Interkulturelle Öffnung / migrantische Partizipation

„Diversity in unity”

Entwicklungspolitik ist wie kaum ein anderer Politikbereich durch komplexe Zusammenhänge und Sachverhalte geprägt. Die Praxis zeigt dabei immer wieder: Nur eine Vielfalt an Akteur*innen kann dieser Komplexität gerecht werden. Menschen mit Migrationsbiographie sowie Disaporaorganisationen sind Ausdruck dieser Vielfalt. So sind auch in Baden-Württemberg eine Vielzahl migrantischer Organisationen in der Projektzusammenarbeit und in der bildungsorientierten Inlandsarbeit aktiv, oft ohne dass dies angemessen wahrgenommen wird. Durch den neuen Projektbereich „Interkulturelle Öffnung & Partizipation“ möchte der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) in enger Abstimmung mit den bereits bestehenden Beratungs- und Selbstorganisationsstrukturen eine noch engere Zusammenarbeit mit entwicklungspolitisch engagierten Migrant*innenorganisationen in Baden-Württemberg suchen und diesen mit ihren Anliegen und Kompetenzen eine Plattform im DEAB bieten.

Angebote für entwicklungspolitisch engagierte migrantische Organisationen

  1. Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen entwicklungspolitischen Gruppen bei jährlich stattfindenden Vernetzungs- und Kooperationsbörsen
  2. Durchführung und Vermittlung von Empowerment-Trainings für migrantische Organisationen und Einzelpersonen aus dem entwicklungspolitischen Bereich.
  3. Vermittlung von bestehenden Beratungsmöglichkeiten zu entwicklungspolitischen Themen, zu Finanzierungsmöglichkeiten und zur Vereinsentwicklung für migrantische Organisationen, die sich gerne entwicklungspolitisch betätigen wollen. Hier existieren bereits vielfältige Beratungsmöglichkeiten von und für Migrant*innen und MSOs in Baden-Württemberg. In enger Abstimmung mit den bestehenden Angeboten möchten wir helfen, eine passende Beratung zu vermitteln.

Angebote für DEAB-Mitglieder

Unsere Vielfalt ist unsere Stärke. Oft wird diese Vielfalt bereits positiv gelebt. Doch gilt es auch, immer noch bestehende Ausgrenzungsmechanismen und Barrieren für migrantische Beteiligung in der Entwicklungspolitik klar zu benennen und gemeinsam zu überwinden. Welche Stereotype haben wir im Kopf, wenn wir vom 'Globalen Süden' reden? Inwiefern schließen auch wir Menschen in unserer Arbeit aus? Wie können wir strukturellen Rassismus erkennen und uns (selbst-)kritisch damit auseinandersetzen? Auch dies ist fester Bestandteil des Projektbereiches. Unter anderem sind dafür geplant:

  1. Durchführung und Vermittlung von Antirassismustrainings für DEAB-Mitarbeiter*innen und Multiplikator*innen
  2. Einbeziehung einer kolonialismus- und rassismuskritischen Perspektive in die DEAB-Projektbereiche und Aktivitäten
  3. Erstberatung & Vermittlung von Referent*innen zum Thema interkulturelle Öffnung für DEAB-Mitglieder
  4. Veranstaltung eines Fachkongresses (voraussichtlich 2018, das genaue Thema steht noch nicht fest)

Ihr Ansprechpartner

Gerne würde ich in einem persönlichen Gespräch mehr über die Arbeit Ihrer Organisation erfahren – insbesondere auch in Bezug auf mögliche Wünsche und Erwartungen an den DEAB als Dachverband.
Ich bin per E-Mail (ajit.thamburaj*@deab.de) oder per Telefon unter 0711 / 66489771 erreichbar.
Gerne komme ich Sie auch vor Ort besuchen.

Ajit Thamburaj

Förderhinweis

Gefördert durch das Bundesministerium des Innern aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages