Einladung zum Online-Vortrag „Kulturelle Aneignung am Beispiel Textil“

Online-Event im Rahmen der Ausstellung „Native Runway“

Egal ob Hitze, Kälte, Schmutz oder Nässe – Textilien schützen uns vor den verschiedensten äußeren Einflüssen. Ihr funktionaler Aspekt ist offensichtlich, während ihr kultureller Wert viel zu häufig unterschätzt wird. In einem Online-Vortrag des Deutsch-Amerikanischen Instituts Tübingen am Di. 11.01. um 19:15 Uhr analysiert Natalia Hernanz García am Beispiel indigener Textilien in Amerika, wie wichtig Form, Farbe und Material für die kulturelle Identität von Native Communities sind. Kleidungsstücke sind greifbare Zeugen der Geschichte und Weltanschauung der Gruppe, zu der sie gehören. Sie sind kulturelles Erbe und Wissensspeicher zugleich und vereinen Kenntnisse und Techniken, die über Generationen weitergegeben wurden.

Das Plagiat indigenen Textildesigns in Amerika wurde in den letzten Jahren zum Problem, das zu internen Auseinandersetzungen in Ländern mit indigenen Gemeinschaften bis hin zu Konflikten auf internationaler Ebene führte. In ihrem Vortragpräsentiert Natalia García amerikanische Beispiele und geht auf deren Auswirkungen auf die lokalen Communities ein.

Natalia Hernanz García studierte Ethnologie an der Albert-Ludwig-Universität in Freiburg. Sie ist Referentin bei Future Fashion mit den Schwerpunkten materielle Kultur (insbesondere Textilien), Kunst und Wissenssysteme der indigenen Bevölkerung in Lateinamerika.

Die Initiative Future Fashion hat sich dem Thema nachhaltige, zukunftsfähige Mode in all seinen Facetten verschrieben. Sie fördert bewussteres Konsumverhalten und deckt weltweit soziale und ökologische Ungerechtigkeiten entlang der textilen Wertschöpfungskette auf.

Ort: Online unter www.dai-tuebingen.de/textil
Die Teilnahme ist kostenlos,
In Kooperation mit Future Fashion und dem Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB)