Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. News https://www.deab.de News de Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. Fri, 17 Jan 2020 23:04:43 +0100 Fri, 17 Jan 2020 23:04:43 +0100 TYPO3 EXT:news news-385 Tue, 07 Jan 2020 17:05:14 +0100 Save the Date: Aktionswochenende zum Lieferkettengesetz für junge Menschen https://www.deab.de/aktuell/detail/save-the-date-aktionswochenende-zum-lieferkettengesetz-fuer-junge-menschen/ Wir für faire Lieferketten - Aktionen planen, die was bewegen. Am 06. und 07. März laden wir gemeinsam mit zahlreichen anderen Organisationen in Baden-Württemberg junge Menschen ein, gemeinsam Aktionen zu planen, um die Kampagne Lieferkettengesetz zu unterstützen.
  • Warum sind der Schutz von Menschenrechten und unserer Umwelt bei der Produktion von Schokolade, Kleidung oder unseren Handys kein Standard?
  • Warum gibt es nicht nur fair gehandelte Produkte?
  • Warum sind Unternehmen nicht längst dazu verpflichtet, die Rechte von Arbeiter*innen und die Umwelt in ihren Lieferketten zu schützen?
  • Die Initiative Lieferkettengesetzt setzt sich dafür ein, die oben genannten Missstände anzugehen!

    Sei dabei - am 06. und 07. März 2020 planen wir gemeinsam Aktionen für junge Menschen, um die Initiative zu unterstützen. 
    Veranstaltungsort: Heilbronn

    Kosten: Eigene An- und Abreise (Die Kosten für Übernachtung und Verpflegung übernehmen wir)

    Anmeldung und weitere Infos: https://www.ljrbw.de/events-reader/aktionsworkshop-faire-lieferketten

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    News Deab
    news-384 Tue, 17 Dec 2019 12:16:52 +0100 Welt im Blick: Filmpreis 2019 geht an Lia Sanwald mit 'Der Weg eines Joghurtbechers' https://www.deab.de/aktuell/detail/welt-im-blick-filmpreis-2019-geht-an-lia-sanwald-mit-der-weg-eines-joghurtbechers/ Die 15 Jahre junge Filmemacherin hat ihrem Animationsfilm eine solide Recherchearbeit zugrunde gelegt. Wir sagen einstimmig: toll - der Film ist rund! In unaufgeregtem Erzählton wird ein globaler Zusammenhang hergestellt - ganz konkret anhand der Reise eines leeren Joghurt-bechers.

    Das Problem Müllexport wird nicht nur angerissen, auch konkrete Lösungen und Handlungsempfehlungen bietet der Film an. Die Bilder sind detailliert ausgearbeitet, ansprechend animiert und mit guter Musik hinterlegt.

    ‚Der Weg eines Joghurtbechers‘ ist das gelungene Werk von Lia Sanwald, die wir sehr herzlich beglückwünschen!

    Link 

    Preisträger*innen Jugendfilmpreis

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    News Deab
    news-382 Wed, 11 Dec 2019 12:08:49 +0100 Pressemitteilung: Deutsche Unternehmen bei Menschenrechts-Test durchgefallen – Katastrophales Ergebnis macht Lieferkettengesetz unumgänglich https://www.deab.de/aktuell/detail/pressemitteilung-deutsche-unternehmen-bei-menschenrechts-test-durchgefallen-katastrophales-ergebnis-macht-lieferkettengesetz-unumgaenglich/ Berlin, 11. Dezember 2019. Deutsche Unternehmen haben beim Monitoring der Bundesregierung im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP-Monitoring) schlecht abgeschnitten. Mit der Untersuchung wollte die Bundesregierung der Frage nachgehen, ob sich deutsche Unternehmen freiwillig an menschenrechtliche Standards halten. Die „Initiative Lieferkettengesetz“, ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus über 80 Organisationen, fordert die Bundesregierung deswegen dazu auf, Konsequenzen zu ziehen und umgehend ein Gesetzgebungsverfahren für ein Lieferkettengesetz einzuleiten.

    Anlass für die Kritik sind die heute bekannt gewordenen Ergebnisse der Erhebung: Nur 20% der Unternehmen gibt darin an, die Menschenrechtsanforderungen des NAP zu erfüllen. Die Angaben beruhen auf Selbstauskünften der teilnehmenden Unternehmen. Um auf die angestrebte Mindestanzahl von 400 Unternehmens-Antworten zu kommen, hatte die Bundesregierung die Laufzeit der Befragung zweimal verlängert und die Stichprobe von 1.800 auf 3.000 Unternehmen erweitert. 2.600 angeschriebene Unternehmen hatten sich an der Umfrage nicht beteiligt.

    „Mit diesem katastrophalen Ergebnis ist auch der letzte Beweis erbracht: Freiwillig tun die Unternehmen viel zu wenig für die Menschenrechte. Diesen Beweis muss die Bundesregierung nun anerkennen und ein Lieferkettengesetz vorlegen – und nicht noch mehr Zeit und Geld in Untersuchungen stecken, deren Ergebnisse die Spatzen längst von den Dächern pfeifen“ sagt Johannes Heeg, Sprecher der Initiative Lieferkettengesetz.

    „Die Bundesregierung hat viel zu lange an der freiwilligen Unternehmensverantwortung beim Menschenrechtsschutz entlang der gesamten Lieferkette festgehalten. Das geht aus dem schlechten Abschneiden der Unternehmen beim NAP-Monitoring klar hervor. Wir haben wertvolle Zeit verloren. Wenn wir weiterhin Kinderarbeit und Hungerlöhne in der Produktion für den deutschen Markt dulden, nehmen wir den Menschen in Entwicklungsländern die Chance auf ein Leben in Würde. Die Bundesregierung muss jetzt endlich handeln und den Vorstoß der Minister Müller und Heil für ein Lieferkettengesetz unterstützen“, kommentiert die Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel.

    „Mitmachen freiwillig, Belege nicht nötig, Ausreden möglich. Und trotzdem achten laut NAP-Monitoring nur 20% der befragten Unternehmen die Menschenrechte. Das Ergebnis spricht für sich, jede weitere Befragungsrunde wäre eine Farce. Auch die Minister Müller und Heil haben das erkannt und ziehen die einzig richtige Konsequenz: Die Entscheidung für ein Lieferkettengesetz darf nicht länger verschleppt werden“, sagt Marion Lieser, geschäftsführende Vorstandsvorsitzende von Oxfam Deutschland e.V.

    Die Initiative Lieferkettengesetz ist ein Zusammenschluss von 82 zivilgesellschaftlichen Organisationen. Sie tritt dafür ein, dass Unternehmen Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten vermeiden und fordert hierzu von der Bundesregierung die Schaffung eines gesetzlichen Rahmens. Brot für die Welt und Oxfam Deutschland gehören zu den 17 Trägerorganisationen der Initiative.

    Kontakt:

    Johannes Heeg, Sprecher „Initiative Lieferkettengesetz”: Tel.: 0151-10611346, E-Mail: presse*@lieferkettengesetz.de

    Die Initiative Lieferkettengesetz wird getragen von:

    Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V.

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    News Deab News Lieferkettengesetz
    news-383 Tue, 10 Dec 2019 12:12:00 +0100 Stellungnahme der „Initiative Lieferkettengesetz“ zum Menschenrechts-Monitoring deutscher Unternehme https://www.deab.de/aktuell/detail/stellungnahme-der-initiative-lieferkettengesetz-zum-menschenrechts-monitoring-deutscher-unternehme/ Berlin, 10.12.2019 – Anlässlich der für morgen angekündigten Pressekonferenz von Bundesarbeitsminister Heil und Bundesentwicklungsminister Müller kommentiert Johannes Heeg, Sprecher des zivilgesellschaftlichen Bündnisses „Initiative Lieferkettengesetz“ „Sowohl die schwache Beteiligung als auch das laut Minister Heil ‚ernüchternde‘ Abschneiden der Unternehmen beim Monitoring zeigt: Freiwillig werden die Unternehmen ihre menschenrechtliche Verantwortung nicht wahrnehmen. Wir ermutigen die Minister Heil und Müller, ein Lieferkettengesetz jetzt energisch voranzutreiben. Dabei können sie auf eine breite gesellschaftliche Unterstützung zählen: Zahlreiche Unternehmen, Kirchenvertreter, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen machen sich für ein Lieferkettengesetz stark. Diese Forderungen haben auch die CDU und SPD auf ihren jüngsten Parteitagen unterstützt. Das sollten auch Wirtschaftsminister Altmaier und das Kanzleramt zur Kenntnis nehmen und den Weg für ein Lieferkettengesetz freimachen.“

    Hintergrund:

    Bereits gestern hatte Bundesarbeitsminister Heil das Ergebnis des Monitorings als „ernüchternd“ bezeichnet. Am heutigen Tag hat sich der Interministerielle Ausschuss (IMA) der Bundesregierung mit dem Ergebnis des Monitorings befasst. Für morgen haben Bundesarbeitminister Heil und Bundesentwicklungsminister Müller zu einer gemeinsamen Pressekonferenz geladen. Gemäß einem vor zwei Wochen bekannt gewordenen gemeinsamen Positionspapier werden sie dabei die Ausarbeitung eines Gesetzesvorschlags ankündigen.

    Kontakt:

    Johannes Heeg, Sprecher „Initiative Lieferkettengesetz”, Tel.: 0151-10611346, E-Mail: presse@lieferkettengesetz.de 

    Die Initiative Lieferkettengesetz wird getragen von:

    Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V.
     

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    News Deab News Lieferkettengesetz
    news-381 Mon, 09 Dec 2019 15:55:00 +0100 Pressemitteilung;Tag der Menschenrechte: 42 Unternehmen fordern Lieferkettengesetz – wachsende Unterstützung auch aus Kirchen und Parteie https://www.deab.de/aktuell/detail/pressemitteilung/ Berlin/Bonn, 09.12.2019. Die Unterstützung für ein Lieferkettengesetz in Deutschland wächst: Berlin/Bonn, 09.12.2019. Die Unterstützung für ein Lieferkettengesetz in Deutschland wächst: Vor dem morgigen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember haben sich 42 deutsche Unternehmen für ein solches Gesetz ausgesprochen. Die beiden Regierungsparteien CDU und SPD haben auf ihren Parteitagen Beschlüsse für ein Lieferkettengesetz gefasst. Und auch zentrale Gremien und Würdenträger der beiden großen Volkskirchen fordern einen gesetzlichen Rahmen. Ein Lieferkettengesetz würde deutsche Unternehmen dazu verpflichten, sich in ihren globalen Geschäften an umwelt- und menschenrechtliche Standards zu halten. Bundesarbeitsminister Heil hatte heute im Spiegel angekündigt, einen entsprechenden Gesetzesentwurf mit „klaren Haftungsregeln“ zu erarbeiten.

    „Unternehmen, Kirchen, Parteien – die vielen Rufe nach einem Lieferkettengesetz sind unüberhörbar! Wir begrüßen die Ankündigung von Minister Heil, der nun Taten folgen müssen. Denn längst ist klar: Ohne ein Gesetz tun die Unternehmen zu wenig für Umwelt und Menschenrechte“, kommentiert Johanna Kusch, Sprecherin der „Initiative Lieferkettengesetz“. Die Initiative eint 82 zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen sowie Gewerkschaften. Im September 2019 haben sie sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen.

    In einer heute vom Business and Human Rights Resource Centre veröffentlichten Stellungnahme sprechen sich 42 deutsche Unternehmen für ein Lieferkettengesetz aus. In der Liste finden sich bekannte Namen wie Tchibo, Ritter Sport, Nestlé Deutschland und Hapag Lloyd. „Die großen Arbeitgeberverbände können mit ihrer ablehnenden Haltung längst nicht mehr für sich beanspruchen, die Interessen der Wirtschaft zu vertreten. Bei vielen Unternehmen wächst die Überzeugung, dass nur ein gesetzlicher Rahmen Wettbewerbsgleichheit schafft“, sagt Johannes Schorling von der Entwicklungsorganisation INKOTA. „Unternehmen, die sich für die Achtung der Menschenrechte und den Umweltschutz engagieren, dürfen gegenüber der verantwortungslosen Konkurrenz nicht länger benachteiligt werden.“

    Auf ihren Parteitagen haben sich die Regierungsparteien hinter eine gesetzliche Regelung gestellt. „Wir begrüßen es sehr, dass nun sowohl SPD als auch CDU für ein Lieferkettengesetz eintreten“, sagt Cornelia Heydenreich von Germanwatch. Bemerkenswert sei an beiden Parteitagsbeschlüssen, dass das Monitoring im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte nicht mehr die Entscheidungsgrundlage für ein Gesetz darstelle, sondern lediglich „Erkenntnisse“ liefern soll. „Die aktuelle Unternehmens-Befragung der Bundesregierung scheint erneut zu bestätigen, dass Unternehmen freiwillig nicht genug tun. Wir fordern die Bundesregierung auf, nun zügig ein Gesetz auszuarbeiten“, so Heydenreich weiter. Arbeitsminister Heil hatte heute dem Spiegel gegenüber gesagt, die Ergebnisse der Unternehmensbefragung seien „ernüchternd“.

    Auch aus den Kirchen wird die Forderung nach verbindlichen Regeln lauter. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken hat sich kürzlich in seiner Vollversammlung für ein Lieferkettengesetz ausgesprochen, die Synode der Evangelischen Kirche von Westfalen einen eigenen Beschluss zum Thema gefasst. „Der Ausbeutung und Unterdrückung ein Ende setzen: Für viele Christinnen und Christen bedeutet dieser Auftrag, sich für Rahmenbedingungen einzusetzen, die die Wirtschaft in den Dienst des Lebens stellen“, berichtet Eva-Maria Reinwald vom SÜDWIND-Institut für Ökonomie und Ökumene.

    Die Initiative Lieferkettengesetz tritt dafür ein, dass Unternehmen Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten vermeiden und fordert hierzu von der Bundesregierung die Schaffung eines gesetzlichen Rahmens. Germanwatch, INKOTA und das SÜDWIND-Institut gehören zu den 17 Trägerorganisationen der Initiative.

    Weiterführende Informationen:

        Die Stellungnahme der 42 Unternehmen für ein Lieferkettengesetz findet sich hier.
        Der Beschluss des CDU-Parteitags findet sich hier.
        Der Beschluss des SPD-Parteitags findet sich hier.

    Kontakt:

    Johannes Heeg, Sprecher „Initiative Lieferkettengesetz”: Tel.: 0151-10611346, E-Mail: presse*@lieferkettengesetz.de

    Die Initiative Lieferkettengesetz wird getragen von:

    Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V.

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    News Deab News Lieferkettengesetz
    news-380 Wed, 04 Dec 2019 09:29:24 +0100 Aktionstage FAIRändere deine Stadt! und Orangenaktion des EJW https://www.deab.de/aktuell/detail/aktionstage-fairaendere-deine-stadt-und-orangenaktion-des-ejw/ Am Freitag und Samstag den 22. und 23. November kamen rund 40 Konfirmand*innen zusammen, um zum ersten Mal das Projekt „FAIRändere deine Stadt!“ durchzuführen. Die Aktionstage fanden in Kooperation mit der Evangelischen Jugend Stuttgart und der jährlichen Orangenaktion des EJW statt. Wie auch bei der altbewährten Projektdurchführung „FAIR macht Schule!“ beschäftigten sich die Jugendlichen mit globalen Zusammenhängen, Fairem Handel und was all das mit unserem Alltag zu tun hat. Am Freitagnachmittag wurden in Gruppen Kenntnisse über globale Verteilungen von z.B. Einkommen und Bevölkerung erworben. Gemeinsam reflektierte die Gruppe, was eigentlich Gerechtigkeit bedeutet und verschiedene Gerechtigkeitsvorstellungen wurden dann in Zusammenhang mit der Wertschöpfungskette verschiedener Alltagsprodukte gebracht. Anschließend nahmen die Konfirmand*innen in Kleingruppen die Produkte Schokolade, Handy und Textilien, sowie den Fairen Handel und verschiedene Siegel genauer unter die Lupe. Am Samstag starteten die Jugendlichen dann mit der OrangenAktion, ein Projekt des Evangelischen Jugendwerk Württemberg. Sie sammelten Spenden für ein Partnerprojekt des EJW-Weltdiensts in Rumänien, um dort benachteiligten Kindern in entlegenen Regionen eine Schulbildung zu ermöglichen. Für Spenden erhielten die Passanten Orangen. Nach der gelungenen Orangenaktion ging es nochmal zurück ins warme Gemeindehaus, um dort bei Punsch und Keksen Handlungsoptionen zu sammeln und zu bewerten. Die Handlungsoptionen bezogen sich nicht nur auf die persönliche Handlungsebene der Konfirmand*innen, sondern auch auf die Ebene der Konfirmandengruppe und der Kirchengemeinde. Zum Abschluss gab es für alle eine sogenannte „Challenge“ mit auf den Weg, kleine Aufgaben, um nochmals ganz konkret eine bestimmte Alltagshandlung zu beobachten oder einer konkreten Frage nachzugehen. Diese „Challenges“ werden die Jugendlichen noch in der kommenden Konfirmandenstunde, und hoffentlich darüber hinaus, begleiten.

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    News Deab News Fair macht Schule
    news-378 Mon, 02 Dec 2019 10:47:22 +0100 Die neue Südzeit ist da! https://www.deab.de/aktuell/detail/die-neue-suedzeit-ist-da-2/ Haben Sie sich heute schon über ein Gespräch geärgert – oder waren Sie im Gegenteil beeindruckt, wie empathisch Ihr Gegenüber mit Ihnen gesprochen hat? Welch unterschiedliche Wirkung Worte entfalten können, zeigen wir in unserer Dezember-Ausgabe mit dem Schwerpunktthema „Kommunikation: für Respekt – gegen den Hass“. Wir berichten über kluge Methoden der Kommunikation, zeigen auf, wie Frames die Debatte um Geflüchtete beeinflusst haben und lassen Menschen zu Wort kommen, die sich um eine verständliche Kommunikation bemühen. Darüber hinaus berichtet Landtagspräsidentin Muhterem Aras über ihre Erfahrungen mit Hass im Netz und die bekannte Autorin Mehrnousch Zaeri-Esfahani stellt ihre Denkwerkstatt vor, in deren Mittelpunkt die orientalische Erzählmethode steht. Doch das ist noch lange nicht alles - wir haben viele weitere anregende Themen für Sie in Südzeit zusammengestellt. Lassen Sie sich überraschen!

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    Publikation Südzeit News Deab
    news-373 Thu, 14 Nov 2019 08:59:22 +0100 Future Fashion on Tour in Ulm https://www.deab.de/aktuell/detail/future-fashion-on-tour-in-ulm/ Die aus Stuttgart bekannten Stadtrundgänge zu fairer und ökologischer Mode, "Future Fashion on Tour", gibt es ab sofort auch in Ulm! Im November und Dezember gibt es jeweils einen öffentlichen Termin für die Stadtrundgänge in Ulm, die von der Jugendinitiative der Nachhaltigkeitsstrategie im Rahmen des Projekts Future Fashion angeboten werden: 

    • Samstag, 23.11.2019 um 14 Uhr 
    • Donnerstag, 05.12.2019 um 17 Uhr

    Die Stadtrundgänge dauern ca. 2 Stunden. Um Anmeldung wird gebeten bei Anna Deckert (anna@futurefashion.de oder 0711/25971725). Gruppen können dort auch individuelle Termine anfragen. 

    Weitere Infos auch unter: 

    https://www.futurefashion.de/future-fashion-on-tour/

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    News Deab News Future Fashion
    news-374 Tue, 12 Nov 2019 15:43:00 +0100 Pressemitteilung: Recherche belegt Lobbyoffensive: Arbeitgeberverbände verweigern gesetzliche Menschenrechts-Vorgaben für Unternehmen – “Initiative Lieferkettengesetz” protestiert vor Arbeitgebertag https://www.deab.de/aktuell/detail/recherche-belegt-lobbyoffensive-arbeitgeberverbaende-verweigern-gesetzliche-menschenrechts-vorgaben-fuer-unternehmen-initiative-lieferkettengesetz-protestiert-vor-arbeitgebertag/ Berlin, 12.11.2019. Elf Treffen in fünf Monaten: Arbeitgeberverbände und Unternehmen haben sich in zahlreichen nicht-öffentlichen Lobbytreffen mit dem Bundeswirtschaftsministerium gegen gesetzliche Menschenrechts-Vorgaben ausgesprochen. Das zeigt eine heute veröffentlichte Studie von Global Policy Forum, Brot für die Welt und MISEREOR. Aktivist*innen der „Initiative Lieferkettengesetz“ protestierten mit einer symbolischen Aktion vor dem Tagungszentrum des Deutschen Arbeitgebertags gegen den „Kuschelkurs“ von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der zulasten der Menschenrechte gehe.

    „Mit seiner Blockade eines Lieferkettengesetzes hilft Minister Altmaier nicht der Wirtschaft, sondern verschafft nur jenen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil, die zulasten von Umwelt und Menschenrechten Kosten sparen und Profite steigern“, kritisiert Johannes Heeg, Sprecher der Initiative Lieferkettengesetz.

    Die heute veröffentlichte Studie zeigt, wie Steffen Kampeter, Geschäftsführer der BDA, in vertraulichen Schreiben Wirtschaftsminister Altmaier und Kanzleramtsminister Braun um ihre Unterstützung bat und dazu auffordere, die Bundesregierung möge weiterhin dem Freiwilligkeitsgrundsatz folgen und gemeinsam mit der Wirtschaft sachgerechte Vorgehensweise entwickeln.

    „Die Korrespondenz zeigt, dass insbesondere die Arbeitgeberverbände wichtigen Fortschritten beim Thema Wirtschaft und Menschenrechte entgegenstehen. Einzelne Unternehmen sind da schon progressiver und sprechen sich durchaus für ein Lieferkettengesetz aus“, erklärt Karolin Seitz, Programme Officer beim Global Policy Forum (GPF) und Autorin der Studie.

    Aus der Recherche geht hervor, dass sich das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) allein zwischen März und Juli 2019 elf Mal mit Vertreter*innen von Unternehmen und Unternehmensverbänden zum Thema Wirtschaft und Menschenrechte traf. Dabei ging es vor allem um die Methodik des Monitorings, mit dem die Bundesregierung derzeit die menschenrechtliche Sorgfalt deutscher Unternehmen überprüfen lässt. NGOs und Gewerkschaften hatten die im Juli veröffentlichte Methodik als völlig ungeeignet kritisiert.

    „Die Lobbyoffensive erklärt, warum das Wirtschaftsministerium Mitte März plötzlich aus einem Konsens aller anderen Ministerien über das Monitoring ausscherte und zahlreiche Verwässerungen bei der Methodik durchsetzte: BDA und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hatten das Wirtschaftsministerium wenige Tage vor der geplanten Vorstellung der Methodik gleich zweimal zum Monitoring beraten – offenbar mit Erfolg“, so Maren Leifker, Referentin für Wirtschaft und Menschenrechte bei Brot für die Welt.

    Eine unabhängige Untersuchung des Business and Human Rights Ressource Center kam Anfang November zu dem Schluss, dass kein einziges der 20 größten deutschen Unternehmen „durchgängig ein Grundniveau bei der Achtung der Menschenrechte erreicht“.

    „Die Untersuchung zeigt, warum die Arbeitgeberverbände eine seriöse menschenrechtliche Überprüfung ihrer Geschäftspraktiken so sehr fürchten: Der Freiwilligkeitsgrundsatz ist auf der ganzen Linie gescheitert. Die Bundesregierung sollte nun handeln und schnellstmöglich ein Lieferkettengesetz auf den Weg bringen“, fordert Armin Paasch, Referent für Wirtschaft und Menschenrechte bei MISEREOR.

    Weiterführende Informationen:

        Bildmaterial zur Protestaktion vor dem Tagungsort des Deutschen Arbeitgebertags gibt es hier.
        Die Studie „Sorgfältig verwässert: Wie die Wirtschaftsverbände versuchen, ein Lieferkettengesetz zu verhindern“ von Global Policy Forum, Brot für die Welt und Misereor finden Sie hier.

    Kontakt:

    Johannes Heeg, Sprecher „Initiative Lieferkettengesetz”: Tel.: 0151-10611346, E-Mail: presse*@lieferkettengesetz.de

    Die Initiative Lieferkettengesetz wird getragen von:

    Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V.

    Mitmachen und Informationen 
    Sie möchten aktiv werden? Mehr Informationen finden Sie hier 

    https://www.woek.de/themen-projekte/initiative-lieferkettengesetz/mitmachen/

    Unterschreiben Sie die Petition hier:
    https://lieferkettengesetz.de/petition-unterzeichnen/

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    News Lieferkettengesetz News Deab
    news-375 Mon, 04 Nov 2019 16:07:00 +0100 Pressemittelung „Die 20 größten deutschen Unternehmen sind allesamt durchgefallen. Worauf wartet die Bundesregierung?“ https://www.deab.de/aktuell/detail/pressemittelungdie-20-groessten-deutschen-unternehmen-sind-allesamt-durchgefallen-worauf-wartet-die-bundesregierung/ Berlin, 4.11.2019. Zu der heute vorgestellten Studie „Achtung der Menschenrechte: Eine Kurzbewertung der größten deutschen Unternehmen“ des Business & Human Rights Ressource Center (BHRRC) erklärt Johanna Kusch, Sprecherin der Initiative Lieferkettengesetz: „Ob Bayer oder BMW, ob E.ON oder RWE: In Sachen Menschenrechte sind die 20 größten deutschen Unternehmen allesamt durchgefallen. Freiwillig hält sich nicht ein Unternehmen vollständig an die Anforderungen der Vereinten Nationen. Das ist nicht nur ein Armutszeugnis für den Industriestandort Deutschland, das wirft vor allem eine Frage auf: Worauf wartet die Bundesregierung? Ein Lieferkettengesetz ist überfällig!

    Die Bundesregierung verschwendet ihre Zeit mit einer groß angelegten, aber mittlerweile wenig aussagekräftigen Untersuchung, ob sich deutsche Unternehmen freiwillig an ihre menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten halten. Dabei ist die Antwort spätestens seit heute sonnenklar: Ohne einen gesetzlichen Rahmen wird sich nichts daran ändern, dass deutsche Unternehmen in ihren Geschäftsbereichen weltweit Ausbeutung und Umweltzerstörung in Kauf nehmen.“

    Weiterführende Informationen:

        Die Studie des BHRRC gibt es hier.

    Kontakt:

    Johanna Kusch, Sprecherin „Initiative Lieferkettengesetz”: Tel.: 030 – 2888 3565, E-Mail: presse*@lieferkettengesetz.de

    Die Initiative Lieferkettengesetz wird getragen von:

    Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V.
     

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    News Deab News Lieferkettengesetz
    news-371 Wed, 30 Oct 2019 10:29:45 +0100 Entwicklungspolitische Herbstkonferenz am 10. Dezember 2019 im Haus der Wirtschaft Stuttgart https://www.deab.de/aktuell/detail/entwicklungspolitische-herbstkonferenz-am-10-dezember-2019-im-haus-der-wirtschaft-stuttgart/ Wir laden ein zur 10. entwicklungspolitischen Herbstkonferenz am 10. Dezember ins Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Unter dem Titel "Afrika im Blick - wie engagiert sich Baden-Württemberg in den nächsten Jahren" möchten wir uns mit den entwicklungspolitischen Sprecher*innen der Fraktionen und Staatsministerin Schopper austauschen.  Bei einem Imbiss laden wir ein gemeinsam ins Gespräch zu kommen.

    Wir freuen uns auf Eure und Ihre Anmeldung.

    Anmeldungen mit Angabe von Namen, Organisation und Ort bitte per Mail an: 

    u.umpfenbach*@deab.de
     

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    News Deab News Landespolitik
    news-370 Tue, 29 Oct 2019 15:13:14 +0100 FAIR macht Schule! startet ins Schuljahr 2019/2020 https://www.deab.de/aktuell/detail/fair-macht-schule-startet-ins-schuljahr-2019-2020/ In Ettenheim haben die Aktionstage „Fair macht Schule!“ schon fast Tradition – bereits zum fünften Mal fanden die Aktionstage im Rahmen einer Projektwoche statt und damit hat auch für FAIR macht Schule! das neue Schuljahr begonnen. Tatkräftig unterstützt auch Bürgermeister Bruno Metz schon seit Jahren das Projekt und stellt sich den kritischen Fragen der Schüler*innen zur nachhaltigen Beschaffung in Ettenheim. Aber es geht auch um konkrete Handlungsoptionen für die Schüler*innen selbst und ihre Familien und um die Schulgemeinschaft: Was können wir alle tun, um verantwortungsvoll zu konsumieren und wie kann auch die Schule dazu beitragen? Beim „Kollektiven Kartieren“ wird sichtbar: Vor Ort gibt es schon einige Initiativen, z.B. ein Büchertauschregal oder regionale Einkaufsmöglichkeiten wie das Lebensmittelkollektiv, die zum Nachdenken über den eigenen Konsum anregen.

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    News Deab News Fair macht Schule
    news-366 Mon, 21 Oct 2019 08:53:19 +0200 3. Globaler Filmherbst im Süden 2019: Programm https://www.deab.de/aktuell/detail/globaler-filmherbst-im-sueden-programm/ Von Oktober bis November 2019 werden zum dritten Mal beim Globalen Filmherbst im Süden aktuelle Filme zu Nord-Süd-Themen vor allem in ländlichen Regionen gezeigt. Die Filme werden von den Filmemacher*innen vorgestellt und bieten spannende Einblicke in verschiedene Lebenswelten: In „Naomis Reise“ wird hinter die Kulissen eines Gerichtsprozesses geblickt und dabei Vorurteile über migrantische Frauen thematisiert. Im Dokumentar-Musikfilm "We exist" erzählen Musiker*innen aus den Ländern des mittleren Ostens und Afrika von Menschen auf der Flucht, dieser andauernden Tragödie.

    Insgesamt sechs Filme werden in 2019 von rund 50 lokalen Akteuren und Veranstalterbündnissen durchgeführt.

    Der Globale Filmherbst ist eine landesweite Veranstaltungsreihe, initiiert und durchgeführt vom DEAB, ENGAGEMENT GLOBAL – Außenstelle BW/BY und ezef/Brot für die Welt in Kooperation mit Kinos, Kommunen, Bildungs- und Eine Welt-Akteuren unter Anwesenheit der Filmemacher*innen.

    Programm

    Programmflyer zum download

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    News Filmherbst News Deab
    news-376 Thu, 17 Oct 2019 16:13:00 +0200 Pressemitteilung: Schlammlawine vor Konzernzentrale: Aktivist*innen protestieren gegen TÜV Süd wegen Dammbruch in Brasilien https://www.deab.de/aktuell/detail/pressemitteilung-schlammlawine-vor-konzernzentrale-aktivistinnen-protestieren-gegen-tuev-sued-wegen-dammbruch-in-brasilien/ München, 17.10.2019. Schlammbeschmierte Menschen mit der Aufschrift „TÜV-Süd-zertifiziert“ vor der Unternehmenszentrale in München: Mit einer symbolischen Aktion haben MISEREOR und der BUND gegen das Verhalten des TÜV Süd im Zusammenhang mit dem tödlichen Dammbruch einer Eisenerzmine bei Brumadinho in Brasilien protestiert. Die Organisationen sind Teil der „Initiative Lieferkettengesetz“, die von der Bundesregierung einen gesetzlichen Rahmen fordert, um deutsche Unternehmen künftig zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards zu verpflichten und Schadensersatzklagen gegen mitverantwortliche deutsche Unternehmen zu erleichtern.

    „Der TÜV Süd bescheinigt die Stabilität eines Damms, der wenig später bricht und hunderte Menschen in den Tod reißt. Der Fall ist schockierend – und er reiht sich ein in eine traurige Liste. Immer wieder tragen deutsche Unternehmen weltweit zu Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung bei. Das muss aufhören! Deswegen brauchen wir endlich ein Lieferkettengesetz“, sagt Johannes Heeg, Sprecher der Initiative Lieferkettengesetz.

    Bei dem Dammbruch waren am 25. Januar 2019 mindestens 272 Menschen getötet worden, 21 davon werden bis heute vermisst. Vier Monate zuvor hatte die brasilianische Tochterfirma des TÜV Süd eine Stabilitätserklärung für den Damm ausgestellt, obwohl den Verantwortlichen in Brasilien wie auch in München gravierende Sicherheitsmängel bekannt waren. Hinterbliebene von sechs Opfern haben deshalb am 15. Oktober 2019 gemeinsam mit ECCHR und MISEREOR eine Strafanzeige gegen einen deutschen Mitarbeiter des TÜV Süd und eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gegen das Unternehmen selbst gestellt.

    „Durch die Stabilitätserklärung von TÜV Süd wurde ermöglicht, dass der Betrieb der Mine wie gewohnt weiterging. Hätte TÜV Süd das Zertifikat verweigert, hätten die brasilianischen Behörden Stabilisierungs- oder Evakuierungsmaßnahmen anordnen müssen. Dann wäre mein Vater heute noch am Leben“, so Marcela Nayara Rodrigues, Tochter eines bei dem Dammbruch gestorbenen Mannes.

    Durch den Dammbruch wurde auch der Fluss Paraopeba mit Schwermetallen verseucht, der die Region mit Trinkwasser versorgt hatte. „Der Fall macht deutlich, wie eng Umweltverbrechen und Menschenrechtsverletzungen häufig zusammenhängen“, erklärt Richard Mergner, Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern. „Die Schlammwelle hat durch die Vergiftung des Flusses die Lebensgrundlagen tausender Menschen und die Existenz vieler Fischer*innen zerstört und gefährdet das Menschenrecht auf Wasser in der Region.“

    Bei der Aktion vor dem TÜV Süd symbolisierten schlammbeschmierte Menschen mit der Aufschrift „TÜV-Süd-zertifiziert“ die Opfer des Dammbruchs. Mitarbeiter*innen von BUND und MISEREOR hielten entsprechend der zentralen Forderung der „Initiative Lieferkettengesetz“ einen symbolischen gesetzlichen Rahmen. Die „Initiative Lieferkettengesetz“ ist ein Zusammenschluss von 74 zivilgesellschaftlichen Organisationen. Sie tritt dafür ein, dass Unternehmen Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten vermeiden und fordert hierzu von der Bundesregierung die Schaffung eines gesetzlichen Rahmens. BUND und MISEREOR gehören zu den 17 Trägerorganisationen der Initiative.

    Weiterführende Informationen:

        Bildmaterial zur Protestaktion vor der TÜV-Süd-Zentrale gibt es hier

    Kontakt:

    Johannes Heeg, Sprecher „Initiative Lieferkettengesetz”: Tel.: 0151-10611346, E-Mail: presse*@lieferkettengesetz.de

    Die Initiative Lieferkettengesetz wird getragen von:

    Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V.

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    news-365 Thu, 17 Oct 2019 14:26:03 +0200 Pressemitteilung: Faire Kaffeepause - im gesetzlichen Rahmen https://www.deab.de/aktuell/detail/pressemitteilung-faire-kaffeepause-im-gesetzlichen-rahmen/ DEAB und SEZ luden im Landtag zur Fairen Kaffeepause ein. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Forderungen nach einem Lieferkettengesetz. Viele MdL unterstützten das Anliegen Stuttgart. „Gegen das Gift der Gewissenlosigkeit hilft nur noch ein gesetzlicher Rahmen!“. 

    Im Foyer des Landtags ließen sich zahlreiche MdL und Mitarbeitende des Landtags am 13. Oktober mit in Sprechblasen geschriebenen Statements und in einem symbolischen Gesetzes-Rahmen fotografieren. Sie unterzeichneten die Petition der Initiative Lieferkettengesetz und unterstützten damit die Forderungen des Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB): Unternehmen sollen per Gesetz verpflichtet werden, in ihren globalen Lieferketten Menschenrechte und Umweltstandards zu achten. Die beiden Organisationen DEAB und Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) hatten zur Fairen Kaffeepause eingeladen, um über die Ziele der Initiative Lieferkettengesetz zu informieren.

    „Die Erfahrung zeigt: Selbstverpflichtungen der Unternehmen reichen nicht aus. Wir brauchen ein Gesetz, um die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards weltweit zu gewährleisten“, sagte Claudia Duppel, Geschäftsführerin des DEAB.

    Denn gleichgültig ob bei Textilien, Tee, Platin oder Lebensmittel - deutsche Unternehmen verdienen an Waren, die im Globalen Süden unter menschenunwürdigen Bedingungen billig hergestellt werden. Am 10. September hat sich deshalb ein breites bundesweites gesellschaftliches Bündnis aus 64 kirchlichen, sozialen, gewerkschaftlichen und entwicklungspolitischen Organisationen zur Initiative Lieferkettengesetz zusammengeschlossen. Das Datum ist symbolträchtig: Vor sieben Jahren brannte die pakistanische Textilfabrik Ali Enterprises, die unter anderem für den Discounter Kik produzierte.

     

    Philipp Keil, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) betonte: „Soziale und ökologische Missstände in der Wertschöpfungskette bis hin zu Katastrophen in Textilproduktionsstätten weltweit sind alarmierend Wir haben daher beispielsweise die Initiative Future Fashion ins Leben gerufen, um etwas zu verändern und Möglichkeiten für einen nachhaltigen Textilkonsum aufzuzeigen.“

    Claudia Duppel, Geschäftsführerin des Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) machte deutlich:

    „Vieles ist bei uns so billig, weil andere die wahren Kosten tragen. Allein in Bangladesch sind in der Textilindustrie rund vier Millionen Menschen beschäftigt, 90 Prozent davon Frauen. Dort wird Kleidung unter miserablen Arbeitsbedingungen hergestellt: 14-Stunden-Tage ohne Pausen, keine soziale Absicherung etwa bei Schwangerschaft, kaum gewerkschaftliche Organisation. Und immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten wollen wissen, ob es bei der Herstellung ihrer Kleidung für Mensch und Natur fair zugeht. Einige Unternehmen gehen freiwillig voran. Aber die Erfahrungen lehren uns: Allein auf freiwilliger Basis sind Nachhaltigkeit und Menschenrechte nicht zu haben; dazu braucht es verbindliche Regeln.“ 

    Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2015 die Agenda 2030 beschlossen. Ihr Ziel Nr. 12 fordert, nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherzustellen. „Das [SDG 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion] ist kein „nice to have“, das ist eine Verpflichtung. Und den reichen Industrienationen wie Deutschland kommt hier eine besondere Verantwortung zu“, so Claudia Duppel.

    Kontakt für Rückfragen:

    Claudia Duppel, Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg, DEAB e.V., Geschäftsführerin, 0711-66 48 73 60, Email

     

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    news-377 Thu, 10 Oct 2019 16:21:00 +0200 Pressemitteilung: Schwarzer Tee, weiße Weste? Wie deutsche Unternehmen von Ausbeutung auf Teeplantagen profitieren https://www.deab.de/aktuell/detail/pressemitteilung-schwarzer-tee-weisse-weste-wie-deutsche-unternehmen-von-ausbeutung-auf-teeplantagen-profitieren/ Berlin, 10.10.2019. Arbeiter*innen auf Teeplantagen leiden unter Hungerlöhnen und katastrophalen Arbeitsbedingungen. Davon profitieren deutsche Supermärkte und Teeunternehmen, die gut 86 Prozent des Verbraucherpreises für Tee bekommen, während nur ein Prozent für die Arbeiter*innen in Indien übrigbleibt. Berlin, 10.10.2019. Arbeiter*innen auf Teeplantagen leiden unter Hungerlöhnen und katastrophalen Arbeitsbedingungen. Davon profitieren deutsche Supermärkte und Teeunternehmen, die gut 86 Prozent des Verbraucherpreises für Tee bekommen, während nur ein Prozent für die Arbeiter*innen in Indien übrigbleibt. Das zeigt die neue Oxfam-Studie „Schwarzer Tee, weiße Weste“. Oxfam und die Initiative Lieferkettengesetz, fordern von der Bundesregierung ein Gesetz, das deutsche Unternehmen zur Verantwortung zieht, die Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten in Kauf nehmen.

    Für die Studie wurden 510 Arbeiter*innen auf 50 Plantagen in Assam befragt. Die Ergebnisse sind katastrophal: 56 Prozent der Befragten haben nicht ausreichend zu essen, mehr als ein Viertel nimmt pro Tag weniger als 1.800 Kilokalorien zu sich und leidet damit Hunger. Auf der anderen Seite der Lieferkette profitieren deutsche Teeunternehmen wie die Ostfriesische Teegesellschaft (OTG) und Teekanne sowie die deutschen Supermärkte Aldi, Edeka, Lidl und Rewe, über die in Deutschland 50 Prozent allen Tees verkauft wird: „Bei einer Packung Markenschwarztee mit 50 Teebeuteln gehen nur circa vier Cent an die Menschen, die den Tee gepflückt  haben. Dass so eine Produktion zu menschenwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen nicht möglich ist, liegt auf der Hand“, sagt Dr. Barbara Sennholz-Weinhardt, Oxfam-Expertin für Wirtschaft und Globalisierung und Autorin der Studie.

    Giftige Pestizide und Mangel an sauberem Trinkwasser

    45 Prozent der befragten Arbeiter*innen leiden unter Krankheiten wie Gelbsucht, Cholera und Typhus, da sie verunreinigtes Wasser trinken müssen. Auf der Mehrheit der untersuchten Plantagen gibt es keine Ärzt*innen und zu wenig medizinisches Fachpersonal. Die Arbeiter*innen sind beim Pflücken giftigen Pestiziden ausgesetzt, gegen die sie oft keine oder nur mangelnde Schutzkleidung erhalten. 51 Prozent der Befragten klagen über Augenreizungen, Atemwegserkrankungen und allergische Reaktionen, die durch Pestizide verursacht werden können.

    Zertifizierungen wirken nicht, Konsument*innen tappen im Dunkeln

    Herkunft und Produktionsbedingungen lassen sich von Konsument*innen in Deutschland nicht nachvollziehen. Keines der untersuchten Unternehmen veröffentlicht seine Lieferkette. Stattdessen setzen die deutschen Teeunternehmen und Supermärkte auf Zertifizierungen, etwa durch die Organisation UTZ/Rainforest Alliance. Oxfams Recherchen zeigen jedoch, dass dieser Ansatz nicht wirkt: Viele der nachgewiesenen Rechtsverletzungen ereigneten sich auf zertifizierten Plantagen. „Unternehmen und Zertifizierungsfirmen kennen die Probleme schon lange und ändern nichts an den Bedingungen vor Ort. Abwarten und Tee trinken ist aber keine Option, wenn man weiß, dass Menschen für unseren Tee hungern müssen“, so Sennholz-Weinhardt.

    Mit Lieferkettengesetz das Problem an der Wurzel packen

    Oxfam fordert von Supermarktketten und Teeunternehmen, dafür zu sorgen, dass ihre Lieferanten die Menschenrechte einhalten. Tee aus Assam ist jedoch nur eines von zahlreichen Beispielen. Viele deutsche Unternehmen sorgen nicht ausreichend dafür, dass in ihren Lieferketten Menschenrechte und Umweltstandards eingehalten werden. Oxfam ist deshalb Teil der „Initiative Lieferkettengesetz“, in der sich 64 Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Gewerkschaften und kirchliche Organisationen zusammengeschlossen haben. „Wir fordern von der Bundesregierung ein Lieferkettengesetz. Nur so können sich Unternehmen ihrer menschenrechtlichen Verantwortung nicht mehr entziehen und Schäden an Mensch und Umwelt nicht länger in Kauf nehmen“, so Johanna Kusch, Sprecherin der Initiative Lieferkettengesetz.

    Die Initiative Lieferkettengesetz ist ein Zusammenschluss von 64 zivilgesellschaftlichen Organisationen. Sie tritt dafür ein, dass Unternehmen Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten vermeiden und fordert hierzu von der Bundesregierung die Schaffung eines gesetzlichen Rahmens. Oxfam gehört zu den 17 Trägerorganisationen der Initiative.

    Weiterführende Informationen:

    Sie finden die vollständige Studie sowie eine Zusammenfassung hier.

    Kontakt:

    Johannes Heeg, Sprecher „Initiative Lieferkettengesetz”: Tel.: 0151-10611346, E-Mail: presse*@lieferkettengesetz.de

    Die Initiative Lieferkettengesetz wird getragen von:

    Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V.

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    news-369 Wed, 09 Oct 2019 11:08:00 +0200 Die Früchte des Weltgartens https://www.deab.de/aktuell/detail/die-fruechte-des-weltgartens/ Vergangenes Wochenende, am 6. Oktober 2019 ging die BUGA2019 in Heilbronn zu Ende. Das war auch der Schlusspunkt für den Weltgarten 2019 – das größte Einzelprojekt, das der DEAB bisher umgesetzt hat. Das Projekt „Weltgarten 2019“ war für das DEAB-Team eine große Herausforderung und ein großartiger Erfolg! Mit Stolz schauen wir jetzt auf die Früchte des Weltgarten-Projektes!

    Die BUGA 2019 in Heilbronn hat mit 2,3 Millionen Gästen alle Erwartungen übertroffen. Und auch in den Weltgarten kamen mehr Besucher*innen als wir erwartet hatten. Das zeigt uns: Mit dem Weltgarten waren wir zur richtigen Zeit mit den richtigen Themen am richtigen Ort! Das haben uns die geschätzten rund 150.000 Besucher*innen im Weltgarten durch ihr großes Interesse, viele spannende Gespräche und kleine, persönliche Eintragungen im Gästebuch bestätigt.

    Die überwältigende Resonanz im Weltgarten hat uns als Bildungsakteure vor allem darin bestärkt, dass es wichtig ist, mit unseren Themen an die Orte zu gehen, wo die Menschen sowieso sind - und dort mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Im Weltgarten übernahm ein Team von 25 engagierten und geschulten Betreuer*innen (z.B. FÖJler*in, Student*innen, Weltladen-Mitarbeiter*innen, Bildungsreferent*innen) diese Aufgabe – und das haben die Besucher*innen sehr geschätzt. Im Durchschnitt führte das Weltgarten Team pro Tag zwischen Gespräche bzw. kleine Führungen mit 50 und 100 Besucher*innen – mit Einzelpersonen, Paaren, Familien und Gruppen. Es gab kürzere und längere, interessante und spannende, motivierende und schwierige „Begegnungen“. Es war ein ständiges Miteinander- und Voneinanderlernen – für eine lebenswerte Zukunft!

    Dieser intensive Austausch war für alle Beteiligten der großartige Mehrwert im Weltgarten – für das Team, die Akteure und für die Besucher*innen. Und auch für die BUGA selbst. Anfangs konnte sich keiner so richtig vorstellen, wie der Weltgarten ein Garten ohne Blumen – nur mit „Samen“ für eine lebenswerte Zukunft bei den Besucher*innen ankommen wird. Jetzt am Ende der BUGA in Heilbronn, können wir uns keine Gartenschau mehr ohne den Blick über den Gartenzaun - bzw. ohne eine Art „Weltgarten“ - mehr vorstellen.

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    news-364 Mon, 07 Oct 2019 17:29:27 +0200 Pressemitteilung: Gegen Gewinne ohne Gewissen – baden-württembergisches Netzwerk engagiert sich für ein Lieferkettengesetz https://www.deab.de/aktuell/detail/pressemitteilung-gegen-gewinne-ohne-gewissen-baden-wuerttembergisches-netzwerk-engagiert-sich-fuer-ein-lieferkettengesetz/ Deutsche Unternehmen sollen zur weltweiten Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards in ihren Lieferketten verpflichtet werden. In der Textilbranche, beim Abbau von begehrten Rohstoffen, in der Landwirtschaft – weltweit geschehen täglich Verstöße gegen die Menschenrechte und den Umweltschutz. Deutsche Unternehmen verdienen an Produkten, die unter menschenunwürdigen Bedingungen im Globalen Süden hergestellt werden. Für Verbraucher*innen ist oft nicht transparent, welcher Schaden durch billige Importwaren angerichtet wird. Damit muss Schluss sein. Dies fordert ein breites gesellschaftliches Bündnis aus 64 Organisationen. Anlässlich des siebten Jahrestages der verheerenden Brandkatastrophe in der pakistanischen Textilfabrik Ali Enterprises, einem Zulieferer des Textil-Discounters Kik, haben sie am 10. September die bundesweite „Initiative Lieferkettengesetz“ ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Die Bundesregierung muss Unternehmen per Gesetz verpflichten, in ihren globalen Lieferketten Menschenrechte und Umweltstandards einzuhalten. Bei Verstößen sollen sie haftbar gemacht werden. Eine entsprechende Petition hat bereits großen Widerhall gefunden. 

    Bei einer Pressekonferenz und einer öffentlichkeitswirksamen Aktion auf dem Kleinen Schlossplatz hat sich heute das baden-württembergische Netzwerk der Initiative Lieferkettengesetz vorgestellt. Ihm gehören 21 kirchliche, soziale, gewerkschaftliche und entwicklungspolitische Organisationen sowie Vertreter des fairen Handels an. Sie machen auf die Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden in den Lieferketten deutscher Unternehmen aufmerksam. Ihr Appell richtet sich an Politiker*innen auf Landes- und Bundesebene, deutsche Unternehmen weltweit zur Achtung der Menschenrechte und menschenrechtlicher Sorgfalt zu verpflichten. Sie pochen darauf, dass die Vereinbarung im Koalitionsvertrag von Union und SPD umgesetzt wird, sich national und auf EU-Ebene für verbindliche Standards einzusetzen. Als ein sehr positives Signal wertet es das Bündnis, dass sich die Frauen-Union mit ihrer Vorsitzenden Annette Widmann-Mauz auf ihrem Bundesdelegiertentag jüngst für ein Lieferkettengesetz ausgesprochen hat.

    Gabriele Arnold, Prälatin der Evangelischen Landeskirche in Württemberg:
    „Wenn wir als Kirchen einen gesetzlichen Rahmen fordern und den gesellschaftlichen Prozess zur demokratischen Gestaltung eines gesetzlichen Rahmens unterstützen, tun wir dies auf der Grundlage der biblischen Botschaft. Das Eintreten für Recht und Gerechtigkeit ist dem Menschen von Gott geboten. Jeder Mensch hat vor Gott die gleiche Würde und den gleichen Wert. Das ist der innere Grund der zehn Gebote, aber auch der Mahnrufe der Propheten des alten Israel. Propheten wie Elias, Jesaja, Amos, Micha, Jeremia treten für Gerechtigkeit und Recht ein. Jesus selber steht in dieser Tradition und schreibt sie seinen Nachfolger*innen ins Stammbuch. „Was ihr getan habt einem von diesem meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Matthäus 25,40).“

    Claudia Duppel, Geschäftsführerin des Dachverbandes Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB):
    „Vieles ist bei uns so billig, weil andere die wahren Kosten tragen. Beispiel Textilindustrie: Allein in Bangladesch sind in diesem Sektor rund vier Millionen Menschen beschäftigt, 90 Prozent davon Frauen. Dort wird Kleidung unter miserablen Arbeitsbedingungen hergestellt: 14-Stunden-Tage ohne Pausen, keine soziale Absicherung etwa bei Schwangerschaft, kaum gewerkschaftliche Organisation. Der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg und seine Mitgliedsorganisationen setzen sich seit Jahren für mehr globale Gerechtigkeit und die Durchsetzung der Menschenrechte ein. Und immer mehr Konsument*innen wollen wissen, ob es bei der Herstellung ihrer Kleidung für Mensch und Natur fair zugeht. Einige Unternehmen gehen freiwillig voran. Aber die Erfahrungen lehren uns: Allein auf freiwilliger Basis sind Nachhaltigkeit und Menschenrechte nicht zu haben; dazu braucht es verbindliche Regeln.“ 

    Martin Kunzmann, Vorsitzender des DGB Baden-Württemberg:
    „Unser gewerkschaftlicher Anspruch an Gute Arbeit gilt weltweit: für die Textilarbeiterinnen in Südostasien genauso wie für die brasilianischen Bergleute und die Beschäftigten in den chinesischen Handyfabriken. Globaler Wettbewerb auf Kosten der Umwelt und auf Kosten fundamentaler Arbeitnehmerrechte ist ein Irrweg, in vielen Fällen ein Verbrechen. Deshalb setzen wir uns für Tarifverträge ein, die Gesundheitsschutz und faire Löhne festschreiben. Ein Lieferkettengesetz wäre ein Hebel, um das Grundrecht auf Gewerkschaftsfreiheit und Tarifverträge in ärmeren Ländern durchzusetzen. Wir müssen die Unternehmen hierzulande in die Pflicht nehmen. Freiwilligkeit reicht nicht aus. Der DGB appelliert deshalb an die Vorsitzende der Frauen-Union Annette Widmann-Mauz, weiter Druck für ein Lieferkettengesetz zu machen.“

    Hinweis:

    Das baden-württembergische Netzwerk lädt am Freitag, 11. Oktober, zwischen 16:30 und 20:30 Uhr zu einem Mobilisierungs-Workshop im Hospitalhof in Stuttgart ein. Weitere Informationen finden Sie hier.

    Presseberichte: 

    SWR aktuell

    In dem baden-württembergischen Netzwerk sind Mitglied:

    Attac Stuttgart;

    BUND Baden-Württemberg;

    Colibri e.V.;

    Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) e.V.;

    Deutscher Gewerkschaftsbund Baden-Württemberg;

    Diözese Rottenburg-Stuttgart, Betriebsseelsorge;

    Diözese Rottenburg-Stuttgart, Hauptabteilung Weltkirche;

    Eine-Welt-Verein Pachamama e. V. / Weltladen Stuttgart-Botnang;

    Evang. Landeskirche in Württemberg, Dienst für Mission und Ökumene (DiMOE);

    Evang. Landeskirche in Württemberg, Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildung (ZEB);

    FAIRstrickt Tübingen;

    Handy-Aktion Baden-Württemberg;

    Initiative Eine Welt Köngen e.V.;

    Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart;

    Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Württemberg;

    Kirchlicher Entwicklungsdienst (KED) Baden;

    Landesfrauenrat Baden-Württemberg;

    Micha Initiative Deutschland e.V. – Lokalgruppen Baden-Württemberg;

    Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ);

    ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg;

    Werkstatt Ökonomie e.V.

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    news-367 Sun, 15 Sep 2019 09:52:00 +0200 Oikocredit-Krötenwanderung am Weltgarten-Stand   https://www.deab.de/aktuell/detail/oikocredit-kroetenwanderung-am-weltgarten-stand/ 40 Tage lang hat das Stuttgarter Oikocredit-Team die Gelegenheit genutzt, sich am Weltgartenstand des DEAB auf der Bundesgartenschau in Heilbronn zu präsentieren. Mit großem Erfolg! Mit der Unterstützung von rund 20 Ehrenamtlichen aus eigenen Reihen sind sie mit über 2.000 Besucher*innen ins Gespräch gekommen, haben Papierkröten gebastelt, gerätselt, gespielt und manchmal auch heiß diskutiert. Denn nur allzu oft herrschte rund um das Thema „nachhaltige Geldanlage“ völlige Unwissenheit.

    Die Tatsache, dass die Finanzwirtschaft unsere Wirtschaft bestimmt, und dass wir mit unserer Geldanlage durchaus Einfluss darauf nehmen können, welche Unternehmen wachsen, war vielen BUGA-Besucher*innen nicht bewusst. Doch leider sind unsere „Kröten“ häufig im Dienst von Umweltzerstörung, Rüstung oder Ausbeutung unterwegs. Dabei könnte das Ersparte auch für eine gute Sache wirken. Wie z.B. wenn es bei Oikocredit angelegt wird und soziale Unternehmen in Entwicklungsländern finanziert.

    Der Oikocredit Förderkreis Baden-Württemberg e.V. ist DEAB-Mitglied. Mehr dazu unter www.baden-wuerttemberg.oikocredit.de

     

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    News Weltgarten
    news-368 Thu, 12 Sep 2019 10:05:00 +0200 FUTURE FASHION at school – SDG-Jugendgipfel 2019 https://www.deab.de/aktuell/detail/future-fashion-at-school-sdg-jugendgipfel-2019/ Am Donnerstag, 26.9. und Freitag 27.9.2019 findet in Heilbronn ein zweitägiger Jugendgipfel zu den Sustainable Development Goals (SDGs) statt. „Future Fashion“ ist der Schwerpunkt und der Titel lautet: „Wir können was bewegen!“ Dieser SDG-Jugendgipfel wird schulübergreifend von den Schüler*innen der am Projekt „Future Fashion at school“ beteiligten Schulen gemeinsam organisiert. Er wird hauptsächlich im Gebäude der Aula des Bildungscampus Heilbronn stattfinden, aber auch Außenaktivitäten, etwa auf der benachbarten BUGA, umfassen.

    Der Jugendgipfel richtet sich an alle weiterführenden Schulen aus Baden-Württemberg, insbesondere aus den Stadt- und Landkreisen Ludwigsburg und Heilbronn. Nachhaltige Textilien und bewusster Konsum stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Dabei sollen die SDGs und Möglichkeiten ihrer Umsetzung sichtbar gemacht werden, unter anderem werden dazu die Ergebnisse der an „FUTURE FASHION at school“ beteiligten Schulen präsentiert. Weitere Programmpunkte bilden inspirierende Keynote-Speaker, vielfältige Workshops und Mitmachaktionen, Vorträge, Ausstellungen sowie ein Rahmenprogramm mit Theater, Musik und Film.

    Die Ziele des Jugendgipfels lassen sich durch die drei I – interessieren, informieren, involvieren – beschreiben: Schüler*innen sollen zum einen durch inspirierende Menschen und Aktionen zum Thema Nachhaltigkeit erreicht werden. Zum anderen sollen sie befähigt durch Faktenklarheit und Sichtbarmachung der SDGs befähigt werden, sich ein eigenes Bild machen. Und schließlich sollen sie durch die Begegnung mit lokalen und globalen Akteuren ins Handeln kommen. Er steht dabei unter dem Motto „Think global – act local“.

    Der DEAB wird beim Jugendgipfel auf unterschiedliche Art und Weise in Aktion treten: mit Workshops im Weltgarten sowie durch die Future Fashion-Experts und mit einem Info-Stand.

    Mehr Informationen und Anmeldung für Schulklassen und Gruppen gibt es unter https://www.ff-at-school.de/2019/06/27/future-fashion-at-school-sdg-jugendgipfel-2019/#prettyPhoto

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    News Weltgarten
    news-363 Tue, 10 Sep 2019 17:31:26 +0200 Gegen Gewinne ohne Gewissen: Breites Bündnis startet Initiative für ein Lieferkettengesetz https://www.deab.de/aktuell/detail/gegen-gewinne-ohne-gewissen-breites-buendnis-startet-initiative-fuer-ein-lieferkettengesetz/ Die Bundesregierung muss deutsche Unternehmen gesetzlich zur weltweiten Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards verpflichten. Die Bundesregierung muss deutsche Unternehmen gesetzlich zur weltweiten Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards verpflichten. Das fordert ein breites Bündnis aus 64 zivilgesellschaftlichen Organisationen, darunter der DEAB, anlässlich des siebten Jahrestages der verheerenden Brandkatastrophe in der Textilfabrik Ali Enterprises in Pakistan.

    Die heute vorgestellte „Initiative Lieferkettengesetz“ eint Gewerkschaften, Umwelt-, Menschenrechts- und Entwicklungsorganisationen, Vertreter des fairen Handels sowie kirchliche Organisationen. Zum Auftakt der Kampagne erinnert die Initiative heute mit einer Aktion vor dem Reichstag an die Toten, die bei verschiedenen Unglücken bei Zulieferern deutscher Unternehmen ums Leben gekommen sind.

    In einer Petition fordert das Bündnis von Bundeskanzlerin Angela Merkel, bis 2020 ein Lieferkettengesetz auf den Weg zu bringen. Mit einem solchen Gesetz müssten Unternehmen geeignete Maßnahmen ergreifen, um Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen in ihrem Geschäftsbereich zu vermeiden. Bei Schäden an Menschen und Umwelt könnten Unternehmen haftbar gemacht werden.

    „Immer wieder gibt es Berichte von brennenden Fabriken, ausbeuterischer Kinderarbeit oder zerstörten Regenwäldern. Das zeigt: Freiwillig kommen deutsche Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Die Bundesregierung muss endlich einen gesetzlichen Rahmen schaffen, damit Unternehmen Ausbeutung und Umweltzerstörung nicht weiter in Kauf nehmen”, sagt Johanna Kusch, Sprecherin der Initiative Lieferkettengesetz.
    „Der Dammbruch der Eisenerzmine in der brasilianischen Gemeinde Brumadinho mit 272 Toten Anfang 2019 ist ein verheerendes Beispiel für Menschenrechtsverstöße im Rohstoff- und Energiesektor. Die schwere Mitverantwortung des deutschen TÜV Süd an dieser Katastrophe zeigt, dass Unternehmen Menschenrechte in ihren Auslandsgeschäften immer wieder missachten. Wirtschaft darf nicht töten, und zwar keinen einzigen Menschen. Ebenso müssen Opfer von Menschenrechtsverletzungen die Möglichkeit haben, Unternehmen gerichtlich zur Verantwortung zu ziehen, wenn nötig auch vor deutschen Zivilgerichten“, fordert Pirmin Spiegel, MISEREOR-Hauptgeschäftsführer.

    „Deutsche Supermarktketten tun im internationalen Vergleich besonders wenig für den Menschenrechtsschutz. Dabei verkaufen sie Produkte, für die Arbeiterinnen und Arbeiter mit Hungerlöhnen abgespeist und hochgiftigen Pestiziden ausgesetzt werden. Deutlich besser sind die Briten, unter anderem weil es dort ein Gesetz zu moderner Sklaverei gibt. Damit auch die deutschen Supermärkte echte Fortschritte machen, brauchen wir ein Lieferkettengesetz. Denn Leid und Ausbeutung dürfen keine Zutaten in unserem Essen sein“, betont Marion Lieser, geschäftsführende Vorstandsvorsitzende von Oxfam Deutschland e.V.

    „Der Amazonas steht in Flammen und viele Betroffene vor Ort verlieren ihre Lebensgrundlage. Zahlreiche Brände werden gelegt, um Platz für Soja als Tierfutter für die deutsche Massentierhaltung zu schaffen. Dies ist nur einer von vielen Fällen in denen Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen Hand in Hand gehen. Wir brauchen in Deutschland endlich ein Lieferkettengesetz, damit Unternehmen weltweit Umweltstandards und die Menschenrechte einhalten”, fordert Ernst-Christoph Stolper, stellvertretender Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

    „Wirtschaftlicher Wettbewerb auf Kosten der Umwelt und auf Kosten fundamentaler Arbeitnehmerrechte ist unlauterer Wettbewerb. Die Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen sind nicht nur Menschenrechte und demokratische Grundprinzipien, sie sind vielmehr eine Grundvoraussetzung für menschenwürdige Arbeit und sozialen Fortschritt. Dem vorherrschenden globalen Geschäftsmodell des Umwelt- und Sozialdumpings muss Einhalt geboten werden. Ein Lieferkettengesetz wäre ein mutiger Beitrag dafür.”, sagt Frank Zach aus dem Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB).


    Weiterführende Informationen

    Hintergrundpapier zur Initiative Lieferkettengesetz
    Bildmaterial zur Foto-Aktion auf der Reichstagswiese: www.lieferkettengesetz.de/presse (Bildmaterial verfügbar ab 10.9., 13:00)
    Fallbeispiele für Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung im Geschäftsbereich deutscher Unternehmen:  

    Die Initiative Lieferkettengesetz wird getragen von ...
    Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED - Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V

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    News Deab News Lieferkettengesetz News Fairer Handel
    news-361 Tue, 03 Sep 2019 10:41:28 +0200 Die neue Südzeit ist da! https://www.deab.de/aktuell/detail/die-neue-suedzeit-ist-da-1/ Alles dreht sich ums Geld: Ideen zu verwirklichen ist schwierig ohne Moneten, Auch Staaten brauchen Geld, um Investitionen durchzuführen – und viele geraten dadurch in die Schuldenfalle. In der September-Ausgabe von Südzeit stellen wir Engagierte vor, die mit knappen Mitteln Projekte starten und Experten, die Einblick, in die finanzielle Situation ihres Landes geben. Darüber hinaus nehmen wir China als wichtigen Kreditgeber in den Fokus und schauen auf den Mikrofinanzmarkt in Peru.

    Doch auch wer Geld hat, steht vor vielen Fragen: Wohin mit meinem Geld, wenn ich damit keine Bomben oder den Kohleabbau finanzieren möchte? Das ist schwieriger als gedacht!

    Und wir feiern: Südzeit hat 20. Geburtstag. Wir kochen, wir blicken zurück und nach vorne und stellen unsere Arbeit vor.

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    news-360 Tue, 03 Sep 2019 10:11:49 +0200 Endspurt im Weltgarten https://www.deab.de/aktuell/detail/das-grosse-finale-im-weltgarten/ Mit dem Ende der Sommerferien beginnt der Endspurt im Weltgarten, mit vielen Veranstaltungen und Angeboten. Nutzen Sie diese Gelegenheit und kommen Sie vorbei! Auch in den kommenden  Monaten können die Besucher*innen im Weltgarten  an vielen außergewöhnlichen  Veranstaltungen und Aktionen teilnehmen:

    Bis Ende September präsentiert finep im Weltgarten die Ausstellung „Lebensmittel wertschätzen“. Drei aufklappbaren Schatzkisten mit integrierten Texttafeln fordern dazu auf, Lebensmittel und ihre Produzent*innen wertzuschätzen und geben allerlei Hintergrundinformationen.

    Bis zum 5. September bietet Oikokredit noch spannende Aktionen rund um das Thema Geldanlagen, Finanzierungen & Glück im Weltgarten an, wie z.B. eine Kaffeequiz, eine besondere Art der Suppenküche, Spiele und kleine Kreativaktionen.

    Vom 13. bis 27. September wird es im Rahmen der Fairen Woche unterschiedliche Aktionen im Weltgarten geben: Am 20. September beginnt um 14 Uhr im Weltgarten ein Kinderfest für Kinderrechte und am 21. September wird es im Weltgarten spannende Mitmach-Aktionen zum Thema Frieden geben.

    Am 26. und 27. September wirkt das Weltgarten-Team mit unterschiedlichen Aktionen beim SDG-Jugendgipfel in Heilbronn mit und am 29. September sit nochmal das Hope Theatre Nairobi im Weltgarten zu Gast. 

    Behalten Sie den Weltgarten-Kalender im Blick, denn es kommen immer noch laufend neue Aktionen und Veranstaltungen dazu!

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    News Deab News Weltgarten
    news-358 Thu, 08 Aug 2019 16:47:00 +0200 13. - 27.09. 2019 Aktionsideen zur Fairen Woche 2019 Baden-Württemberg https://www.deab.de/aktuell/detail/13-2709-2019-aktionsideen-zur-fairen-woche-2019-baden-wuerttemberg/ Die DEAB Fair-Handels-Beratung hat einen Aktionsleitfaden mit Aktionsideen und Materialien zum Thema der Fairen Woche 2019 "Geschlechtergerechtigkeit" mit dem Schwerpunkt Frauen in der Textilindustrie erstellt. Diese Aktionsideen finden unter dieser Seite -> hier.

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    News Deab News Fairer Handel
    news-357 Wed, 07 Aug 2019 17:47:36 +0200 Initiative für ein Lieferkettengesetz: Mobilisierungs-Workshop am 11. Oktober in Stuttgart https://www.deab.de/aktuell/detail/initiative-fuer-ein-lieferkettengesetz-mobilisierungs-workshop-am-11-oktober-in-stuttgart/ Die Erfahrung zeigt: Es reicht nicht, dass sich einige Unternehmen freiwillig um die Achtung der Menschenrechte in ihren Lieferketten bemühen. Deshalb startet im Herbst eine breit getragene Kampagne, die ein Lieferkettengesetz mit verbindlichen Sorgfaltspflichten fordert. In Baden-Württemberg hat sich ein Netzwerk von Organisationen und Initiativen gebildet, um dieses Anliegen zu unterstützen. Die Werkstatt Ökonomie gehört mit dazu und arbeitet im Steuerungskreis der bundesweiten Kampagne mit.

    Das baden-württembergische Netzwerk lädt am Freitag, den 11. Oktober, zwischen 16.30 und 20.30 Uhr zu einem Mobilisierungs-Workshop im Hospitalhof in Stuttgart ein. Dort wird es Hintergrundinformationen zur Kampagne und ihrem Anliegen, Impulse für unterschiedliche Aktionsformen, ein Argumentationstraining und Angebote zu Lobby- und Bildungsarbeit geben. Der Workshop wendet sich an alle, die dazu beitragen möchten, die Kampagne, die bis 2021 laufen wird, in Baden-Württemberg in die Fläche zu bringen und vor Ort gut zu verankern. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

    Kontakt & Anmeldung

      Uwe Kleinert, Werkstatt Ökonomie, Telefon 06221 4333611  uwe.kleinert*@woek.de

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    News Deab
    news-359 Mon, 22 Jul 2019 10:03:00 +0200 1000 Stunden im Weltgarten https://www.deab.de/aktuell/detail/1000-stunden-im-weltgarten/ Am 25. Juli ist es soweit: Wir blicken auf 100 Tage bzw. auf 1.000 Stunden im Weltgarten auf der Bundesgartenschau in Heilbronn zurück. Der Weltgarten ist bei den BUGA-Besucher*innen ausgesprochen  beliebt  -  das Weltgarten-Team mit insgesamt 25 Mitarbeiter*innen hat deshalb immer viel zu tun. Im Durchschnitt besuchen jeden Tag rund 400 bis 500 Menschen  den Weltgarten, erkunden die interaktiven Lernstationen, holen sich Impulse für nachhaltiges Handeln, nutzen die Kreativ-Angebote oder kommen mit dem Weltgarten-Team ins Gespräch.

    Ein besonderes Highlight ist der ökologische Fußabdruck, den wir auf dem Weg zu unserem Pavillon auslegen. Bisher haben rund 3.000 Menschen ihren ökologischen Fußabdruck berechnet und zahlreiche praktische Tipps erhalten, wie sie ihren ökologischen Fußabdruck verbessern können.

    Beliebt sind auch die unterschiedlichen Weltgarten-Rallyes, die die Besucher*innen spielerisch durch den Weltgarten leiten. Einmal im Monat ziehen wir aus der gut gefüllten Box mit den ausgefüllten Rallyes eine Gewinnerin oder einen Gewinner und verschicken ein kleines Geschenk.

    Über das Bunte Klassenzimmer der BUGA haben die Bildungsreferent*innen in den ersten hundert Tagen 50 Workshops für Schulen und Kindergärten mit mehr als 1200 Teilnehmer*innen durchgeführt. Zusätzlich gab es rund 30 Veranstaltungen, offene Angebote, und Führungen mit insgesamt rund 500 Teilnehmer*innen.

    Sie haben dem Weltgarten bisher noch keinen Besuch abgestattet? Bis zum 6. Oktober haben Sie noch die Chance, sich täglich von 9:00 – 19:00 Uhr vielfältige Ideen und Impulse rund um das Thema Nachhaltigkeit zu holen. Und selbst wenn Sie schon einmal da waren, der Weltgarten bietet mit seinem wechselnden Programm, den vielfältigen Aktionen und Workshops immer wieder etwas Neues! Wenn Sie angemeldet mit einer Gruppe kommen, bieten wir Ihnen gerne eine Führung an! Wir freuen uns über Ihren Besuch!

     

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    News Weltgarten
    news-355 Tue, 02 Jul 2019 14:35:51 +0200 Nachhaltige Beschaffung auf dem Prüfstand: Wie fair kauft Kirchheim? https://www.deab.de/aktuell/detail/nachhaltige-beschaffung-auf-dem-pruefstand-wie-fair-kauft-kirchheim/ Im Rahmen der Aktionstage „Fair macht Schule“ an der Jakob-Friedrich-Schöllkopf Schule in Kirchheim unter Teck stellten rund 20 Berufsschüler*innen kritische Fragen im Rathaus. Nachdem sie sich am Vortag intensiv mit Produktions- und Arbeitsbedingungen in der globalen Lieferkette von Produkten wie Kaffee, Handys und Natursteinen beschäftigt hatten, rückte der zweite Tag das Thema der nachhaltigen Beschaffung in den Fokus. Die Schüler*innen sind dabei schon echte Profis beim Thema Fairer Handel, denn mit ihrer eigenen Schülerfirma vertreiben sie fair gehandelte Produkte in einem eigenen Laden an der Schule. 
    Saskia Klinger von der Wirtschaftsförderung der Stadt Kirchheim stand den Schüler*innen beim Gespräch am 27. Juni im Rathaus Rede und Antwort bei allen Fragen rund um die Beschaffung in der Kommune. Neben dem Fairen Handel kamen dabei auch das Thema der erneuerbaren Energien und die Fridays For Future Bewegung zur Sprache. 
    Zwei intensive Tage liegen hinter den Schüler*innen, in denen klar geworden ist: Es gibt noch viel zu tun für eine global gerechte und ökologische Wirtschaft!

    Links

    Artikel über die Aktionstage im Teckboten

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    News Deab News Fair macht Schule
    news-351 Tue, 04 Jun 2019 11:40:36 +0200 Die neue Südzeit ist da https://www.deab.de/aktuell/detail/die-neue-suedzeit-ist-da/ Unsere Mobilität muss nachhaltig werden, um unseren Planeten zu schützen. Dies kann Verzicht bedeuten, aber auch neue Alternativen erblühen lassen – und damit zu mehr Lebensqualität führen. Doch wie kann eine nachhaltige Mobilität aussehen und wo liegen die Tücken? Die Juni-Ausgabe von Südzeit mit dem Schwerpunkt „Nachhaltige Mobilität – für Lebenslust und gutes Klima“ gibt Antworten

     

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    news-350 Wed, 22 May 2019 11:55:19 +0200 Stuttgart für ein solidarisches Europa! https://www.deab.de/aktuell/detail/stuttgart-fuer-ein-solidarisches-europa/ Am 19.05.2019 fand europaweit in 42 Städten die Ein Europa für Alle Demonstration statt. Insgesamt gingen über 150.000 Menschen auf die Straße. Die zivilgesellschaftliche Protestbewegung Ein Europa für Alle setzte kurz vor der Wahl des Europäischen Parlaments 23-26. Mai 2019 ein wichtiges Zeichen für ein Europa in dem alle Menschen gut leben können. Die Idee eines solidarischen, offenes Europas ohne Nationalismus mobilisierte bundes- und europaweit mehrere tausende Menschen. 

    In Stuttgart waren es am Sonntag 12.000 Demonstrierende die sich einig waren: rechtspopulistische und rassistische Parteien haben keinen Platz im Europäischen Parlament. Stattdessen müssen europäische Herrausforderungen gemeinsam und solidarisch mit allen Menschen angegangen werden.


    Die Demonstration setzte ein klares Zeichen gegen Menschenverachtung und Rassismus, Hass und Ressentiments gegen Migrant*innen, Geflüchtete und marginalisierte Menschen. Zentral war die Forderung an die Bürger*innen rechtspopulistische Parteien in dieser Europawahl abzuwählen und sich für ein global solidarisches Europa einzusetzen. 

    Ein Europa für alle - ein Europa ohne Nationalismus!

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    news-348 Fri, 10 May 2019 22:35:49 +0200 Weltretter im Bunten Klassenzimmer vom Weltgarten https://www.deab.de/aktuell/detail/weltrettervim-bunten-klassenzimmer-im-weltgarten-ist-eroeffnet/ Am 7. Mai fanden die ersten beiden Workshops über das "Bunten Klassenzimmer" im Weltgarten statt. Unter dem Motto "Nur mal kurz die Welt retten!" setzten sich die teilnehmeden Schüler*innen auf kreative Art und Weise mit nachhaltigem Konsum auseinander. Einige Gruppen entwickelten einen Werbespot für nachhaltig produzierte Handys oder für faire Textilien aus Biobaumwolle. Andere Gruppen berichteten als "Reporters for Future" über die Besonderheiten vom Weltgarten. Alle waren mit großer Begeisterung dabei!

    Bis zum 6. Oktober bietet der DEAB mit einem tollen Referent*innen-Team mehr als 70 Workshops für Kindergartenkinder und Schüler*innen an. Auf dem Programm stehen die Workshops 
    "Nur mal Kurz die Welt retten" und "Future Fashion" für die Schüler*innen am der 8. Klasse und Rositas Puppenbühne für Kindergartenkinder und Grundschüler*innen. Der Großteil der Angebote ist bereis ausgebucht. 

     

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    News Weltgarten