8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

POSTWACHTUMS-TAG an der Universität Tübingen

Ein von Studierenden der Universität Tübingen im Rahmen der "Week of Links - Erstsemester Akademie für Nachhaltige Entwicklung" mitgestaltetes Programm mit Workshops, Podiumsdiskussion und Straßenaktion rund um die „Wachstumsfrage“.

Der Club of Rome hat bereits 1972 aufgrund absehbar endlicher Ressourcen das „Ende des Wachstums“ ausgerufen. Auch die Notwendigkeit einer Klima-gerechten Entwicklung fordert Null-CO2 Emissionen. Dennoch ist „nachhaltiges Wirtschaftswachstum“ ein Ziel in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, während andere Ziele dazu im Widerspruch zu stehen scheinen. Die Landesregierung will Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch entkoppeln. Aber (wie) geht das? Tatsächlich steigen Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoss jedes Jahr an. Die internationale Postwachstumsbewegung, die vor allem an Hochschulen sehr aktiv ist, setzt dagegen auf den Weg in die Postwachstumsgesellschaft und entwickelt vielfältige Konzepte wie diese aussehen könnte.

Im ersten Teil des Tages setzten sich die über 100 teilnehmenden Studierenden der "Week of Links" in Vorträgen und Workshops mit den Inhalten des SDG 8 auseinander. Inhalte der Workshops waren das Konzept des „Buen Vivir“ (mit Referent*innen des EPiZ Reutlingen, Programm „Bildung trifft Entwicklung“), der Themenbereich „Community Entrepreneurship“ (mit einem Referenten des ZOE-Instituts), das Thema „Zukunftsfähigkeit statt Wachstumssucht: Die Wachstumsfrage und ihre Lösungsansätze in studentischen und zivilgesellschaftlichen Bewegungen“ (mit dem Netzwerk plurale Ökonomik) sowie das Thema Suffizienz (mit der BUNDJugend). In einem weiteren Workshop bereiteten Teilnehmende eine öffentliche Aktion zum Thema in der Tübinger Innenstadt am Ende der „Week of Links“ vor.
Nach dem Raum für kritische Auseinandersetzung im Kontext des SDG 8 am Tag konnten die Studierenden gemeinsam mit der eingeladenen interessierten Öffentlichkeit den Themen und Fragestellungen im Rahmen einer Podiumsdiskussion weiter nachgehen. 160 Personen waren gekommen, um zunächst den Diskutanten zuzuhören und sich dann selbst in die Diskussion einzubringen. Auf dem Podium diskutierten Wolfgang Schmalz (J.Schmalz GmbH, Mitglied im Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung, Ökomanager des Jahres 2004), Prof. Dr. Christian Manger (Juniorprofessor für Makroökonomik, Universität Tübingen) und Elisabeth Voss (Autorin von „Wegweiser für eine solidarische Ökonomie“, im Vorstand von NETZ Kompetenzzentrum für Selbstverwaltung und Kooperation Berlin-Brandenburg eG). Die Musikgruppe ALAYA trug mit Musik aus Bolivien, der Marktladen Tübingen mit ökologischen und fairen Genüssen beim Empfang nach der Diskussion zum Gelingen des Abends bei. 
Am auf den Postwachstumstag folgenden Samstag wurde die von den Studierenden vorbereitete öffentliche Aktion, ein so genannter „Flashmob“ in der Tübinger Innenstadt durchgeführt.


Kooperationspartner waren die Initiative Colibri e.V., die „Week of Links“, die Universität Tübingen, der „Marktladen“ sowie die GLS-Bank.

Für die Veranstaltung verantwortlicher Eine Welt-Promotor:Johannes Lauterbach, Regionalpromotor für die Region Stuttgart-Ludwigsburg-Esslingen-Tübingen-Böblingen

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