https://www.deab.de/aktuell/detail/pressemitteilung-merkel-und-altmaier-stoppen-vorstoss-fuer-lieferkettengesetz-menschenrechte-und-umweltschutz-koennen-nicht-laenger-warten/ Berlin, 10.03.2020. Immer wieder sind deutsche Unternehmen entlang ihrer Lieferketten an Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung beteiligt. Um das zu verhindern, hatten Bundesentwicklungsminister Müller und Bundesarbeitsminister Heil bereits im Dezember versprochen, Eckpunkte für ein Lieferkettengesetz zu veröffentlichen. Laut Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) hat das Bundeskanzleramt die für heute geplante Veröffentlichung der Eckpunkte verhindert. Die Initiative Lieferkettengesetz fordert von der Bundesregierung, ihren Verpflichtungen aus dem Koalitionsvertrag nachzukommen und endlich den Gesetzgebungsprozess für ein Lieferkettengesetz voranzutreiben.

“Eine Blockade des Lieferkettengesetzes durch das Kanzleramt wäre völlig inakzeptabel. Denn wirtschaftliche Interessen dürfen niemals wichtiger sein als Menschenrechte und Umweltschutz,” sagt Johanna Kusch, Sprecherin der Initiative Lieferkettengesetz. “Wir haben bereits mit unserem Rechtsgutachten gezeigt: Ein Lieferkettengesetz ist nicht nur dringend notwendig, sondern machbar – sowohl für den Gesetzgeber, als auch für dir deutschen Unternehmen.”

Wirtschaftsminister Altmaier pocht darauf, die zweite Befragungsrunde des Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) abzuwarten. In der ersten Befragungsrunde hatten die Unternehmen schlecht abgeschnitten. “Der vor wenigen Tagen veröffentlichte Zwischenbericht zum NAP-Monitoring hat gezeigt: Weniger als ein Fünftel der Unternehmen, die sich beteiligt haben, kommen ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nach. Das ist ein verheerendes Ergebnis und zeigt: Freiwillige Maßnahmen reichen nicht aus, um Menschenrechte zu schützen. Daran wir auch eine weitere Umfrage nichts ändern,” sagt Christian Schliemann vom ECCHR. Laut RND teilte das Wirtschaftsministerium mit, dass gesetzliche Vorschläge derzeit verfrüht seien und erst eine weitere Umfrage zeigen könne, ob ein Gesetz überhaupt notwendig sei.

Im aktuellen Koalitionsvertrag hatten sich die Regierungsparteien dazu verpflichtet, die Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten durch deutsche Unternehmen zu überprüfen – und bei Nichteinhaltung per Gesetz einzufordern. Ein solches Lieferkettengesetz soll sicherstellen, dass Unternehmen entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette dafür sorgen, dass Mensch und Umwelt geschützt werden – und Betroffene bei Verletzung dieser Pflichten ihr Recht in Deutschland einklagen können.

“Was in Deutschland verboten ist – zum Beispiel ausbeuterische Kinderarbeit – darf nicht länger bei ausländischen Zulieferern deutscher Unternehmen geduldet werden. Ein Lieferkettengesetz ist überfällig. Die Minister Heil und Müller drängen darauf, dass es in dieser Sache vorangeht. Es ist unverständlich und bedauerlich, dass sie deshalb so viel Gegenwind bekommen,” sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt.

Die Initiative Lieferkettengesetz eint 91 zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen sowie Gewerkschaften und kirchliche Akteure. Im September 2019 haben sie sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Brot für die Welt und ECCHR gehören zu den 18 Trägerorganisationen der Initiative.

Weiterführende Informationen:

    Der Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland findet sich hier: https://tinyurl.com/rljgl4z

Kontakt:

    Johannes Heeg, Sprecher „Initiative Lieferkettengesetz”: Tel.: 0151-10611346, E-Mail: presse*@lieferkettengesetz.de
    Michelle Trimborn, Pressestelle ECCHR: Tel.: 030-40 10 94 54, E-Mail: presse*@ecchr.eu
    Renate Vacker, Pressesprecherin Brot für die Welt: Tel. 030 65211 1833, E-Mail: renate.vacker*@brot-fuer-die-welt.de

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News Deab News Lieferkettengesetz
news-391 Mon, 09 Mar 2020 10:54:03 +0100 Die Neue Südzeit ist da! "Sand - schwindende Schönheit" https://www.deab.de/aktuell/detail/die-neue-suedzeit-ist-da-3/ In unserer März-Ausgabe stellen wir den Sand in den Mittelpunkt und nehmen Sie mit an den Strand und in die Wüste. Wir beleuchten den globalen Sandverbrauch, präsentieren alternative Bauweisen und lassen Menschen zu Wort kommen, die ihre ganz eigenen Erfahrungen mit dem Rohstoff Sand haben. Hier unsere Themen:


    • Sand – schwindende Schönheit: In atemberaubendem Tempo verbauen wir unseren Sand. Die UN warnen vor den Folgen
    • Hausbau für die Erben: Über die spannende Zukunft des nachhaltigen Bauens 
    • Desertifikation: Wissenschaftler erforschen die Kipppunkte der Wüstenbildung
    • Begegnungen im Sand: nachhaltige Reisen an den Strand und in die Wüste
    •  Kunst: Stefanie Zoche widmet zahlreiche Arbeiten dem Rohstoff Sand 
    • Sand in unseren Händen: Sand kann für Menschen ganz unterschiedliche Bedeutungen haben


Weitere Themen in Südzeit


    • Landespolitik: Die Initiative „Afrika im Blick“
    • Arun Gandhi: Können wir in Frieden leben? 
    • Fair Fashion: Neue Mode in den Weltläden
    • Wir wollen ein Lieferkettengesetz! Forderungen und Termine zum Mitmachen
    • Asylpolitik: In Baden-Württemberg wächst die Empörung über Abschiebungen von Geflüchteten in Arbeit über Parteigrenzen hinweg
    • Fairer Handel: Wenn Sand auf Fairness trifft, entstehen wunderbare Produkte
    • Markus Boese: Der ehemalige Fair-Handels-Berater und heutige Kaffeeröster berichtet über seinen größten Coup

… und viele weitere Informationen rund um die globale Gerechtigkeit in Baden-Württemberg und weltweit


Kurz und knackig: „Abo 2020“ - zum Schnuppern oder Schenken. Das Abo endet automatisch nach vier Ausgaben im Dezember. 
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Publikation Südzeit News Deab Dokumentiert
news-390 Thu, 05 Mar 2020 11:00:07 +0100 Preisträger bei FAIR macht Schule! https://www.deab.de/aktuell/detail/preistraeger-bei-fair-macht-schule/ Ende Februar nahm die Klasse 9e des Johann-Sebastian-Bach-Gymnasiums Mannheim an den Aktionstagen "FAIR macht Schule!" des DEAB teil. Die Klasse hatte die zwei besonderen Tage als Preis beim Filmwettbewerb der Fairtrade-Schools Baden-Württemberg gewonnen. Die Schulklasse, die bereits im schuleigenen Weltladen sehr aktiv ist und sich mit dem Fairen Handel schon gut auskennt, konnte trotzdem einige neue Erkenntnisse aus den Aktionstagen mitnehmen, besonder bei der Stadtrallye am zweiten Tag. Ein Besuch im "großen" Weltladen bestärkte die Vernetzung der Schule mit dem Weltladen und es wurden sogar Ideen für eine zukünftige Zusammenarbeit entwickelt. Aber auch das Gespräch im Rathaus mit Bernd Götz, Fachbereichsleiter für Baurecht, Bauverwaltung und Denkmalschutz und Andreas Ebert aus dem Fairtrade-Town Steuerungskreis sorgte für Aha-Momente bei den Schüler*innen - dass die Stadt jährlich rund 44 Millionen Blatt Papier verbraucht zeigte der Gruppe anschaulich, welche Relevanz die Kaufentscheidungen in der öffentlichen Beschaffung haben. Doch leider, so Bernd Götz, sei Fairtrade immer noch keine Selbstverständlichkeit. Die Schüler*innen nehmen nach den Aktionstagen aber jede Menge Motivation mit, sich dafür einzusetzen, dass wir dieser Vision ein kleines Stückchen näher kommen und sind sich sicher: "Auch wir können dazu beitragen, die Welt wenigstens ein bisschen besser machen."

Einen Artikel über die Aktionstage im Mannheimer Morgen finden Sie hier

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news-406 Tue, 03 Mar 2020 16:58:00 +0100 Lesetipp: Weltgarten 2019 - 17 Ziele an einem Ort! https://www.deab.de/aktuell/detail/zum-nachlesen-weltgarten-2019-17-ziele-an-einem-ort/ Mit eindrucksvollen Bildern und Texten dokumentiert die Broschüre „Weltgarten 2019 – 17 Ziele an einem Ort“ Highlights aus dem gleichnamigen DEAB-Projekt auf der Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn. Die Broschüre „Weltgarten 2019 – 17 Ziele an einem Ort“ ruft die Erinnerung an den Weltgarten 2019 und die wunderbaren und sinnstiftenden Frühlings- und Sommermonate 2019 auf der BUGA in Heilbronn wach. Und nicht nur das: Sie inspiriert Leser*innen der Weltgarten-Broschüre, sich weiterhin für eine gute Zukunft auf unserem Planeten einzusetzen. 

Die Broschüre „Weltgarten 2019 - 17 Ziele an einem Ort“ dokumentiert mit vielen Bildern und Texten alle wichtigen Ergebnisse des Weltgarten-Projektes und ist damit vor allem auch für all jene Akteur*innen relevant, die in Zukunft an der Gestaltung von Gartenschauen, Ausstellungen, Messen oder anderen Orten der Begegnung mitwirken werden und dort außergewöhnliche Räume für entwicklungspolitische Bildungsarbeit schaffen wollen.

Mit dieser Broschüre „Weltgarten 2019 - 17 Ziele an einem Ort“ will sich der DEAB nochmals bei all jenen bedanken, die dieses Projekt als  Unterstützer*innen, Mitwirkende und als Besucher*innen ermöglicht, bereichert und zum Erfolg geführt haben. DANKE! 

Download

Broschüre "Weltgarten 2019 - 17 Ziele an einem Ort"

 

 

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news-388 Mon, 10 Feb 2020 15:42:49 +0100 33 Praxisworkshops für zivilgesellschaftliche Akteure aus den Bereichen Eine Welt und Nachhaltigkeit https://www.deab.de/aktuell/detail/33-praxisworkshops-fuer-zivilgesellschaftliche-akteure-aus-den-bereichen-eine-welt-und-nachhaltigkeit/ Die Praxisworkshops richten sich an zivilgesellschaftliche Akteur*innen in Baden-Württemberg, die sich in den Bereichen Eine Welt und Nachhaltigkeit engagieren. Organisiert werden die Qualifizierungsangebote vom DEAB von den Eine Welt-Regional- und Fachpromotor*innen, RENN.süd und der SEZ. Siehe Flyer im Anhang

Viele Ehren- und Hauptamtliche sehen sich in ihren Vereinen und Initiativen mit einer breiten Palette an Anforderungen konfrontiert. Das beginnt mit den Fragen: Wie moderiere ich unsere Veranstaltungen? Wie können wir unseren Aktionstage kreativer gestalten? Wie können wir gemeinsam mehr Wirkung in neuen Bündnissen erzielen? Und wie sieht eine nachhaltige Veranstaltungsorganisation aus? Die Workshops sind interaktiv gestaltet und gehen auf die praxisbezogenen Fragen der Teilnehmenden ein.


Kompetent:
Art of hosting (1.2.20 in Freiburg und 4.4.20 in Karlsruhe)
Kreative Aktionsformen (13.6.20 in Ulm)
Moderation (7.3.20 in Heidelberg)
Gewaltfreie Kommunikation (24.10.20 in Stuttgart)
Mitmacher*innen gewinnen (16.5.20 in Herbolzheim)
Strukturiertes Moderieren mit kreativer Visualisierung (21.3.20 in Tübingen, 25.4.20 in Ulm, 25.9.20 in Karlsruhe)
Zeitmanagement und Selbstorganisation (6.3.20 in Stuttgart)

Vielfältig:
Kompetent gegen rechte Parolen (17.10.20 in Heilbronn und 21.11.20 in Wangen i.A.)
The white saviour narrative (25.4.20 in Karlsruhe)
Transkulturalität (23.5. in Heidelberg)
Interkulturelle Kommunikation (15.5.20 in Stuttgart)
Sprache und koloniale Kontinuitäten (15.2.20 in Aalen, 27.6.20 in Konstanz, 7.11.20 in Ulm)
Rassismus kritisch veranstalten (5.9.20 in Freiburg, 17.10.20 in Mannheim)
Weiß-sein und entwicklungspolitisches Engagement (18.7.20 in Mannheim)

Vernetzt:
FairNetzung (24.1.20 in Künzelsau und 17.10.20 in Weingarten)
Femal Leadership (20.6.20 in Stuttgart)
Gemeinsam mehr Wirkung erzielen (16.10.20 in Albstadt)
Globales Lernen (14.11.20 in Heidelberg)

Nachhaltig:
Gemeinsam Nachhaltigkeit gestalten (16.10.20 in Karlsruhe, 13.11.20 in Stuttgart und 27.11.20 in Freiburg)
Nachhaltige Veranstaltungsorganisation (10.7.20 in Karlsruhe und 24.7.20 in Stuttgart)
Nachhaltig konsumieren - aber wie? (15.5.20 in Karlsruhe)
Bei Rückfragen steht Ihnen Gabriele Radeke (IBQV-Promotorin) unter 0711-66487328 und info@deab.de zur Verfügung.

Es wird ein Unkostenbeitrag für die bio.regio.faire Verpflegung erhoben.

Die Praxisworkshop-Reihe vom DEAB und RENN.süd findet in Kooperation mit der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit (SEZ), dem BUND und der Allianz für Beteiligung statt.

Link 

Alle Praxisworkshop 2020 finden Sie als seperate Veranstaltungen hier aufgelistet: Praxisworkshops 2020

Flyer

Praxisworkshops 2020 Flyer 

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News Deab News Eine Welt-PP
news-403 Thu, 23 Jan 2020 10:12:00 +0100 MiGlobe Jahresrückblick 2019:MiGlobe ist in Baden-Württemberg angekommen  https://www.deab.de/aktuell/detail/miglobe-jahresrueckblick-2019miglobe-ist-in-baden-wuerttemberg-angekommen/ 2019 war ein spannendes Jahr für die Berater*innen und das Projektteam von MiGlobe Baden-Württemberg. Gern möchten wir das Jahr in diesem Rückblick Revue passieren lassen. Das Angebot von MiGlobe richtet sich an Kommunen, die ihre kommunale Entwicklungspolitik und Nachhaltigkeitstrategien interkulturell öffnen möchten. Auch in 2019 kamen die Berater*innen von MiGlobe mit einigen Kommunen ins Gespräch, die sich auf den Weg der Öffnung machen möchten. Mit vier Kommunen führten die Berater*innen erste Dialogforen, und acht  mehrmonatige Beratungseinsätze wurden abgeschlossen. Seit Beginn des Projektes in 2017 entstanden insgesamt 24 Auftaktgespräche und neun Beratungen mit Kommunen in ganz Baden-Württemberg. 

Außerdem kamen die Berater*innen an drei Wochenenden in 2019 zusammen um sich über laufende Beratungen auszutauschen, zu vernetzen und von der Expertise der anderen zu lernen. Ein besonders Höhepunkt war das zweite Wochenende im Mai 2019. Dort trafen die Berater*innen aus Baden-Württemberg die MiGlobe Berater*innen aus Nordrhein-Westfalen in einem großen Austauschwochenende. Es gab viele Möglichkeiten zur Diskussion zu Vernetzung und der Beratungsarbeit. In ausgelassener Atmosphäre berieten sich die Berater*innen aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen zu den unterschiedlichen Aufgaben und Bestandteilen des Projektes. 

Auch außerhalb der Beratungen und den Gesprächen mit Kommunen waren die Berater*innen in Baden-Württemberg präsent. Auf insgesamt 8 Veranstaltungen war MiGlobe Baden-Württemberg durch Impulsvorträge oder Informationsstände vertreten. Die erste Veranstaltung war gleichzeitig auch der Kickoff für das Jahr 2019, ein Impulsvortrag bei dem Landkreis Tübingen,am 14.01.2019 und der letzte war ein Impuls zu der Partizipation von Migrant*innen in der Einen Welt Arbeit und die Moderation bei der Regionalkonferenz des Rats für Entwicklungszusammenarbeit in Ravensburg am 19.11.2019. 

Wir freuen uns sehr auf das kommende Jahr. 

Haben Sie Fragen zu dem Projekt? Wünschen Sie sich eine Impulsvortrag zu migrantischem Engagement in der kommunalen Entwicklungspolitik? Sprechen Sie uns gerne über das Kontaktformular auf unserer Webseite an. 

MiGlobe ist eine Kooperationsprojekt der Servicestelle der Kommunen in der Einen Welt (SKEW), dem Forum der Kulturen Stuttgart e.V. und dem Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. Das Projekt wird finanziert mit Mitteln des BMZ. Die Kosten für Beratungen und Impulsvorträge werden vollständig von dem BMZ übernommen. 

Links

MiGlobe Webseite 

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News IkOe
news-386 Mon, 20 Jan 2020 13:06:11 +0100 Sendung im SWR2: Wie können wir uns nachhaltig kleiden? https://www.deab.de/aktuell/detail/sendung-im-swr2-wie-koennen-wir-uns-nachhaltig-kleiden/ Am 16.01.2020 war Future Fashion zu Gast in der SWR2-Sendung "Tandem", die sich dem Thema nachhaltige, faire Mode widmete. Anna Deckert von der Jugendinitative der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg (JIN), Projektpartner von Future Fashion, beantwortete die Fragen der Zuhörer*innen und informierte über das Thema nachhaltige, faire Mode.

Die Sendung findet sich hier zum Nachhören. 

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